ERINNERUNGEN – PANIKATTACKEN

Aus Erzählungen meiner Eltern weiss ich, dass ich ein extrem ängstliches Kind war, obwohl ich beim Lernen und meinem Können anderen Kinder immer voraus war. So war ich z.B. bereits mit 1.5 Jahren zuverlässlich sauber, was meinen Eltern den Vorteil verschaffte, dass ich mit 2 Jahren im örtlichen Kindergarten aufgenommen wurde.

Mein Vorteil scheint es allerdings nicht gewesen zu sein, denn man erzählte mir, dass es ganze zwei Jahre gedauert hatte, bis ich nicht jedesmal eine schwere Panikattacke mit Schrei- und Weinkrämpfen bekam, wenn man mich dort abgeliefert hatte. Woraus sich letztlich schliessen lässt, dass ich unter den grössten Verlustängsten litt, und das Weggehen meiner Oma, die mich regelmässig in den Kita brachte, als einen endgültigen Abschied empfunden haben muss?

Noch heute habe ich das Bild im Kopf, und ebenso den bohrenden Schmerz in der Brust, wenn die Oma den Weg zurück ging bis zum Tor, und dieses dann hinter sich schloss.

Was dann letztlich auch vor knapp 20 Jahren den Ausschlag gab, mich einer psychologischen Therapie zu unterziehen, und AD’s nehmen zu müssen. Denn zu dieser Zeit wurde bei meinem Mann ein enorm erhöhter PSA-Wert festgestellt, mit der Vermutung auf Prostatakrebs.

Diese Diagnose war für mich ein Schlag, den ich nicht bewältigen konnte, und mein Mann, der nicht einmal annähernd einen solchen Schock hatte, mich deshalb bat, die Hilfe eines Neurologen und Therapeuten in Anspruch zu nehmen.

So nebenbei erwähnt handelte es sich um eine Fehldiagnose, denn er erfreut sich noch heute, 18 Jahre später, bester Gesundheit.

SUCCESS IS TO SURVIVE

„Zufällig“ wurde ich bei FB gestern auf die beiden Videos „Bird on the wire“ aufmerksam gemacht, die den mich immer so unglaublich beeindruckenden Künstler Leonard Cohen in jungen Jahren auf einer Tour als Sänger begleiten.

Auf weiterer Suche nach seinem Leben erfuhr ich auch, dass sein Herz eigentlich der Schriftstellerei gehörte, und es mehrere Bücher vorallem mit Gedichten gibt von ihm.
Dort las ich auch, dass sein ganzes Leben von tiefgreifenden Fragen und Zweifel über Gott begleitet war, und er in der Folge immer tiefer in Depressionen stürzte, die eine langjährige Behandlung mit AD’s zur Folge hatten, von denen er nach dem Absetzen sagte, dass sie ihm keine Linderung brachten.

So ziemlich alle seine Lieder handeln ja auch von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche.

Erst sein Aufenthalt im Rinzai-Zen-Kloster, in den San Gabriel Mountains nördlich von Los Angeles, wo er Gedankenkontrolle lernte, und den Umgang mit anderen Menschen aufs Minimum reduzierte, machte sein Leben lebenswert.
Als er das Kloster verlassen musste, weil sein Manager sein Vermögen veruntreut hatte, und er wieder Geld verdienen musste, wurde er gefragt, wie er es denn geschafft hatte, ohne seine Erfolge und Auftritte zu leben, und er sagte:

„Der einzig wirkliche Erfolg im Leben eines jeden Menschen ist zu überleben.“

Wo immer Du jetzt bist, Leonard – ich wünsche mir, dass alle Deine Fragen beantwortet sind, und Du Deinen Frieden gefunden hast – SCHABBAT SCHALOM

WARUM NUR LIEBE ICH IHN SO SEHR?

 There’s a light
A certain kind of light
That never shone on me
I want my life to be lived with you
Lived with you
There’s a way everybody say
To do each and every little thing
But what does it bring
If I ain’t got you, ain’t got?
You don’t know what it’s like, baby
You don’t know what it’s like
To love somebody
To love somebody
The way I love you
In my brain
I see your face again
I know my frame of mind
You ain’t got to be so blind
And I’m blind, so, so, so blind
I’m a man
Can’t you see what I am?
I live and I breathe for you
But what good does it do
If I ain’t got you, ain’t got?
You don’t know what it’s like, baby
You don’t know what it’s like
To love somebody
To love somebody
The way I love you
You don’t know what it’s like, baby
You don’t know what it’s like
To love somebody
To love somebody
The way I love you
You don’t know what it’s like, baby
You don’t know what it’s like
To love somebody

ES SPIELT SICH ALLES IM KOPF AB?

Mit einem Wort – Gott und die Welt sieht so aus, wie man denkt, dass sie aussieht? Und nachdem dieses Denken über all die Jahre hinweg einen Raster bildet, der irgendwann nur noch in Endlosschleife abläuft, wird der Mensch nur noch äusserst selten bis gar nicht damit konfrontiert, diesen Raster mal auf fehlerhafte Einstellungen zu kontrollieren um diese zu löschen, und neue Programme zu installieren.

Heute ist der 22. Tag ohne Psychopharmaka und ich werde mit Gedanken und Einstellungen konfrontiert, die primär meine Gedanken und damit meinen Umgang mit anderen Menschen betrifft.

Ich spüre ganz deutlich wie sich alles in mir verkrampft, wenn ich mit anderen Menschen zusammen treffe.  Nicht nur, dass ich es als ausgesprochen unangenehm empfinde, mich auf einen Smalltalk einzulassen mit Menschen, die ich kenne, ertappe ich mich immer wieder dabei, mit einer grossen innerlichen Ablehnung konfrontiert zu werden, wenn ich z.B.  auf meinen Spaziergängen mit den Hunden fremden Menschen begegne. Also Menschen die nicht hier wohnen, und die ich demnach vermutlich als eine Art Eindringlinge betrachte …. hmm, schwer zu beschreiben, weil es sich ja um reine Gefühle handelt, die ich hier versuche zu beschreiben.

Doch diese Gefühle sind sehr wohl gepaart mit körperlichen Sensationen wie Verspannungen bis hin zu Verkrampfungen und  Kopfschmerzen, was mir andererseits so ziemlich jede Freude an meinem Leben nimmt.

Ein Gespräch mit meinem Freund ergab die Einsicht, dass ich versuchen muss, alle negativen Gedanken wenigstens mal zu neutralisieren, um sie in der Folge sogar ins Positive umzustellen, was logischerweise dann auch eine freudvolle Stimmung, und angenehme körperliche Reaktionen auslösen müsste.

Letzte Nacht allerdings kam mir ein anderer Gedanke. Nämlich ob es nicht auch möglich sein müsste, das Pferd von hinten aufzuzäumen – sprich: sich einfach nur auf die körperlichen Schmerzen zu konzentrieren.

Denn ich spüre ja ganz deutlich, wie sich alles in meiner Brust zusammenzieht, wenn ich sehe, wie mein Nachbar aus dem Wagen steigt, und mir zuwinkt.  Ich also „gezwungen“ werde stehen zu bleiben, um mit ihm einen Smalltalk zu starten.

Dass ich mich jetzt also, anstatt zu sagen: „Ach wie schön,  dass ich so einen freundlichen Nachbarn habe, und wie sehr es mir sicher Freude machen wird, jetzt ein paar nette Worte mit ihm zu tauschen“, ausschliesslich auf diesen schmerzhaften Punkt in der Brust konzentriere, um versuchen zu entspannen?

Denn irgendwo habe ich mal gelesen, dass alleine die Aufmerksamkeit auf eine schmerzende Körperfläche diesen Schmerz lindert …..will gleich mal googeln, was ich dazu alles finden kann!

Denn es kommt mir vor, dass es weit einfacher sein müsste die Kontrolle über körperliche Sensationen zu gewinnen, als einen neuen Film ins Kopfkino zu bringen.

GEDANKENSPLITTER und FRAGEN

Liebster Hans

Vor ein paar Tagen führten wir ein Gespräch auf Skype, wo Du mir aus Deinem Leben erzähltest, und wie gut es Dir immer gelang bei und in allem Freude zu finden.  Fast schien es mir, als ob die ersten 40 Jahre Deines Lebens ein einziges Freudenfest waren, und entsprechend begeistert war ich auch das zu hören.

Doch jetzt fällt mir wieder all das ein, was wir gemeinsam im Kurs in der Akademie https://kabacademy.eu/de/ gelernt haben, und ich frage mich, wie dieses Leben wohl in den Augen unseres Schöpfers ausgesehen haben mag?

Ein Leben ausschliesslich auf den eigenen Vorteil bedacht , jedoch ohne dass da jemand war,  dem Du damit auch eine Freude hast machen können? Denn da gab es niemanden, für den Du gesorgt und für den Du da warst. Es gab nur Dich – sonst niemanden.

Hast Du wirklich diese „alte und reife“ Seele, derer Du Dich rühmst?  Oder ist es doch viel mehr die Seele eines Egoisten, dem immer nur sein eigenes Wohl am Herzen lag, und der lediglich mit einer so enormen Intelligenz gesegnet war, um schon als Kleinkind zu erkennen, dass es das Wissen alleine ist, das Dich dorthin bringt, wo Du hin möchtest?

Nämlich in die Welt der Reichen und Mächtigen, die nichts und niemanden brauchen, aber auch für nichts und niemanden da sein müssen, weil es genau das wäre, was sie am allerwenigsten haben möchten. Sie wollen keine Verantwortung übernehmen und schon gar nicht gebraucht werden. Denn nichts macht ihnen mehr Angst, als sich selbst geben zu müssen …………..

TAGEBUCH – 23. MÄRZ 2019

Es ist 14h und draussen scheint die Sonne mit 23°, deshalb kann ich zum ersten Mal in diesem Jahr die Terrassentüre offen haben, ohne zu frieren.

Vor einer Stunde war auch das erste Rasenmähen fällig gewesen, und mit Entsetzen musste ich feststellen, dass mehr gelbverbranntes Gras vom Pipi meiner Hunde übrig ist, als grünes.  Seufz …. also muss wieder fleissig ausgebessert werden mit der Turbonachsaat.

Doch Schluss jetzt mit dem Smalltalk, denn dieser verbittert meine Seele noch viel mehr.  Denn das Geheimnis, wie man die gähnende Leere, die sich über Nacht noch weiter ausgedehnt hatte, zum Strahlen bringt,  hat sich mir leider noch nicht eröffnet.

Also werde ich wohl geduldig weiter warten müssen, ob mir die Lehre der Kabbalah oder die des Yoga huld ist, um mir ihre Pforten aufschliesst.

Bis dahin will ich mich an dem Wissen festhalten, dass es ganz ganz sicher sehr sehr viele Menschen gibt in dieser Welt, denen es noch viel viel schlechter geht. Und ich deshalb am heutigen Schabbat Gott danken möchte, für all das Gute, das er für mich getan.

Baruch ata, Adonai, Elohenu, Melech ha Olam.

WIE OFT SCHON ?

Wie oft schon, frage ich mich heute, war ich schon in der selben Situation wie heute, dass  kein Licht mehr zu sehen ist in der virtuellen Beziehung, die vor 6 Jahren begann.

Einer Beziehung in der von der einzigen und wahren grossen Liebe gesprochen wurde, und dem gemeinsamen Traum und Wunsch, diese zu einer realen zu machen.

War es bereits fünfmal oder schon zehnmal, dass wir uns schriftlich im Blog,  und/oder verbal über Skype,  die schlimmsten Vorwürfe machten, wer wohl die meiste Schuld daran hat, dass es uns bislang noch nicht gelungen ist, einen für beide gangbaren Weg zu finden.

Heute frage ich mich, ob wir denn das jemals beide wirklich wollten? Ob es für uns beide nicht viel unbeschwerter und unkomplizierter war, uns mit den Träumen davon zu begnügen?

Doch wir beide nicht den Mut hatten das zuzugeben – vorallem was mich anbelangt. Ich bin seit Jahrzehnten mit einem Mann verheiratet, der schon sehr bald nur noch die Herzlichkeit einer Tiefkühltruhe und die Agilität einer Schlaftablette hatte. Doch er ist seit 20 Jahren in Pension,  anspruchslos und verträglich, und es genügt ihm vollauf, seinen Tag mit Bücher, Zeitungen und Fernsehen zu verbringen, und lässt mir mein Leben leben, so wie es mir gefällt.

Ob es mir allerdings so gefällt, danach fragt er nicht. Doch danach hatte auch meine virtuelle Liebe, nennen wir ihn Hans, niemals gefragt. Denn im Grunde genommen, sind die beiden sich sehr ähnlich.  Auch Hans steht kurz vor der Rente, aber seit etwa 8 Jahren wegen eines Burnouts erwerbsunfähig, und auch er will im Grunde nichts anderes, als einfach nur in Ruhe gelassen werden.

Ein geruhsamer Tagesablauf, wo nur das Allernötigste gemacht wird, denn zu mehr würde es schon ein bisschen Anstrengung bedürfen, zu der er sich eher selten aufraffen kann.

Im Klartext eigentlich ein Leben, in das eine Frau mit noch ein bisschen Leben in den Knochen nicht wirklich hinein passen würde, ohne die eh schon schwer bedienten Nerven noch mehr zu strapazieren.

Also bleiben ein paar kurze Mitteilungen am Tag,  und hin und wieder ein Skypegespräch mit Smalltalk übrig, und das Ganze bekam den Namen „Du bist die grosse Liebe meines Lebens“ , und dass man aus tiefstem Herzen innigst geliebt wird.

Überlegungen, wie er noch ein paar Jahre beruflich Fuss fassen könnte, wurden vor Jahren schon einfach abgeschmettert und mit Zweifel und Ängsten zubetoniert.  Genauso wie der Vorschlag, dass wir uns ein warmes Plätzchen suchen wie z.B. in Costa Rica zu leben, wo wir mit einiger finanzieller Sorgfalt ganz sicher noch viele Jahren eine schöne Gemeinsamkeit hätten.

Und jetzt sitze ich hier und gebe mir die Schuld daran, weil ich mich mit Hans genauso einsam und verlassen fühle, wie in dem Leben mit meinem Mann, und deshalb keinen Sinn mehr darin sehe, diese Beziehung noch fortführen zu wollen.

Ich war es ihm nicht wert mit damals 56 Jahren noch ein paar Jahre weiter zu arbeiten, um mir die Chance zu geben, meinen Mann verlassen zu können um bei ihm leben zu können.

Und jetzt bin ich es ihm nicht wert, sich mit mir in einem anderen Land umzusehen, wo wir gemeinsam weit günstiger leben könnten, als in Deutschland, wo das Amt von dem er Hartz IV bezieht, „angeblich“ grosse Schwierigkeiten machen würde, wenn ich bei ihm einzöge.

Ich schreibe deshalb „angeblich“ weil er es ja noch nicht einmal schaffte korrekte Informationen einzuholen, nach denen man sich orientieren könnte, was ja wohl den Verdacht erwecken lässt, dass er gar kein wirkliches Interesse hat. Oder könnte man das auch anders sehen? Ich weiss es nicht ?

Ich weiss nur, dass ich nur noch gähnende Leere fühle in meinem Herzen, und es mir einfach nicht mehr gelingen mag, hier noch an die „so grosse Liebe“ zu glauben.

Vorallem aber, wenn da nur nicht dieses so massive Schuldgefühl wäre, dass alles meine Schuld ist!  Dass ich nicht liebenswert genug war?  Dass ich kein Recht habe glücklich zu sein? Dass ich egoistisch und gemein bin?

Quälende Fragen und seelische Konflikte, die mir das Leben zur Hölle machen.

TAGEBUCH – 20. MÄRZ 2019

Heute Nacht um etwa 02.00 h morgens ist Vollmond, und ein paar Tage vorher kann ich ein deutliches Unwohlsein in mir spüren.  Nicht nur, dass sich Schmerzen enorm verstärken, so leide ich ebenso an Schlaflosigkeit im Sinne von starker innerer Unruhe, was wieder in Aggressionen enden kann. Mit einem Wort, die so ziemlich schlimmste Zeit in jedem Monat für mich.

Ebenfalls ist es der erste Vollmond für mich nach Absetzen der Psychopharmaka, und ich bin dankbar, dass ich deshalb besonders darauf vorbereitet war d.h. ich habe diese physischen Veränderung ganz bewusst zur Kenntnis genommen, ohne darüber zu erschrecken, wenn ich merkte, dass die kalte Wut in mir hochkroch, wenn nicht alles gleich so funktionierte, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Ich musste heute ins nahegelegene Einkaufscenter, um ein paar Zahlscheine bei der Post aufzugeben – aber nur deshalb, weil vor einigen Wochen meine Creditcard gehackt wurde, und ich mich deshalb nicht mehr traue, weiter mit einer Creditcard online zu bezahlen.

Noch vor einigen Wochen hätte ich mich nicht einfach damit abfinden können, dass mir diese so dermassen einfache Art der Bezahlung weggenommen wurde.  Doch indem ich, wegen des Absetzen der Psychopharmaka, auf mentale Schwierigkeiten vorbereitet war, gelang es mir, auch diese Änderung einfach nur zu akzeptieren.

Ja ich freute mich sogar darüber zu erfahren, dass z.B. die Shopapotheke, bei der man um bis zu 50% billiger einkaufen kann, die Möglichkeit einer Online Rechnungsübernahme eingerichtet hat, die „Billpay“ heisst.  Ich kann also über Billpay meine REchung online bezahlen lassen, und die schicken mir dann online eine Rechnung mit ihren IBAN und BIC-Angaben, die ich über meine Bank oder über die Post begleichen kann – völlig kostenlos für mich.

Bislang war ich der Meinung, dass ich unbedingt eine Creditcard „brauche“ – nö, keine Rede davon.  Alles nur gedankliche Irrtümer, hervorgerufen durch Werbeinformationen, die man nicht nachprüft.