ES SPIELT SICH ALLES IM KOPF AB?

Mit einem Wort – Gott und die Welt sieht so aus, wie man denkt, dass sie aussieht? Und nachdem dieses Denken über all die Jahre hinweg einen Raster bildet, der irgendwann nur noch in Endlosschleife abläuft, wird der Mensch nur noch äusserst selten bis gar nicht damit konfrontiert, diesen Raster mal auf fehlerhafte Einstellungen zu kontrollieren um diese zu löschen, und neue Programme zu installieren.

Heute ist der 22. Tag ohne Psychopharmaka und ich werde mit Gedanken und Einstellungen konfrontiert, die primär meine Gedanken und damit meinen Umgang mit anderen Menschen betrifft.

Ich spüre ganz deutlich wie sich alles in mir verkrampft, wenn ich mit anderen Menschen zusammen treffe.  Nicht nur, dass ich es als ausgesprochen unangenehm empfinde, mich auf einen Smalltalk einzulassen mit Menschen, die ich kenne, ertappe ich mich immer wieder dabei, mit einer grossen innerlichen Ablehnung konfrontiert zu werden, wenn ich z.B.  auf meinen Spaziergängen mit den Hunden fremden Menschen begegne. Also Menschen die nicht hier wohnen, und die ich demnach vermutlich als eine Art Eindringlinge betrachte …. hmm, schwer zu beschreiben, weil es sich ja um reine Gefühle handelt, die ich hier versuche zu beschreiben.

Doch diese Gefühle sind sehr wohl gepaart mit körperlichen Sensationen wie Verspannungen bis hin zu Verkrampfungen und  Kopfschmerzen, was mir andererseits so ziemlich jede Freude an meinem Leben nimmt.

Ein Gespräch mit meinem Freund ergab die Einsicht, dass ich versuchen muss, alle negativen Gedanken wenigstens mal zu neutralisieren, um sie in der Folge sogar ins Positive umzustellen, was logischerweise dann auch eine freudvolle Stimmung, und angenehme körperliche Reaktionen auslösen müsste.

Letzte Nacht allerdings kam mir ein anderer Gedanke. Nämlich ob es nicht auch möglich sein müsste, das Pferd von hinten aufzuzäumen – sprich: sich einfach nur auf die körperlichen Schmerzen zu konzentrieren.

Denn ich spüre ja ganz deutlich, wie sich alles in meiner Brust zusammenzieht, wenn ich sehe, wie mein Nachbar aus dem Wagen steigt, und mir zuwinkt.  Ich also „gezwungen“ werde stehen zu bleiben, um mit ihm einen Smalltalk zu starten.

Dass ich mich jetzt also, anstatt zu sagen: „Ach wie schön,  dass ich so einen freundlichen Nachbarn habe, und wie sehr es mir sicher Freude machen wird, jetzt ein paar nette Worte mit ihm zu tauschen“, ausschliesslich auf diesen schmerzhaften Punkt in der Brust konzentriere, um versuchen zu entspannen?

Denn irgendwo habe ich mal gelesen, dass alleine die Aufmerksamkeit auf eine schmerzende Körperfläche diesen Schmerz lindert …..will gleich mal googeln, was ich dazu alles finden kann!

Denn es kommt mir vor, dass es weit einfacher sein müsste die Kontrolle über körperliche Sensationen zu gewinnen, als einen neuen Film ins Kopfkino zu bringen.

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