KONTROLLE DES DENKENS

Von einem Rabbiner hörte ich, dass ein Tzaddik (ein Gerechter) einer ist, der mit allen weltlichen Bedürfnissen abgeschlossen hat in dem Sinne, dass er sich jeglicher Wünsche, die nur seine Begierden befriedigen würden, enthält.

Dieser Rabbi drückte es so aus, dass ein Tzaddik die Materielle Welt nicht mehr betritt, und deshalb seine Beine den Boden dieser Welt kaum noch berühren.

Als ich das las, stellte sich mir die Frage, wie berührt man denn den Boden dieser Welt bzw wie schafft man es, diesen nicht mehr zu berühren?

Und da kam mir die Erkenntnis, dass wir Menschen nicht den Boden dieser Welt (also der materiellen Welt im Gegensatz zur spirituellen Welt) berühren, indem wir geboren werden, sondern in dem Augenblick, wo wir unseren eigenen bewussten Gedanken kreieren.

In „dieser Welt“ (im Gegensatz zur „spirituellen Welt“) zu leben heisst, sich GEDANKLICH mit all dem zu befassen, was diese Welt an Anreiz zu bieten hat wie Reichtum, Macht und Wissen.

Und „diese Welt“ zu verlassen ist ausschliesslich nur dann möglich, wenn man seine GEDANKEN von all diesem abzieht.

Die GEDANKEN alleine sind es, die die Richtung vorgeben, und die über unser Leben entscheiden.

Die Entscheidung,  ob wir uns bis zu unserem Tode mit Ehrgeiz, Gier und Hass befassen,  oder in die spirituelle Welt wechseln, wo Bescheidenheit, Vergebung und Innerer Friede die Hauptrolle spielen, liegt ausschliesslich bei unserem DENKEN.

Wir alleine entscheiden wie wir DENKEN!

Und die Kontrolle des DENKENS ist der Schlüssel zu dieser FREIHEIT.

TAGEBUCH – 19. MÄRZ 2019

Gestern war ich nach langem wieder einmal im Möbelhaus Leiner, der sich von den vielen anderen wie Lutz, Kika, Ikea etc. dadurch unterscheidet, dass er keine Ware Marke Billigsdorfer anbietet, sondern eben reine Spitzenqualität.

Dass ich dorthin ging lag allerdings nicht daran, weil ich sündteure Spitzenqualität kaufen wollte, sondern weil es das am nächsten gelegene ist, und ich meinte, dass die sicher auch eine Geschirrabteilung haben werden…..hatten sie.

Doch als ich mich dann auch näher mit der Bettwäscheabteilung befasste, konnte ich die Preise dafür zuerst einmal gar nicht glauben, denn die lagen zwischen € 100 und 250.- pro Bett.

Und ich erinnerte mich daran, dass ich für das letzte Bettzeug € 19.90 bezahlte – allerdings beim Hofer im Sonderangebot!

Neugierig geworden, wie die denn diese Preise rechtfertigen,  nahm ich zur Kenntnis, dass es verschiedene Marken waren wie z.B. Fleuresse, die mir aus den 90ern bekannt war, wo ich einmal im Anfall eines Grössenwahns Seiden-Bettwäsche mit Rüschen um 1.600.- Schillinge ( ca € 120)  kaufte – für 2 Betten!

Erinnerte mich aber auch wie sehr ich mich über deren Anblick gefreut hatte, und es richtig genoss mich in dermassen schöne Bettwäsche einkuscheln zu dürfen.

Ein solches Gefühl hatte ich seither niemals mehr gehabt …. hmm, wie denn auch?  Mit Baumwollbettzeug um € 19.90, das nach der ersten Nacht bereits total verdrückt aussieht?

Wie sehr werde ich mich wohl freuen, frage ich mich bereits jetzt, wenn ich nächste Woche dann die gestern gekaufte Seiden-Bettwäsche in meinen Lieblingsfarben rosa und gelb, mit wunderschön gedruckten Rosen um € 99.90 (zu mehr konnte ich mich beim besten Willen nicht überwinden 😆 ) überziehen darf?

Doch die Erkenntnis, wie wichtig es doch ist, sich selbst immer wieder mal eine Freude zu machen, ist wohl noch mehr wert 😀

TAGEBUCH – 17. MÄRZ 2019

Aus den versprochenen 20° für den Osten Österreichs wurden sogar 23°, und es ging insgesamt dreimal auf die Wiese mit den Hunden, weil es vermutlich morgen nur noch 8° hat mit Dauerregen.

Trotzdem war es kein leichter und unbeschwerter Tag für mich, denn letzte Nacht konnte ich bereits den nahenden Vollmond (21.3.) spüren, der mich durch aggressive Gedanken und Schlaflosigkeit wachhielt. Aggressiv in dem Sinne, dass zu diesen Zeiten immer meine Unzufriedenheit mit Gott und der Welt auflebt.

Als gläubiger Mensch habe ich, wie viele andere auch, die Vorstellung, dass Gott nicht die geringsten Probleme damit hätte, wenigstens das schlimmste Leid auf dieser Welt zu verhindern. Damit meine ich, dass jede einzelne Kreatur, die er geschaffen, das Recht hätte auf ausreichend Nahrung und Schutz vor Hitze bzw. Kälte.

Doch wenn das nicht gegeben ist, und Babys in den Armen ihrer Mutter Hungers sterben, und das selbe mit den Tieren geschieht, weil die Menschen selbst nicht genug zu essen haben,  und sich nicht um sie kümmern können, dann stimmt meiner Meinung nach hier etwas nicht.

An solchen Tagen hilft dann keine demütige Einstellung die sagt, dass Gottes Pläne perfekt sind, nur leider mein kleiner Verstand nicht ausreicht, um sie zu erkennen.

An solchen Tagen schaue ich nachts bei offenem Fenster und Tränen im Gesicht zum Himmel hinauf, und klage Gott an, wie er denn solches Leid zu rechtfertigen hätte?  Und ich frage ihn wehen Herzens, ob es ihm denn so egal ist, dass seine Geschöpfe so viel Schmerzen und Pein zu erleiden hätten?

Natürlich kann man hier argumentieren, dass es nicht Gott ist, sondern die Menschen, die nur ihre eigenen Bedürfnissen kennen, und nicht im Traum daran denken, etwas von ihrem Überfluss abzugeben, um dass es letztlich allen gut geht.

Doch ich denke, dass ist eine Milchmädchenrechnung. Denn bald ist es ein Jahr, dass ich mich mit der Lehre der Kabbalah und dem Sinn des Lebens beschäftige, indem uns beigebracht wird, den Egoismus in Altruismus zu verwandeln. Und dass alle Lehrer zugeben müssen, dass Altruismus eine Sache von Augenblicken ist, und der Mensch nicht imstande ist, ihn auf Dauer zu praktizieren.

Und es hat lange gedauert, bis ich die Aussage anerkennen musste, dass der Mensch nichts weiter ist als ein Tier mit der Gabe des rationalen Denkens. Ja seine Gier die der Geschöpfe, die wir landläufig Tiere nennen, sogar bei weitem übersteigt.

Die Tiere in der Wildnis essen solange bis sie satt sind, und den Rest lassen sie für die anderen übrig. Das macht der Mensch nur, wenn er dazu gezwungen wird – aus welchen Gründen auch immer. Sein Bestreben ist es, alles was übrig bleibt in Sicherheit zu bringen, um es bei Bedarf wieder „für sich selbst“ verwenden zu können.

Doch – und das muss ich wohl ebenfalls zur Kenntnis nehmen – doch Gott war es, der den Menschen so geschaffen hat, wie er ist.

Und somit bin ich wieder beim Thema  und der Frage: „Lieber Gott, was hast Du Dir nur dabei gedacht, eine solche Kreatur namens Mensch zu schaffen? Du wusstest doch wohin das führt! Nämlich dass ein Teil von ihnen dick und fett werden, und dafür der andere Teil verhungern wird“.

Und jetzt bleibt mir wohl nichts anderes übrig als abzuwarten, bis diese Tage bis Vollmond vorüber sind, damit sich mein Gehirn wieder beruhigt, und ich wieder Frieden finden kann in dem Vertrauen, dass Gottes Pläne perfekt sind, doch ich nur ein armes dummes Würstel bin, das eben nicht imstande ist über den eigenen Tellerrand hinaus zu sehen.

TAGEBUCH – 16. MÄRZ 2019

Nachdem es mit Orkanböen die ganze Nacht durchgeregnet hat, musste man schon zufrieden sein, wenn sich tagsüber der Sturm und Regen gelegt hatte, und man bei 9° nur noch die Feuchtigkeit in der Luft erahnen konnte.

Entsprechend kurz fielen auch die Spaziergänge mit meinen Hunden aus, und ich widmete mich der Unmengen an Schmutzwäsche. In diesem Zusammenhang legte ich auch einen schwarz/weiss gestreiften Pulli in eine Lauge mit DanClor, denn beim letzten Waschen waren deutlich schwarze Flecken in den weissen Streifen zu sehen. Doch siehe da, als ich ihn nach zwei Stunden aus der Lauge nahm, waren zwar alle schwarze Flecken beseitigt, jedoch die schwarzen Streifen hatten sich insgesamt in dunkelrote verwandelt  – aber sieht gar nicht schlecht aus 😆

Was meine letzte Nacht betraf, so entschieden sich meine Träume diesesmal für abstrakte Darstellungen mit surrealistischen Tendenzen wie z.B. einem Waldspaziergang mit Spiegeln an den Bäumen, wo ich eine weisse Hose anprobierte, die ich neu erstanden hatte (ich denke ein paar Bäume vorher)  😆 um dankbar festzustellen, wieder die magere Figur zu haben, mit der ich mich Jahrzehnte durchs Leben hungerte.

Und wie sehr freute ich mich, als plötzlich alle Bäume sich in junge Menschen verwandelten, die in Badekleidung herum liefen, jedoch alsbald von Männern in Uniform weggescheucht wurden, sodass nur ich mich alleine auf weiter Flur befand, und nicht die geringste Ahnung hatte, wohin ich denn eigentlich gehörte.

Doch länger als 2 Stunden am Stück war es mir nicht vergönnt zu schlafen, denn dieses unheimliche Heulen des Sturmes in der Nacht liess mich immer wieder aufschrecken.

Gegen 16h fiel mir ein, dass ich 8 Stück 25%-Rabattmarken für den Merkur (Aldi) hatte, die heute abliefen, und das weckte den Sparefroh in mir. Also fuhr ich ins Dorf hinunter, und freute mich über mageres Fleisch für Schweinebraten,  frischen Heringsalat und Kümmellikör, was mir alles zusammen gute € 15.- Ersparnis brachte.

Beim Wegfahren hatte ich, wie aus heiterem Himmel,  auf einmal das Bild vor mir, wie dieser Einkaufsmarkt in den 90ern ausgesehen hat.  Ein wirklich bemerkenswerter Zustand, wenn man zwei verschiedene Bilder gleichzeitig vor sich sieht – den Ist-Zustand und die Vergangenheit.

Langsam gewöhne ich mich ja an diese mentalen Ereignisse d.h. ich erschrecke nicht mehr. Doch einfach ist es nicht zu bewältigen, wenn man in 2019 zum Einkaufen fährt und sich am Nachhauseweg in 1990 befindet.

Doch was ist schon einfach?

WOHLTUENDE WORTE

Auf Facebook fand ich heute unter „Josienvdberg’s Page“ einen Blog, der mit folgenden Worten begann:

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Whatever is beautiful, meaningful, whatever brings you happiness, seek that: Beautiful images of Fantasy, Nature, Blooming Flowers. In a confusing and stressful world we must cherish the simple but glorious pleasures of life.

Never be ashamed of the things your like and bring you peace of mind. Your experience of your own reality is true and valid. No matter what anyone else says.

We can heal with Loving-kindness, Compassion, Patience and Understanding. Be inspired by whatever you find in the beautiful things that surround us, in nature, in inspirational books, in the beauty of art, in good food.

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Und ich fand, dass mir diese Autorin voll aus dem Herzen sprach.

TAGEBUCH – 15. MÄRZ 2019

Heute ist der 12. Tag ohne Psychopharmaka und ich muss sagen, dass meine Nächte aufregender sind als meine Tage, was besonders die Träume der heutigen Nacht betrifft.

Ich konnte sofort zu Anbeginn feststellen, dass alle meine Träume, seitdem ich die Medikamente nach 20 Jahren abgesetzt hatte, ausschliesslich die Zeit „davor“ betreffen.

Man sagt doch, dass man in den Träumen die täglichen Erlebnisse aufarbeitet. Doch bei mir sind es eindeutig die Erlebnisse, die ich hatte, bevor man mich mit Antidepressiva vollgestopft hatte…..quasi ein „Traumriss“.

Heute Nacht wurde ich dermassen intensiv in die 80iger und 90iger zurück gerotzt, dass ich mehrmals zittrig und schweissgebadet aufwachte, um das Fenster aufzureissen und vom Bett in meinen Schlaffauteuil zu flüchten.

Zuerst versuchte ich das Geträumte (graue Szenen von Alleingelassenwerden und dem Empfinden tiefster Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit) , zu analysieren, indem ich reale Zusammenhänge, von denen es ja mehr als genug aus meiner Kindheit und Jugend gibt, suchte. Doch damit verstärkte ich dieses nächtliche Traumata nur noch.

Also erinnerte ich mich an das Buch „Einkehr in die Heilende Stille“, von dessen Inhalt ich so begeistert war, und praktizierte alles, was Felix Riemkasten so gut darin beschreibt. Wie z.B. dass man „sich selbst vollkommen abgeben“ sollte, indem man sich ausschliesslich auf den Atem konzentriert. Und dass man es nicht selbst ist, der atmet, sondern dass man zur Kenntnis nehmen muss, dass man „geatmet wird“.  Und das einzige, was es dazu zu fühlen gibt ist der beständige Zustrom, der kommt und geht – und nichts sonst.

Und tatsächlich fand ich nach einer Viertelstunde wieder meine innere Ballance, die mir nach einiger Zeit ein Weiterschlafen ermöglichte.

Muss aber feststellen, dass die Erinnerungen an diese nächtlichen Träume immer noch voll da sind – mir also das Gefühl geben nicht in 2019 sondern Ende der 80iger zu leben, was mich ein bisschen erschreckt, wenn ich ehrlich bin.

Doch ich wusste ja, dass es nicht möglich sein wird, ohne Probleme in ein Leben ohne Psychopharmaka zu starten – also muss ich da wohl durch.

 

DIE LEIDEN DES EGOISMUS

Mein Freund und ich beschäftigen uns seit geraumer Zeit mit dem Thema des eigentlichen Sinn des Lebens unter der Lehre von Dr. Michael Laitman,  ein jüdischer Professor der Ontologie und Erkenntnistheorie, Doktor der Philosophie und Kabbala sowie ein Master of Science in biomedizinischer Kybernetik.

In dieser Lehre wird uns beigebracht, wie ein zufriedenes, glückliches und friedliches Leben möglich sei, wenn man erkennt, dass es der Egoismus ganz alleine ist, der uns davon fernhält.

Unter Egoismus ist ein Leben gemeint, wo alles Tun, Denken und Fühlen ausschliesslich auf die eigenen Bedürfnisse ausgerichtet ist, und alles und jeder, der diesem entgegen wirkt, augenblicklich abgelehnt und schnellstens aus unserem Bewusstsein elimiert wird.

Die Folge davon sind andauernde innere Verspannungen und Unwohlsein, gepaart mit ängstlichem und aggressivem Denken und Verhalten.

Heute erzählte mir mein Freund eine Geschichte. Er war beim Lidl einkaufen, und vor ihm stappelte eine ältere Frau an der Kassa Unmengen an eingekauften Sachen aufs Band. Jedoch nicht einfach so, sondern tatsächlich betrachtete sie vorher jedes einzelne Stück nochmals ausgiebigst in der Hand, bevor sie es hinlegte.

Im ersten Moment merkte mein Freund, wie Ungeduld und leichterÄrger  in ihm hochkroch, weil er sich sagte, dass sie doch vorher genug Zeit gehabt hätte, sich in Ruhe zu überlegen, was und wieviel sie einkauft. Was ganz offensichtlich auch der Kassier ähnlich empfunden haben muss, denn er klopft bereits ungeduldig mit der Hand vor sich auf den Tisch, was der Dame nicht unbemerkt geblieben war, denn sie wurde sichtbar nervöser und noch unsicherer.

Also besann mein Freund sich unserer Lehre, die empfiehlt jede Situation und jeden Menschen freundlich und mit Wohlwollen zu betrachten und zu behandeln, und er  sagte sich,  dass diese Dame vermutlich grosse Bedenken bekommen hatte, als sie bei der Kassa merkte, wieviel sie tatsächlich eingekauft hatte.

Ebenso vergass er darüber nachzudenken, dass er noch gerne nach Hause kommen würde, bevor es wieder zu regnen beginnt, und  änderte seinen verärgerten Gesichtsausdruck ganz bewusst in ein Lächeln.  Er merkte deutlich wie alle Anspannung von ihm abfiel und er sich trotz des langen Wartens begann wieder wohl zu fühlen.

Doch diese Veränderung betraf nicht nur ihn, denn er konnte zur Kenntnis nehmen, dass der Kassier ebenfalls zu grinsen begann, als er das Lächeln im Gesicht meines Freundes sah.

Und mit einem Mal sah seine Welt, in der noch vor kurzem dunkle Wolken des Ärgers und Unwillens durchzogen, wieder hell und lebenswert aus.  Und die Erkenntnis, welche mentalen Mächte doch in uns Menschen stecken, die wir nach belieben einsetzen können.

Wir alleine entscheiden, welchen Weg wir gehen wollen. Den Weg der Bitterkeit mit Lieblosigkeit, Beschimpfungen und Aggressionen – oder den Weg voll Verständnis, Geduld und Mitgefühl.

PS: Einfach ists nicht – doch wert allemal.

 

 

TAGEBUCH – 13. MÄRZ 2019

Im Osten Österreichs haben wir nach einer warmen Woche leider wieder einen leichten Kälteeinbruch, der allerdings bereits am Wochenende verspricht wieder frühlingshafter zu werden.

Heute ist der 10. Tag ohne Psychopharmaka, und es vergeht keine Stunde, wo ich nicht merke wie ganz anders und freudvoller sich mein Leben jetzt anfühlt. Allzu deutlich konnte ich den Unterschied des Geruchs in der Luft wahrnehmen, als es frühmorgens nur 2° hatte mit tiefverhangenem Himmel, und die 12° zu Mittag mit Sonnenschein, als ich mit meinen Hunden zum Spielen auf die nahegelegene Wiese ging.

Doch leider ist nicht alles nur Eitel Sonnenschein, denn auch die vielen Erlebnisse aus meiner Vergangenheit haben wieder Einzug gehalten in mein Leben. Die schönen, mit ihren himmelhoch jauchzenden Erinnerungen, und die traurigen mit ihren Seelenqualen und augenblicklich ausbrechenden Tränen, sobald sie mir bewusst werden.

Mir ist klar, dass ich bei vielen alltäglichen Dingen, über die ich bislang nicht viel nachdachte, jetzt besonders achtgeben muss. Und das dominanteste, das mir bis jetzt aufgefallen ist, ist die Wahl der Filme und Serien.

Ich spüre plötzlich eine richtige Abneigung mir Filme anzusehen, in denen es zu einem satten Teil um Gewalt und Verbrechen geht – mit einem Wort fast alle Krimiserien, von denen ich mich bislang oft stundenlang berieseln liess.

Im Moment ist es mir beinahe unbegreiflich, wie es mir Freude gemacht hat mir z.B. diese typischen Bruce Willis-Filme anzusehen. 5/4 Stunden sieht man nur Morde, Vergewaltigungen, Schmerzensschreie und Ungerechtigkeiten, um dann erleben zu dürfen, wie der Held des Films innerhalb weniger Minuten alle seine Feinde niedermetzelt, und damit alles Leid vergeben und vergessen ist, so als ob es nie passiert war.

Heute frage ich mich, wie denn die Seele eines Menschen Freude und Frieden finden kann, wenn einem virtuell unentwegt vorgegaukelt wird, dass diese Welt ausschliesslich vom Bösen dirigiert wird., und nur die fiesesten Schweine im Leben das Sagen haben.

Mit dieser Erkenntnis musste ich nun die Konsequenzen ziehen, und mich mal nach Filmen umsehen, die positiv und herzerwärmend sind. Und siehe da – ich habe auf Anhieb etwas gefunden. You Tube hat alle 110 Folgen von „Ein Engel auf Erden“ im Angebot. Und heute sind schon die ersten Tränen der Rührung geflossen, weil alles so ein wundervolles Happy End gefunden hat.

Und mit diesen schönen virtuellen Erlebnissen will ich den heutigen Tag abschliessen, und bin schon neugierig, was morgen alles Neues dazukommen wird.

 

ANSPRUCH AUF GLÜCK?

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Da ist keiner unter Euch der sagen könnte er habe Anspruch auf das Glück!

Sucht es Euch!

Aber nicht an den Schnellstrassen des Ruhmes oder in den goldenen Gärten des Reichtums.

An den stillen Wegen der Hoffnung, der Zuversicht und der Liebe – dort sucht nach dem Glück.

Dort wandelt vielleicht ein Engel auf Erden, der Euch bei der Suche hilft?
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Zitat aus: Ein Engel auf Erden