GEDANKENSPLITTER ZU PSALM 4

Ein Abendgebet
2 Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!
3 Ihr Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern!
4 Erkennet doch, dass der HERR seine Heiligen wunderbar führt; der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.
5 Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille.
6 Opfert, was recht ist, und hoffet auf den HERRN.
7 Viele sagen: »Wer wird uns Gutes sehen lassen?« HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!
8 Du erfreust mein Herz mehr als zur Zeit, da es Korn und Wein gibt in Fülle.
9 Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, HERR, hilfst mir, dass ich sicher wohne.
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Hier spricht mich die Aussage besonders an, dass Gott „seine Heiligen wunderbar führt“.
Im Alten Testament waren es die Propheten, durch die Gott sprach. Sowie Samuel sowohl Saul, als auch David als einen „Gesalbten“ ernannte, von dem ich annehme, dass dieser Ausdruck gleichgestellt ist mit „Heiliger“ – also ein von Gott „Ausgesuchter“.
Ich glaube daran, dass es Menschen gab, durch die Gott seinen Willen kundtut. Doch besser sollte ich sagen „kundtat“.
Denn seit Jesus Christus gab es keinen dieser Propheten mehr.
Das Neue Testament sagt, dass der Glaube an Jesus Christus alleine genügt, um dass ein Mensch als „Heiliger“ angesehen wird. Wobei das Wort „heilig“ soviel heissen soll, wie „ausgesondert“ oder „separiert“ sein. Also ausgesondert von den Nichtgläubigen, um Gottes Willen zu erfüllen?
Heisst das jetzt also, dass es voll und ganz genügt, dass ein Mensch glaubt, dass Jesus Christus, als Sohn Gottes der Messias war, und dass alles, was so einem Menschen jetzt in den Sinn kommt, verlässlich der Wille Gottes ist?

Seufz – warum tue ich mir so schwer, das zu glauben?