GEDANKENSPLITTER – EINANDER BRAUCHEN

Vor ein paar Tagen traf ich eine Frau, die ich aus der Baptistengemeinde kannte, und von der ich wusste, dass ihr Mann sie unentwegt betrog und auch sonst miserabelst behandelt hatte, doch sie ertrug alles, weil eine Scheidung für sie das schlimmste ever gewesen wäre.

Nachdem wir uns also gut 10 Jahre lang nicht mehr gesehen hatten, fragte ich sie nach ihrem Mann, und hörte zu meinem Erstaunen, wie glücklich sie beide sind.

„Wie das?“ fragte ich, und sie erzählte mir, dass er vor drei Jahren einen Schlaganfall hatte, und seither etwas gehbehindert ist, und auch einen Arm nur noch bedingt bewegen kann.
Mit einem Wort – jetzt BRAUCHT er sie.

Und als ich mir das dachte, fügte sie auch sofort hinzu: „Wir brauchen uns jetzt gegenseitig, und haben seither eine wunderbare Gemeinsamkeit“.

Da wurde mir klar, wieso in der heutigen Zeit die Scheidungen gang und gäbe sind – denn wir BRAUCHEN einander nicht mehr „wirklich“.
Es genügt vollauf wenn zwei Menschen Spass haben zusammen, dass sie heiraten – quasi zum Spass.
Doch nach ein paar Jahren wirds nach und nach langweilig, die Auswahl an anderen Partnern ist Dank Internet und sonstigen Unterhaltungsmöglichkeiten gross, und das wars dann gewesen.

Man BRAUCHT einander nicht, oder nicht mehr, denn selbst Arbeitslosigkeit ist heute kein Grund mehr zum Zusammenhalten – es gibt ja genug Sozialwohnungen und Hartz IV.

Was mich daher aber wundert ist, dass man die Heiratsmöglichkeit noch nicht abgeschafft hat? Die ist doch dann eigentlich völlig fürn Hugo – oder nicht?

Der persönliche Haufen Schei …

UND WIEDER HAT SULTANINE ES GESCHAFFT DIE WAHRHEIT IN WORTE ZU FASSEN, DIE UNGLAUBLICHEN MUT MACHT, DER SCHEISSE DES LEBENS INS AUGE ZU BLICKEN

EinzigHEARTig unARTig

Hast du den Eindruck, dass du stets immer am Rand gestanden hast, nie wirklich mitspielen durftest? Dass du zwar Freunde hattest aber nie sehr lange, dass du dich sehr unverstanden gefühlt hast oft und nicht wirklich so wie alle anderen warst? Du warst viel mehr für dich allein als in Gemeinschaft, irgendwie immer abseitig anderswo unterwegs als der Rest? Wenn jemand mit dir spielen oder befreundet sein wollte bist du angelaufen wie ein kleines süßes Hundebaby und ganz treu an der Seite desjenigen geblieben bis du dann hart enttäuscht wurdest? Du warst oft einsam, sehr sogar, so dass dich dieses Gefühl dein ganzes Leben nicht losgelassen hat und immer warst du nur nach einem auf der Suche: Kontakt, Zuwendung und Freundschaft? Du hast alles versucht ein guter Mensch zu sein und dir ist stets viel Mist passiert, Ungerechtigkeiten und Schicksalsschläge? Krankheiten oder Verluste ohne Ende? Ja. Das kenne ich. Das…

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MORNING HAS BROKEN

Für mich hatte dieser Song eine enorme Bedeutung, als ich 1982 mit meinen Eltern Urlaub in Bibione, ein verträumtes Städtchen in Italien machte.
Ich war 29, zum zweiten Mal verheiratet, doch immer noch auf der Suche nach dem „Richtigen“.
Und da stand „ER“ am Strand bei Sonnenuntergang – eine Bodybuildingfigur, Blond und Blauäugig, und seine Frau mit der einjährigen Tochter zu Hause in Linz.
Er hatte seine Eltern, die mit seinem viel jüngeren Bruder nach Bibione fuhren, auch einfach nur begleitet, so wie ich meine Eltern.

Wir hatten eine Woche voll Lachen, Träumen und Unbeschwertheit, die er vermutlich genauso wie ich niemals vergessen wird – auch nicht in weiteren 40 Jahren.

Und dieser Song begleitete uns die ganze Woche lang, denn wir sangen ihn beim Strandspaziergang, bei Radausflügen und als wir durch die mitternächtlichen Strassen von Venedig liefen.

Was wohl aus ihm geworden ist???

GEDANKENSPLITTER – DEPRESSIONEN

Genau so, wie schon viele Male vorher, ist es wieder der Fall, dass mich Depressionen heimsuchen, nachdem alle Probleme gelöst wurden, und davon gab es sehr viele im letzten Monat.
E-Herd kaputt und Unmengen Hindernisse an der Installation eines neuen.
Waschmaschine hatte Probleme beim Schleudern, die auf den Rat einer Freundin hin, die Trommel nicht mehr voll zu laden, ebenfalls gelöst wurden – wobei ich allerdings nicht verstehen kann, wieso die Maschine fast 2 Jahre lang auch bei voll beladener Trommel keine Probleme beim Schleudern hatte???
Ari hatte über eine Woche starken Durchfall, und ich wollte es unbedingt mit den Canikur-Tbl. probieren, die imstande sind, einen Virus zu binden und auszuscheiden, bevor ich wie sonst zum Tierarzt ging, der ihm dann Antibiotika gibt.
Die musste ich ihm alle 8 Stunden 3 Tage lang einflössen. Das sind Riesendinger zum Zerbröseln und mit Wasser angerührt, musste ich sie mit einem Löffel in den Hund hineinkriegen, was alles andere als einfach war.
Doch seit gut einer Woche ist sein Stuhl wieder normal – also Problem gelöst.
Ganz zu schweigen von der Maus, die sich weigerte unser Haus zu verlassen, und sich einen Unterschlupf in eine Styroporplatte nagte, die wir aus Schallgründen vor vielen Jahren an die Wand zum Nachbarhaus montierten.
Nachdem sie alle Lebendfallen ignorierte, mussten wir zum Äussersten greifen, nämlich zu einem Mausköder, den wir in einer geschützten Ecke auslegten, damit unsere Hunde nicht gefährdet waren.
Dieser Köder tat seine Wirkung, indem die Maus das Zeitliche segnete, nachdem sie es gefressen hatte, doch ich selbst war schier verzweifelt, dass dieses Tierchen sein Leben lassen musste, denn ich liebe Tiere über alles.

Nun, seit gestern Mittag wurde das letzte Problem mit dem E-Herd gelöst und seit heute Nacht ist sie wieder da, diese schwarze Wolke in meinem Kopf, die kein Licht mehr durchlässt.

Ich hatte sie allerdings schon erwartet, denn so läuft es seitdem ich denken kann.
Diesesmal allerdings habe ich mir vorgenommen, es als einen Teil meines Daseins, meines Bewusstseins zu akzeptieren – es NICHT weghaben zu wollen.
Ich werde mich an diesen Zustand einfach nur anpassen.
Ich werde mir keine Leistungen von mir erwarten, weder geistiger noch physischer Art, sondern mich nach Erledigung meiner Pflichten mit einem Buch hinsetzen und lesen.
Nichts weiter erwarten, sondern einfach nur eines der vielen Bücher, die mein Mann seit Jahrzehnten von allen Bestseller-Autoren gekauft hat, lesen.
Merke ich, dass ich keine Konzentration mehr habe, dann möchte ich diese geistige Inaktivität als eine Art Meditation zum Leermachen nutzen.

Denn bekanntlich ist das innere Leerwerden ja Voraussetzung dafür, um spirituelle Erkenntnisse empfangen zu können.

Wer sagt denn, dass diese Depressionen nicht Gott gewollt sind, um mir die Möglichkeit zu geben, neue spirituelle Erfahrungen zu sammeln?

Inch Allah …..

TAGEBUCH – 27. August 2019

Einen Monat hat es jetzt gedauert vom Kauf eines E-Herdes bis zum Fixanschluss, denn als die Leute vom Saturn mit dem Herd nach zwei Wochen kamen, stellte sich heraus, dass die Arbeitsplatte und die Holzblende im Weg sind, um den Herd heraus zu ziehen.
Und so mussten wir warten bis unser Tischler vom Urlaub zurück kam und uns einschieben konnte.
Doch heute fand endlich das grosse Ereignis statt, und alles ging gut über die Bühne – allerdings auch erst, nachdem wir von 8h bis fast 13h gewartet hatten, denn das was die Zeitspanne, und wir waren die letzten Kunden.

Und nachdem bei uns der Biocontainer nur Dienstags ausgeleert wird, mussten wir den Nachmittag damit verbringen, unsere Thujen zurück zu schneiden, bevor jemand anders den Container wieder vollfüllt.
Leider war ich vormittags so nervös wegen der Warterei, dass ich mir eine Arbeit suchen musste, und ich mich für eine neue Fensterlackierung bei einem Zimmer entschied, wo bereits Sprünge im alten Lack zu sehen waren.
Also zwei Doppelfenster von losem Lack befreien, den restlichen Lack aufrauhen, gut säubern und anschliessend einen Neuanstrich mit einem wasserlöslichen Lack.
Morgen kommt dann der Zweitanstrich, und ich denke, dass dann wieder ein paar Jahre alles passt.
Das Fenster im Esszimmer muss allerdings auch noch renoviert werden, doch nicht morgen.

Bis Sonntag soll es in Wien sehr heiss werden, also Temperaturen über 30° – heute waren es 29°, doch dann kommen herbstliche Tage, so sagt man, mit nur knapp über 20° und Regen.
Bis dahin denke ich, dass ich alle Fenster erledigt haben werde.
Muss allerdings schon zugeben, dass die Sache mit dem Herd sehr auf den Nerven gezerrt hat. Denn noch im Laufe dieses vormittags war ich mir nicht sicher, ob nicht doch der neue Herd vielleicht grösser ist, oder die Anschlusskabel ausgeleiert sind etc etc – der Phantasie sind ja keine Grenzen gesetzt, wenn man anfängt zu überlegen, was alles noch schief laufen könnte.

Ein Atemanhalten gab es allerdings doch noch, nachdem die Leute gegangen waren, denn ich musste feststellen, dass ich keine Internetverbindung hatte, und erinnerte mich, dass es beim Anschliessen einmal zu einem totalen Stromausfall kam, weil einer der Leute versehentlich mit dem Erdungskabel in Berührung kamen (so sagten sie).
Doch nach einigen Malen ein- und ausschalten wurde letztlich doch wieder eine Verbindung zum Router hergestellt, wo ich natürlich befürchtet hatte, dass irgendwo eine Sicherung durchgebrannt war.
Mit einem Wort, ein mehr als arbeitsreicher und enervierender Tag findet endlich seinen Abschluss.
Denn heute will ich nur noch ein leckeres Abendmahl geniessen, mir eine Serie von Derrick reinziehen, dann mein Buch „nichts als die Wahrheit von Buffa“ zu Ende lesen, und SCHLAAAAFEN !!!!

GEDANKENSPLITTER – HILFE

AUSSCHNITT AUS „YOU WANT IT DARKER“, den ich nicht aus dem Kopf bekomme.

Magnified, sanctified, be thy holy name
Vilified, crucified, in the human frame
A million candles burning for the help that never came.

Magnified, sanctified, be thy holy name
Vilified, crucified, in the human frame
A million candles burning for the love that never came.

….FOR THE LOVE AND THE HELP THAT NEVER CAME….???

SO SCHWER UMS HERZ

004 (5)
Mein Havaneserbub war im April 13 Jahre, und seit rund einem Jahr ist zu bemerken, dass die Kraft in seinen Beinchen immer weniger wird.

Einige Wochen schien er allerdings besonders gut drauf gewesen zu sein, denn er rannte die Stiegen im Haus wieder selbständig rauf und runter, wo er ansonsten immer darauf gewartet hatte, dass ich ihn trage.

Doch heute morgen passierte das scheinbar Unumgängliche – er verlor die Kontrolle und fiel die Holzstiegen hinunter, was ich nicht mehr verhindern konnte.

Mir kam es vor, als ob er mehrmals hart aufschlug, und ich rechnete damit, dass er am Ende der Stiege liegen bleiben würde.
Doch er blieb nur kurz verdutzt sitzen, schüttelte sich und ging weiter, als ob nichts passiert wäre.

Mein Verstand sagt mir: „na dann lach doch und freu Dich, dass nichts passiert ist!“

Doch mein Gemüt spielt da leider nicht mit.
Obwohl es jetzt schon drei Stunden her ist, und ich während des Spaziergangs deutlich sehen konnte, dass offensichtlich nichts passiert war, löst sich diese innere Lähmung nicht.

Habs auch schon Dieter erzählt, und auch er meinte, dass alles in Ordnung wäre, wenn er sich normal bewegt, und sonst keinerlei Symptome zeigt.

Und doch bin ich nicht imstande diesen Schrecken zu überwinden.
Möglicherweise ist es aber auch die mich überfallende Bewusstheit, dass seine Zeit langsam zu Ende geht, und ich mir so unglaublich schwer tue mit dieser Tatsache.

Da helfen keine weisen Erkenntnisse und gscheite philosophische Erklärungen, denn diese haben ganz offensichtlich nicht die Macht, den Schmerz im Herzen zum Verschwinden zu bringen, der sich unweigerlich einstellt, beim Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres.

Hatte gehofft, dass es leichter wird, wenn ich es auch hier reinschreibe, doch das genaue Gegenteil ist eingetreten. Ich fühle mich jetzt noch beschissener.

GEDANKENSPLITTER – DUALITÄT

1, Mose 3 – Genesis
Dann sprach Gott, der HERR: Siehe, der Mensch ist wie einer von uns geworden, dass er Gut und Böse erkennt. Aber jetzt soll er nicht seine Hand ausstrecken, um auch noch vom Baum des Lebens zu nehmen, davon zu essen und ewig zu leben.
————–

Mit dem Erkennen zwischen Gut und Böse kam es zur Dualität im Denken und im Fühlen des Menschen…..soferne ich alles richtig verstand.

Das hiesse dann doch, dass mit dem Baum des Lebens die Wiederaufhebung der Dualität gemeint wäre? Denn hätten Adam und Eva nicht vom Baum der Erkenntnis gegessen, dann hätten sie niemals eine Dualität erkannt, und hätten ewiges Leben im Paradies gehabt.

Hmmm….???

FAZIT:
Wenn der Mensch also erkannt hat, dass es nichts Gutes und nichts Böses gibt in allem Geschehen, sondern alles seine Richtigkeit hat, weil es seinen Ursprung in der universellen Schöpferquelle hat, dann hat er „sein Leben“ wieder zurück gewonnen, weil er sich fortan eines völlig angstfreien und von inneren Blockaden losgelösten Bewusstseins erfreuen darf. Und dieses befreite Bewusstsein, auch nach dem Tod des irdischen Leibes, in Ewigkeit frei bleiben wird.

A M E N

GEDANKENSPLITTER-BEWUSSTSEIN

Welche Welten liegen doch zwischen dem Begreifen einer Sache mit dem Verstand, und einer Erkenntnis aus dem reinen Bewusstsein heraus, wurde mir gestern während eines langen Waldspaziergangs mit den Hunden bewusst.

Eigentlich müsste man sagen, dass es sich hier sogar um das genaue Gegenteil handelt, denn um sich dem Bewusstsein gewahr zu werden, muss zuerst einmal der Denkapparat ruhig gestellt werden.

Ich scheine buchstäblich jahrzehntelang gebraucht zu haben, um diesen gravierenden Unterschied „bewusst“ zur Kenntnis zu nehmen. Denn ich erinnere mich an meinen besten Freund Bobi (Robert) aus jungen Jahren, ein alter jüdischer Gelehrter, der immer zu sagen pflegte: „hör doch endlich einmal auf zu denken!“
Und ich mir gedacht hatte, dass dann doch alles nur noch öde und langweilig wäre, wenn ich mir keine Gedanken mehr machen dürfte.

Im Augenblick holen mich wunderbare Erinnerungen an die Zeit mit diesem meinem Freund ein, als wir weit nach Mitternacht, irgendwann zwischen 1981 und 1987 durch die kleinen Gassen der Wiener City gingen, und er versuchte mir „das fühlende Hören“ beizubringen.

„Die alten Häuser um uns herum haben eine Geschichte“ sagte er, „und wenn Du aufhörst zu denken, dann kannst Du ihre Erzählungen, und die Kraft dahinter wahrnehmen“.

Und da standen wir einmal am Judenplatz, und er fragte mich voll Begeisterung „kannst Du es spüren?“ und ich nickte natürlich, weil ich ihm nicht sagen wollte, dass mir einfach nur kalt war, und ich endlich nach Hause in mein warmes Bett wollte.

Als Bobi mit 67 sein Taxiunternehmen verkaufte, und in Pension ging, zog er in den südlichsten Teil von Sizilien mit Namen Portopalo. Damals ein kleines Fischerdorf mit nur einem Hotel und nichts sonst.
Als ich ihn 1989 besuchte, hielt ich es grad mal drei Tage aus, bis mich dieses Nichts fortjagte, das für ihn der Grund war, dorthin zu ziehen.

Das einzig wirklich schöne an dieser Reise nach Sizilien war für mich der mehrtägige Aufenthalt auf der Rückreise in Venedig. Diese schillernde Welt, wo ein Verkaufsstand neben dem anderen war, und bunte Lichter die Gondeln und Restaurants zierten, und Strassenmusikanten den Markusplatz in eine Tanzveranstaltung verwandelten – das war mein Zuhause, das war „meine“ Welt.

Ich wundere mich immer noch, wo ein so wissender, man könnte fast sagen weiser Mann, die Geduld und vorallem das Interesse hernahm, sich mit so einem Grünspecht wie mir abzugeben?
War wohl ein Teil seiner Lebensaufgabe gewesen, denke ich mal. Denn bekanntlich geschieht ja nichts, ohne die Führung des Schöpfers und seiner endlosen und liebenden Quelle für alles Leben.

Was für ein unglaubliches Geschenk mir damals zuteil wurde, begriff ich aber erst, als es schon lange vorbei war. Als mich dieses Glück verliess, und verschwand wie ein Fremder in der Menge.