GEDANKENSPLITTER ÜBER GOTT UND DIE WELT

Gott ist Geist, so sagt man.
Die Welt versteht unter Geist den Verstand.
Die Welt selbst jedoch bedeutet Gefühl, denn sie ist der Ort wo wir Leben.
Und „Lebenwollen“ heisst bekanntlich „Spürenwollen“.
Jetzt wird man in diese Welt hineingerotzt, und man hat beides zur Verfügung.
Den Verstand und die Gefühle.
Und sehr bald merkt man, wie wenig der Verstand den Gefühlen entgegen zu setzen hat.
Wer lebt schon Selbstbeherrschung, wenn er jung ist?
Doch irgendwann ist man alt.
Die Gefühle sind ausgelebt und bekommen diesen bitteren Nachgeschmack,
dass nichts übrig geblieben war.
Illusionen, die sich in Luft auflösten.
Nichts Bleibendes, nichts Beständiges was Halt ergibt – AUSSER
die Erkenntnis, dass da irgendwas total schief gelaufen sein muss.
Denn es kann doch nicht sein, dass der Sinn des Lebens eines Menschen darin gelegen hat ,60 oder sogar 70 Jahre lang nur für „die Liebe“ gelebt zu haben?
Und doch kenne ich jemanden, bei dem genau das so gelaufen ist.
Und so frage ich mich jetzt: „hat dieser Mensch sein Leben vergeudet, also weggeworfen gehabt?
Oder bleibt ihm nur noch die Demut im Herzen zu glauben,
dass eben genau das sein von Gott gewolltes Leben war?
Und der Sinn darin lag, dass er es eben genauso lebte, wie er es tat?

Doch wie gesagt: Gedankensplitter – nichts weiter!

9 Antworten auf „GEDANKENSPLITTER ÜBER GOTT UND DIE WELT

  1. Liebe Doris, was würdest du denn als den Sinn deines Lebens nennen? Bei wem ist etwas schief gelaufen? Deine Gedanken klingen nach Enttäuschung und Leere. Um so wichtiger und bedeutender finde ich es darum, dass du gewagt hast, sie so aufzuschreiben. Freue mich auf deine Rückmeldung. Liebe Grüße, Volkmar

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    1. Lieber Volkmar,

      Natürlich spreche ich hier von meinem Leben – und dass da etwas „schief gelaufen“ sein muss, sagt mir mein Herz, das spürt, dass da nichts übrig geblieben ist von dem, was ich in meinem Leben das Wichtigste erachtet hatte – nämlich zu lieben und geliebt zu werden. Zwei Menschen, die Ja zueinander sagen, und deren Ziel es ist, den anderen glücklich zu machen.
      Glücklich zu machen in dem Sinne, dass jeder sein eigenes Leben zurück stellt, um quasi so zu sein, wie der andere ihn haben möchte.
      Das war in meinem Herzen „Liebe“. Nicht zu fragen, was wünsche ich mir, sondern zu fragen: „was wünscht Du Dir“.
      Wenn das BEIDE leben, dann ist das Resultat die Wärme und Geborgenheit, die für ein glückliches Miteinander nötig ist.
      Und wenn ich sage „glücklich“, dann meine ich damit ein Glück, dass die „normale Welt“ nicht kennt, sondern nur Gott kennt es. Denn so hatte ER es sich für die Menschen vorgestellt gehabt…..bis die Menschen meinten, ohne Gott besser leben zu können 😥
      Noch heute, mit 66 Jahren, habe ich einem Menschen diese Art mit mir zu leben angeboten …..doch er hat abgelehnt. Und ich weiss nicht, wie ich damit klar komme.
      Und so versuche ich mir mein Leid von der Seele zu schreiben – nichts weiter Volkmar ….nur Herzeleid, nichts weiter.

      Gefällt 2 Personen

  2. Liebe Doris, Verstehst du sein Nein auf dein Angebot als Ablehnung deiner Person? Weißt du, warum er dein Angebot abgelehnt hat? Vielleicht ist der Grund überhaupt nicht bei dir zu finden? Du hast dir das sehr gewünscht, dass er mit dir lebt und das in Liebe, oder? Dann würde ich vermuten, dass ihr euch schon länger kennt und ihr eine Art Freundschaft habt? Jetzt auch noch? Ich finde es wichtig, Klagen zu formulieren und auszudrücken. Ich würde mich gern mit dir zusammen setzen und zuhören, von deinem Leben erfahren. Du gibst dir ein sehr negatives Zeugnis. Ist das fair von dir? Ich hoffe und wünsche dir, dass du dich mit dem versöhnen kannst, was gewesen ist und Frieden findest auch mit den Ereignissen, die schmerzen und dunkel sind. Ich kann dich nicht glücklich machen, aber ich kann dir zuhören und für dich da sein, dich verstehen und mit dir tragen. Was wünscht du dir denn? 🙂 lieben Gruß, Volkmar

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    1. Lieber Volkmar
      Wie gerne würde ich mit einem Mann Gottes zusammen sitzen und hören, was er dazu sagt, doch ich lebe in Wien Volkmar.
      Doch wenn ich darf, würde ich Dir gerne über Email antworten, denn hier in der Öffentlichkeit ginge mir das zu weit.
      Vielen lieben Dank für Deine Anteilnahme ❤

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    2. Hallo Doris,
      es ist doch so: Nur wenn du mit dir selber im Einklang bist kannst du auch andere wirklich lieben und glücklich machen.
      Mein Mann und ich machen das seit bald 33 Jahren so:
      Einerseits nehmen wir uns unsere persönliche Freiheit. Andererseits haben wir unsere Kompromisse im Zusammenleben. Und außerdem sorgen wir uns auch selbstlos umeinander und bereiten uns gegenseitig Freuden.
      Totale Selbstaufgabe für die Liebe? Das halte ich für falsch und auch nicht gottgewolt.
      Aber mein Weg muss nicht für jeden der richtige sein.
      Ich wünsche dir einen schönen Samstag.
      Liebe Grüße
      Monika

      Gefällt 3 Personen

      1. Liebe Monika, ich habe auch bei der „totalen Selbstaufgabe“ geschluckt. Vielleicht müsste man das näher erklären. In einer Hinsicht ist es falsch und ungesund, sich total selbst aufzugeben. Jede Ehe braucht zwei Persönlichkeiten mit Rückgrat. In einer anderen Hinsicht aber ist die Ehe und die Entscheidung miteinander zu leben eine „totale Selbstaufgabe“: ich bin für meine Frau verantwortlich und nie wieder single. Für sie gebe ich mein Leben als Single für immer auf. Es gibt ab dem Zeitpunkt nur noch wir, auch wenn ich Freiheiten behalte. Ich bin ihr Mann. Ich gehöre zu ihr und will zu ihr gehören. In 1. Kor 13 heißt es von der Liebe „sie sucht nicht das Ihre.“ Jetzt habe ich es kompliziert gemacht 🙂 Bitte um Nachsicht 🙂

        Gefällt 2 Personen

      2. Es gibt für mich keine grössere Liebe als die totale Selbstaufgabe.
        Und genau das ist für mich absolut Gottgewollt.
        Wer das nicht erkannt hat, hat keine Ahnung von Gott und seinem Willen für seine Menschen.

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