GEDANKENSPLITTER – STERBEN

Erst vor einigen Tagen wurde es mir bewusst, dass die Natur ihren absoluten Höhepunkt an Schönheit erst unmittelbar vorm Sterben erlebt.

Nicht im Frühjahr, wo alle Blätter erwachen und nicht im Sommer, wo sie die meiste Kraft haben. Nein, unmittelbar vor ihrem Tod erblühen sie in den schönsten und bezauberndsten Farben.

Da fiel mir ein, dass ich vor kurzem las, dass das Leben der Menschen nur zwei Höhepunkte hat – die Geburt und den Tod.

Dass wir Menschen uns über die Geburt eines Kindes freuen können, ist mir natürlich ein Begriff, doch wie sieht das mit dem Tod aus?

Als Leonard Cohen den Song „dance me to the end of love“ komponierte, war das im Hinblick auf seine Information, dass die Nazis jüdische Musiker ihre Violinen spielen liessen, um ihre Mitjuden damit in die Gaskammer zu begleiten.

Ein Satz in diesem Song lautet: „Dance me to your beauty with the burning violin“

Was kann er also anderes gemeint haben, als „die Schönheit des Todes“? Und dass er diese bereits mit 50 Jahren erkannt haben muss, denn er schrieb dieses Lied 1984.

Ob es mir wohl auch gelingen wird, den Tod nicht nur als unabwendbares Schicksal mit Tränen in den Augen zu sehen, sondern auch seine prophezeite Schönheit zu erkennen?

Wenn ich noch einen Wunsch äussern dürfte, dann wäre es dieser „My Lord“

Was wäre wenn …

WIEDER WUNDERBAR GESCHRIEBEN LIEBE SULTANINE

EinzigHEARTig unARTig

zu jedem Zeitpunkt deines Lebens ALLES gut wäre?

Was wäre, wenn es zu jeder Zeit perfekt wäre?

Was wäre, wenn du gar nichts tun musst, um die Dinge in Ordnung zu bringen,

weil sie von sich aus eine Ordnung haben?

Was wäre,

wenn du darin vertrauen würdest, dass es nichts zu kontrollieren gäbe?

Gar nichts gäbe es zu beeinflussen, zu bemühen und zu verändern.

Wie wäre das?

Stelle es dir einfach vor, jetzt in diesem Moment.

Gib einfach alle Bemühungen auf, jedes Streben innerlich was du wahrnimmst,

und von dir weg führt zu unterlassen.

Lass einfach alles so wie es ist.

Widerstehe dem Drang zu überlegen.

Widerstehe dem Drang etwas zu tun.

Bleibe ganz still und beobachte.

Tosen deine Gedanken, tost dein Geist, ist der Wahnsinn in dir zu Hause?

Dann lass auch das vollständig zu und gehe nicht aktiv dazwischen.

Heiße den Wahnsinn willkommen, mit offenen Armen.

Erlaube dir…

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TAGEBUCH – Freitag, 25. Oktober 2019

Heute durfte ich erkennen, wie unglaublich viel ich doch in den letzten 2-3 Jahren, vorallem von meinem Freund Dieter hier im Blog, gelernt hatte, der mir unermüdlich versuchte beizubringen, die Welt im Hier und im Jetzt zur Kenntnis zu nehmen.

Ich hatte heute einen Termin in einer Arztpraxis, von der ich nur die Adresse kannte, nicht aber wo sie sich genau befand.

Und so fuhr ich los, nur mit der Vorstellung im Kopf, in welcher Höhe des Hietzinger Kais sich wohl die besagte Nummer befindet. Und wie es kommen musste, konnte ich genau dort, wo es nötig gewesen wäre, aufgrund von Strassenbauarbeiten, die Namen der Seitenstrassen nicht erkennen, und fuhr fast 100 Nummern zu weit.

Dies merkte ich allerdings erst, als ich schon einen Parkplatz gefunden, die Parkscheine ausgefüllt und die Seitengasse hinunter zum Hietzinger Kai kam.

Einen kurzen Moment war ich erschrocken und fragte mich, wie lange man da wohl unterwegs ist, um 100 Nummern weiter zu kommen, doch fast im selben Moment sagte ich mir „ach geh doch einfach mal los und basta, wirst schon irgendwann ankommen

Und als ich losmarschierte begann ich gleichzeitig das Hier und Jetzt zu betrachten. Ich sah mir die vielen schönen Häuser an, und die bunten Blätter der Bäume und Sträucher, an denen ich vorbei ging.
Ich konzentrierte mich auf die warme Luft die mich umfing, und beobachtete die Strahlen der Sonne, die immer wieder aufblitzten.

Und ehe ich michs versah stand ich vor dem anvisierten Haus, ohne auch nur irgendwie das Gefühl des Ärgers gehabt zu haben.

Wenn ich mich da zurück erinnere, wie ich in diesem Fall noch vor 2 Jahren reagiert hätte, dann bin ich sicher, dass ich mein Vorhaben sofort aufgegeben hätte. Ich wäre zurück zum Wagen gegangen, völlig sicher, dass ich nicht rechtzeitig in die Ordination komme, und auch näher keinen Parkplatz mehr finde werde, um schnurstracks unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren.

Im Laufe der Heimfahrt hätten mich dann garantiert die schönsten Depressionen heimgesucht, und ich wäre wieder einmal mehr der Meinung gewesen, dass ich mich in dieser Welt einfach nicht mehr zurecht finde.

Ich danke Dir, mein Bärchen, dass Du mich LEBEN gelehrt hast. ❤ ❤ ❤

GEDANKENSPLITTER – ERKENNTNISSE

Seit dem ich mich kenne, habe ich immer versucht allem Unangenehmen aus dem Weg zu gehen, und wenns hart kam, scheute ich auch nicht zurück Massnahmen zu ergreifen, die nicht immer stubenrein waren, um mir Unangenehmes vom Halse zu schaffen.

Die Spitze erreichte ich vor einigen Jahren, als ich die 60 überschritt und mir sagte, dass es ab sofort nur noch schlimmer werden kann. Jedes Jahr mehr am Buckel ist vermutlich gekoppelt mit jedes Jahr irgend eine andere gesundheitliche Unannehmlichkeit.

Alles was das Leben lebenswert macht, so war mit klar, ist für mich ein für alle mal vorbei. Ich werde ganz sicher nie mehr mit meiner hübschen Larve und einem perfekten Body Männern den Kopf verdrehen. Und werde mich deshalb auch nie mehr aufs Neue verlieben können – nie mehr die Schmetterlinge im Bauch spüren und mich an einem rosaroten Misthaufen erfreuen, der ja bekanntlich diese Farbe hat, wenn man verliebt ist.

Und wie das nunmal so läuft mit mir, beschloss ich vor einigen Jahren nichts mehr „für“ meine Gesundheit zu tun, um mehr Chancen zu haben, mein Leben so früh wie nur möglich zu beenden, um da nicht auch noch selbst Hand anlegen zu müssen – denn diese Möglichkeit geistert ebenfalls seit einigen Jahren durch meinen Kopf.

Irgendwie war ich mit dieser Entscheidung „zufrieden“, wie mir schien ….Hmm, nein, war ich nicht, doch ich sah keine Alternative, und ich dachte auch nicht viel darüber nach. Denn wenn die Zweifel hochkrochen, dann konnte ich sie ja ganz leicht mit einer Flasche Vodka wieder wegjagen.

Bis vor etwa einem Monat mein Blutdruck anfing verrückt zu spielen und an so manchem Abend die 200/100 erreichte. Da wars dann auf einmal nicht mehr so leicht, die Sache einfach laufen zu lassen. Die Vorstellung einen Schlaganfall zu riskieren, der womöglich nicht tödlich endet, sondern eine Lähmung zur Folge hat, behagte mir absolut nicht.

Also suchte ich mir eine Ärztegemeinschaft von Internisten und Kardiologen, bei denen ich heute einen Termin hatte, und wurde einem Arzt zugeteilt, der mir aufgrund seiner freundlichen Art ausgesprochen sympathisch war.

Leider war dieser aber mit dem Laborbefund, den ich im Frühjahr wegen eines von der Neurologin zu verordneten Medikamentes machen musste, nicht zufrieden. (ich meinte ja, der wäre okay, und liess es nicht weiter abklären). Der leicht erhöhte Blutzucker gefiel ihm nicht, und das stark erhöhte LDL vom Cholesterin schon gar nicht.

Um sagen zu können, welchen Blutdruckwert er akzeptieren kann, so sagte mir „mein“ neuer Arzt, wäre es nötig das LDL sofort zu reduzieren und ausserdem Gefässmessungen vorzunehmen. Ausserdem würde er einen Langzeitwert des erhöhten Blutzuckers haben wollen.

Nachdem ich noch nüchtern war, ging ich dann also ins gleich benachbarte Labor, zu einer nochmaligen Blutabnahme und bekam einen Termin in 6 Wochen für die Gefässuntersuchungen.

Am Nachhauseweg hatte ich dann erstmals Zeit darüber nachzudenken, dass dieser „freundliche Typ“ jetzt tatsächlich vor hat, alles was da so nicht mehr stimmt bei mir, so gut es geht wieder in Ordnung zu bringen.
Und mir wurde klar, dass das ja seine Aufgabe ist als Kardiologe und Internist, seine Patienten damit natürlich auch so lange wie nur irgend möglich nicht nur gesund, sondern auch am Leben zu erhalten …..also das genaue Gegenteil von meinen Vorstellungen, die ich von meiner Zukunft hatte.

Doch da passierte etwas seltsames, erinnere ich mich. Ich fuhr gerade die Schnellstrasse, die in meinen Bezirk führte, und ich sah diesen strahlenden Sonnenschein, der mich dabei blendete, und plötzlich wusste ich, dass ich mit meiner lebenslangen Einstellung völlig falsch gelegen hatte.

Nicht das Davonlaufen vor Unannehmlichkeiten ist es, das von einem erfüllten Leben zeugt, sondern das „Durchstehen“, das „mutige Annehmen von allem was kommt“ – ES LEBEN !!!! mit allem wenn und aber.

DAS IST ES WAS SINN MACHT !!!!!

Eine unglaubliche Vision, die mir da geschenkt wurde, und ich kann jetzt nur darauf vertrauen, dass es keine Vision bleibt, sondern ich den Mut und das Vertrauen finde, diese auch umzusetzen.

DIE GÖTTLICHE KRAFT, DIE ALLES LEBEN SCHÜTZT UND UNTERSTÜTZT HELFE MIR DABEI – alleine pack ichs sicher nicht.

Allen meinen Lesern ein herzliches Schabbat Schalom und ein geruhsames Wochenende mit vielen guten Gedanken und Wärme im Herzen.

TAGEBUCH – FREITAG, 18. Oktober 2019

Eine Horrornacht ist endlich vorbei, denn ich hatte gegen 04h einen Traum, wie ein grosser Hund auf meinen Ari zuspringt und ihn schwer verletzt. Ich spürte diesen enormen Schmerz der Panik und Hilflosigkeit, der mich hat nicht mehr einschlafen lassen, und meine Angst wuchs bei der Vorstellung, dass das einmal wirklich passieren könnte.

Es muss eine Assoziation gewesen sein, als ich gestern erleben musste, dass auf der Wiese ein Border Collie aus einer Laune heraus auf den DAniel zusprang, um nach ihm zu schnappen, und dieser vor Erschrockenheit laut aufschrie. Es war nichts passiert, doch es hatte mich gedanklich weiter beschäftigt, indem ich mich fragte, was wohl in so einem Hund vorgeht, wenn er meint einen anderen attackieren zu müssen.

Da lag ich dann gute drei Stunden und versuchte das Gelernte zu praktizieren, nämlich in diese Angst hinein zu gehen. Sie nicht weghaben zu wollen, sondern sie anzuschauen und zu fragen, was sie mir sagen möchte.

Und sie sagte mir viel, sehr viel, und zeigte mir auf, wie ich mein ganzes Leben lang versucht habe, die Welt und ihre Geschehnisse nach meinen Vorstellung zurecht zu rücken, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, das jede Reaktion die Folge einer Aktion ist.
Und dass alle Aktionen, die ich jemals setzte ausschliesslich egobezogener Art waren.

Nach und nach wurde ich zwar ruhiger und konnte mich mit den Gedanken arrangieren, dass ich keine Chance habe auch nur irgendwas abzuwenden, was die Zukunft für mich vorgesehen hat – doch eine wirkliche Entspannung konnte ich nicht verzeichnen, die ich mir vorgestellt hätte, wenn ich bereit bin, absolut alles voll zu akzeptieren.

Doch möglicherweise hatte ich es ja nicht „wirklich“ akzeptiert, sondern es war nur ein kläglicher Versuch – keine Ahnung! Eine wirkliche Klarheit lässt mein tiefstes Inneres zwar im Kopf immer wieder zu, gedoch die dazugehörige Entspannung der Nerven und Muskeln bleibt aus.

Jetzt werde ich mal einen kleinen Spaziergang mit meinen Hunden machen, doch vermutlich nur durch die Gassen, um nicht Gefahr zu laufen, diesem Border Collie wieder zu begegnen …. seufz.

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GEDANKENSPLITTER – GOTT BEGEGNEN TEIL 2

Dafür würde doch auch der Text in Johannes 14 sprechen:

Da bat Philippus: »Herr, zeig uns den Vater, dann sind wir zufrieden!«
9 Jesus entgegnete ihm: »Ich bin nun schon so lange bei euch, und du kennst mich noch immer nicht, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat auch den Vater gesehen. Wie also kannst du bitten: ›Zeig uns den Vater‹?
10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Was ich euch sage, habe ich mir nicht selbst ausgedacht. Mein Vater, der in mir lebt, handelt durch mich.
11 Glaubt mir doch, dass der Vater und ich eins sind1.

GEDANKENSPLITTER – GOTT BEGEGNEN

Noch vor kurzem war mein grösster Wunsch einmal Gott zu begegnen, mit ihm sprechen zu können und ihn alles zu fragen, was auf meiner Seele brennt.

Und entsprechend frustriert war ich immer wieder, und folglich tauchten Zweifel auf, ob es diesen Gott überhaupt gibt.

Gerade eben aber tauchen da ganz andere Gedanken in mir auf, die mir sagen, dass ich Gott nicht irgendwo begegnen kann, sondern dass ich ihn „nur leben kann“.

Dass Gott weder eine Person noch ein Geist oder ein sonstiges Wesen ist, sondern dass Gott aus einer Vielzahl von Wesensarten besteht, die profan als bestimmte Verhaltensweisen ausgedrückt werden.

Es sind dies die sogenannten „Früchte des Heiligen Geistes“: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Und dass ich nur im Praktizieren dieser Verhaltensweisen Gott „begegnen“ kann, denn Gott ist die Essenz dieser.

Der dankbare Blick eines Bettlers, dem ich etwas zustecke – das ist Gott.
Das Aufblühen im Gesicht eines anderen, wenn ich ihm freundliche Worte schenkte – das ist Gott.
Die Freude eines anderen, wenn ich ihm Aufmerksamkeit schenke – das ist Gott.
Das trocknen der Tränen, nachdem ich jemanden Trost zugesprochen habe – das ist Gott.
Ruhe zu bewahren, wenn alles drunter und drüber geht, und zu schlichten versuchen, wenn die Gemüter anderer übergehen – das ist Gott.

Doch sind diese Anführungen viel mehr Frage als Gewissheit, wenn ich ehrlich sein darf.
Es kam mir nur ganz plötzlich so in den Sinn.

Könnte das so stimmen ???