GEDANKENSPLITTER – GOTT BEGEGNEN

Noch vor kurzem war mein grösster Wunsch einmal Gott zu begegnen, mit ihm sprechen zu können und ihn alles zu fragen, was auf meiner Seele brennt.

Und entsprechend frustriert war ich immer wieder, und folglich tauchten Zweifel auf, ob es diesen Gott überhaupt gibt.

Gerade eben aber tauchen da ganz andere Gedanken in mir auf, die mir sagen, dass ich Gott nicht irgendwo begegnen kann, sondern dass ich ihn „nur leben kann“.

Dass Gott weder eine Person noch ein Geist oder ein sonstiges Wesen ist, sondern dass Gott aus einer Vielzahl von Wesensarten besteht, die profan als bestimmte Verhaltensweisen ausgedrückt werden.

Es sind dies die sogenannten „Früchte des Heiligen Geistes“: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.

Und dass ich nur im Praktizieren dieser Verhaltensweisen Gott „begegnen“ kann, denn Gott ist die Essenz dieser.

Der dankbare Blick eines Bettlers, dem ich etwas zustecke – das ist Gott.
Das Aufblühen im Gesicht eines anderen, wenn ich ihm freundliche Worte schenkte – das ist Gott.
Die Freude eines anderen, wenn ich ihm Aufmerksamkeit schenke – das ist Gott.
Das trocknen der Tränen, nachdem ich jemanden Trost zugesprochen habe – das ist Gott.
Ruhe zu bewahren, wenn alles drunter und drüber geht, und zu schlichten versuchen, wenn die Gemüter anderer übergehen – das ist Gott.

Doch sind diese Anführungen viel mehr Frage als Gewissheit, wenn ich ehrlich sein darf.
Es kam mir nur ganz plötzlich so in den Sinn.

Könnte das so stimmen ???

10 Kommentare zu „GEDANKENSPLITTER – GOTT BEGEGNEN

  1. Gott ist Schöpfer, Vater, Retter, Freund und vieles mehr. Er ist der gute Hirte aus Psalm 23. Gott ist Person und als Person ein Gegenüber mit dem ich reden kann, der mit mir redet, der mich kennt, liebt, leitet, mahnt, tröstet u.v.m. Wo du Liebe schenkst und als Ebenbild Gottes handelst, da wird etwas erfahrbar vom Wesen Gottes. So wie auch etwas erfahrbar wird vom Erbe deiner Eltern, aber das ist nicht Gott, bzw. das sind nicht deine Eltern.

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  2. Nach meinem Verständis ist Gott in uns und wirkt durch uns …. entweder wie es die Bibel schreibt als Odem den er uns eingehaucht hat (1.Mose 2,7) oder wie es die Kabbala schreibt als Licht das uns mehr oder weniger fähig macht.

    Aber in beiden Fällen hast du Recht damit, dass nur wenn wir ihn erkennen, auch wirklich dazu in der Lage sind, seinem Willen zu folgen.

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    1. Irgendwie entsteht ein Antrieb in einem, wenn wir wissen, dass wir Gott dann begegnen, wenn wir ihm ähnlich werden. Jesus war nicht Gott, sondern wurde Sohn Gottes genannt, weil er alle diese genannten Wesensarten bzw. Verhaltensweisen praktizierte – wobei die Betonung auf PRAKTIZIEREN liegt.
      Er war bescheiden bis hin zu demütig, hat allen geholfen, die ihn baten, war immer freundlich und gütig, und wurde nur zornig, weil er keine Ungerechtigkeiten zulassen wollte.
      Wenn Jesus sagt: „wenn ihr mich seht, dann seht ihr den Vater“, dann meinte er ja nicht sein Spiegelbild, sondern er meinte den Menschen, den er darstellte. Und die menschliche Darstellung kann nur über das Verhalten geschehen. Das sagt mir jedenfalls mein Verstand.
      Und der sagt halt auch, dass jede einzelne „Frucht des Heiligen Geistes“ identisch ist mit Gott.
      Ob es die Worte Krishnas sind, oder die Jesus’s oder die der Bibel oder der Kabbalah – alle sagen das selbe aus, nämlich entfernt euch von eurem Ego und richtet eure Aufmerksamkeit auf die Liebe.
      Das Buch von Monika Tugutlu „Frei von Panikattacken und Flugangst“ ist wirklich lesenswert, das könnte Dir auch gefallen.

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      1. Da kann ich dir bei fast allem zustimmen mein Herzblatt ❤
        Nur mit dem entfernen vom Ego nicht ganz, ich sehe da einen großen Unterschied zwischen dem eigenen Ich (Ego) und dem nur für sich selbst haben wollen (Egoismus).
        "Liebe deinen nächsten wie dich selbst", sagt ja auch, dass du dich selbst lieben sollst und nicht, dass du dich eliminieren sollst.
        Das Buch hab ich mir mal Markiert in Amazon und mal schauen ob ich endlich dazu komme mir ein Kindle zuzulegen um es Digital zu lesen oder es doch als Taschenbuch kaufe.

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    2. Ja stimmt, Dieter. Man muss unterscheiden zwischen dem Ego und dem Egoismus bzw. egoistischem Verhalten.
      Ja, so wie Du das sagst, so stimme ich Dir in allem zu.
      Die Seele ist das Reine und Sensible im Menschen, und die bekommt eben nur Nahrung wenn man sie mit „liebevollem“ füttert.
      Das egoistische Fühlen möchte auch noch einen zehnten Mantel, obwohl man schon neun davon hat, und verspricht uns Freude, die es aber nicht einhält.
      Nicht einhalten kann!!!!
      Denn nur die Seele allein kann wirkliche Freude erleben, so scheint es mir.
      Doch die wieder erfreut sich ausschliesslich am Geben und nicht am Nehmen.
      Haben wir ja alles in der Kabbalah gelernt, nicht wahr mein Bärchen?

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      1. Ja mein geliebtes süßes Mausebärli ❤

        Indem wir aus tiefstem Herzen geben, erhalten wir jedoch auch gleichzeitig etwas und zwar das Licht, welches unsere Seele erfreut und stärkt.

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  3. Danke für diesen Beitrag. Die Bibel sagt, dass Gott uns in seinem Bilde geschaffen hat. Natürlich sind wir seit dem Sündenfall nicht mehr so wie am Anfang. Aber wenn wir Gutes tun, können wir besser erahnen wie Gemeinschaft mit Gott wohl aussehen könnte. Leo Tolstoi hat ja auch eine Geschichte geschrieben. Ein Mann betete, er wolle Jesus begegnen. Am Abend war er enttäuscht. Bis er im Gebet verstand, dass Jesus ihm in einem Bettler begegnet war…

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    1. Nachdem ich mich seit Jahren intensivst mit den verschiedensten Religionen beschäftige konnte ich erkennen, dass alle „Inkarnationen Gottes“ von denen die bekanntesten Krischna im Hinduismus und Jesus im Christentum sind, Geschenke Gottes sind, um seinen Einflüsterungen, wie man leben sollte um glücklich zu sein, eine Gestalt zu geben, mit der wir uns besser identifizieren können, als mit dem winzigen Funken Gottes in uns, der sich Seele nennt.
      Für viele Menschen eine Wohltat und Lebenshilfe, doch eben nur eine geistige Illusion.
      Ich brauche diese geistige Stütze nicht mehr, denn ich meine dass Gott vollauf genügt.

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