TAGEBUCH – Freitag, 25. Oktober 2019

Heute durfte ich erkennen, wie unglaublich viel ich doch in den letzten 2-3 Jahren, vorallem von meinem Freund Dieter hier im Blog, gelernt hatte, der mir unermüdlich versuchte beizubringen, die Welt im Hier und im Jetzt zur Kenntnis zu nehmen.

Ich hatte heute einen Termin in einer Arztpraxis, von der ich nur die Adresse kannte, nicht aber wo sie sich genau befand.

Und so fuhr ich los, nur mit der Vorstellung im Kopf, in welcher Höhe des Hietzinger Kais sich wohl die besagte Nummer befindet. Und wie es kommen musste, konnte ich genau dort, wo es nötig gewesen wäre, aufgrund von Strassenbauarbeiten, die Namen der Seitenstrassen nicht erkennen, und fuhr fast 100 Nummern zu weit.

Dies merkte ich allerdings erst, als ich schon einen Parkplatz gefunden, die Parkscheine ausgefüllt und die Seitengasse hinunter zum Hietzinger Kai kam.

Einen kurzen Moment war ich erschrocken und fragte mich, wie lange man da wohl unterwegs ist, um 100 Nummern weiter zu kommen, doch fast im selben Moment sagte ich mir „ach geh doch einfach mal los und basta, wirst schon irgendwann ankommen

Und als ich losmarschierte begann ich gleichzeitig das Hier und Jetzt zu betrachten. Ich sah mir die vielen schönen Häuser an, und die bunten Blätter der Bäume und Sträucher, an denen ich vorbei ging.
Ich konzentrierte mich auf die warme Luft die mich umfing, und beobachtete die Strahlen der Sonne, die immer wieder aufblitzten.

Und ehe ich michs versah stand ich vor dem anvisierten Haus, ohne auch nur irgendwie das Gefühl des Ärgers gehabt zu haben.

Wenn ich mich da zurück erinnere, wie ich in diesem Fall noch vor 2 Jahren reagiert hätte, dann bin ich sicher, dass ich mein Vorhaben sofort aufgegeben hätte. Ich wäre zurück zum Wagen gegangen, völlig sicher, dass ich nicht rechtzeitig in die Ordination komme, und auch näher keinen Parkplatz mehr finde werde, um schnurstracks unverrichteter Dinge nach Hause zu fahren.

Im Laufe der Heimfahrt hätten mich dann garantiert die schönsten Depressionen heimgesucht, und ich wäre wieder einmal mehr der Meinung gewesen, dass ich mich in dieser Welt einfach nicht mehr zurecht finde.

Ich danke Dir, mein Bärchen, dass Du mich LEBEN gelehrt hast. ❤ ❤ ❤

2 Kommentare zu „TAGEBUCH – Freitag, 25. Oktober 2019

  1. Ich danke dir, mein herzallerliebstes süßes Mausebärli ❤ für die wiedergefundene Liebe, an die ich, vor unserem Zusammentreffen, lange nicht mehr glaubte.
    Es freut mich, dass ich dir ein bisschen neue Lebensfreude vermitteln konnte.
    Dein dich innigst liebender Dieter ❤ ❤ ❤

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