GEDANKENSPLITTER – STERBEN

Erst vor einigen Tagen wurde es mir bewusst, dass die Natur ihren absoluten Höhepunkt an Schönheit erst unmittelbar vorm Sterben erlebt.

Nicht im Frühjahr, wo alle Blätter erwachen und nicht im Sommer, wo sie die meiste Kraft haben. Nein, unmittelbar vor ihrem Tod erblühen sie in den schönsten und bezauberndsten Farben.

Da fiel mir ein, dass ich vor kurzem las, dass das Leben der Menschen nur zwei Höhepunkte hat – die Geburt und den Tod.

Dass wir Menschen uns über die Geburt eines Kindes freuen können, ist mir natürlich ein Begriff, doch wie sieht das mit dem Tod aus?

Als Leonard Cohen den Song „dance me to the end of love“ komponierte, war das im Hinblick auf seine Information, dass die Nazis jüdische Musiker ihre Violinen spielen liessen, um ihre Mitjuden damit in die Gaskammer zu begleiten.

Ein Satz in diesem Song lautet: „Dance me to your beauty with the burning violin“

Was kann er also anderes gemeint haben, als „die Schönheit des Todes“? Und dass er diese bereits mit 50 Jahren erkannt haben muss, denn er schrieb dieses Lied 1984.

Ob es mir wohl auch gelingen wird, den Tod nicht nur als unabwendbares Schicksal mit Tränen in den Augen zu sehen, sondern auch seine prophezeite Schönheit zu erkennen?

Wenn ich noch einen Wunsch äussern dürfte, dann wäre es dieser „My Lord“

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