TAGEBUCH – FREITAG, 4. OKTOBER 2019

Heute am Nachmittag war ich zu einem Geburtstagsumtrunk bei meinen Nachbarn Ivo und Franziska eingeladen, doch es hat nicht sollen sein, denn Franziska wachte mit einer starken Verkühlung auf, und konnte vor Heiserkeit kein Wort mehr sagen.

Und da gibt es in Wien die Trzesniewski Brötchen, mit einem ganz besonderen und geheimen Rezept für die verschiedensten Aufstriche.

Und mit einem Teller dieser besonderen Köstlichkeiten stand Ivo eben vor meiner Türe, und sang mit einer brennenden Kerze, die er in sie hinein gesteckt hatte, ein Geburtstagsständchen.

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Jetzt bin ich ehrlich gesagt voll gerührt

67 JAHRE – TEIL 2

Diesen Song von einem grossartigen Schauspieler, (der die 67 nicht ganz erreichte) und für meinen Geschmack ausserordentlich gut aussehenden Mannes, finde ich voll ehrlich, und passt vermutlich auf so ziemlich jeden Menschen, der die 60 erreicht oder schon überschritten hat, vorausgesetzt er hat sich selbst erkannt:

67 JAHRE

habe ich heute auf’n Buckel, und kann die Aussage von Albert Einstein bestätigen, der wieder Sokrates bestätigte indem er sagte:
„Je mehr ich weiß, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß.“

Und das einzige, was ich mir wirklich wünschen würde ist, endlich alle meine Wünsche als „eben nichterfüllt“ abzuhaken, und das Vertrauen zu entwickeln, dass es seinen Sinn hatte, dass sie unerfüllt blieben.

Mehrere Male in diesem Jahr durfte ich, wenn auch nur kurz, erkennen, welch ein wunderbarer Frieden sich in mir breit machte, als ich mein Leben in seiner Ganzheit so akzeptierte, wie es war und noch ist. Ohne irgend etwas dazu oder weghaben zu wollen.

Und das habe ich zu einem Grossteil einigen meiner Blogfreunde hier zu verdanken, die mir halfen langsam aber sicher aufzuwachen – ganz vorne von diesen steht Monika Tugutlu, und ihr so wundervoll geschriebenes Buch, aber auch Gabi mit ihren so grossartigen Gedichten, und Daedra, die jetzt einen sehr hilfreichen Blog in FB aufmachte, wo man sich sehr gut über Panikattacken austauschen kann, und auch die liebe Sultanine, die so offen erzählt, welche Lebenserfahrungen und daraus resultierende Erkenntnisse sie machen durfte.

Und letztlich sei noch mein lieber Freund Volkmar Janke erwähnt, ein Pastor aus dem hohen Norden, mit dem ich immer wieder alle meine grossen und kleinen Sorgen besprechen durfte.

Meinen über alles geliebten Freund Dieter kann ich hier nicht mit einreihen, obwohl seine Hilfestellung wohl die massivste war, doch ER hat mir das Herz gebrochen.
Aber ich schliesse nicht aus, das auch dies mit ein Grund war, dass ich nun das Bedürfnis habe alles loszulassen, was von aussen kommt, um mich nur noch auf mich selbst zu konzentrieren, und Dankbarkeit zu lernen für das viele, was mir in diesen 67 Gutes zuteil wurde.

Denn diese drei Empfindungen sind es, die sich in meinem Herzen wirklich gut anfühlen, und von denen ich nun mehr erfahren möchte:

DEMUT und DANKBARKEIT gepaart mit VERTRAUEN, dass alles genau richtig war, wie es gelaufen ist, und noch laufen wird.

Ich wünsche allen meinen Lesern eine schöne Restwoche mit Frieden im Herzen und vielen, vielen guten Gedanken.

Eure dankbare Doris Barbara (von Dieter liebevoll Babsie oder Mausebärli genannt)