GEDANKENSPLITTER – WAHRE GÖTTLICHKEIT

Eben fiel es mir wie Schuppen von den Augen….

Die Einheit ist es, aus der die Göttlichkeit entsteht …..

Die absolute Einheit !!!

Alles – absolut alles in voller Harmonie miteinander, in gegenseitiger Ergänzung zueinander sehen zu können, das ist die wahre Göttlichkeit.

Leben und Tod, Geborenwerden und Sterben, Freude und Trauer, Liebe und Hass, Zorn und Gelassenheit, Gewinn und Verlust, Tag und Nacht, Sommer und Winter – völlig gleichwertig empfinden zu können.

DAS IST VOLLKOMMENHEIT – DAS IST GOTT!

Keine personifizierte Gestalt mit auserlesenen Eigenschaften, wie sie im Juden- und im Christentum gesehen wird.

Mein Gott, was für ein massiver Unterschied !!!

Doch für den Verstand nicht begreifbar.

Das Herz alleine nur kann es erkennen – so heisst es.

KÖNNTE ICH ES DOCH NUR VERSTEHEN

Die Anhänger der Lehre von der „Nicht-Zweiheit“ („Advaita“) gehen davon aus, dass Atman und Brahman identisch sind, eine auf ewig unzertrennbare Einheit. „Moksha“, die Erlösung, bedeutet hier, diese ewige Einheit zu erkennen. Daraus ergibt sich, dass auch der Mensch Brahman ist, also göttlich. Dasselbe gilt für jedes Lebewesen. Diese Göttlichkeit ist jedoch noch nicht entfaltet, solange das Individuum die Einheit seines Atman mit Brahman nicht erkannt hat.

Du kannst den Seher des Sehens nicht sehen,
du kannst den Hörer des Hörens nicht hören,
du kannst den Erkenner des Erkennens nicht erkennen.
Dieses Selbst (Atman), das in allem ist,
ist dein eigenes Selbst.
Alles andere ist Ursache des Leidens.
Aus den Upanishaden
——-
Ich wiederhole: ……solange das Individuum die Einheit seines Atman mit Brahman nicht erkannt hat.

Frage: Unter welchen Aspekten ist es möglich, dies zu erkennen????
Dazu bedarf es eines Anhaltspunktes !!!!
Oder ein totales Umdenken dessen, was die bisherige Vorstellung von Göttlichkeit betrifft, die hier scheinbar nichts mit „absoluter Unfehlbarkeit, Allmacht und Allwissenheit“ zu tun haben kann.

TAGEBUCH – Mittwoch, 27. November 2019

Welch eine Horrornacht!!!

Gegen 01h wurde ich von einer Art „Gerumpel“ aufgeweckt, dass sich unmittelbar darauf wiederholte.

Nachdem ich sah, dass nur Daniel neben mir lag, stand ich auf und drehte das Licht auf.

Da lag Ari seltsam zusammengekauert am Teppich, und schien völlig verwirrt. Als ich ihn hochhob merkte ich, dass sein ganzer Körper hart und steif ist, und er kaum, dass er stand mit heftigen Zuckungen auf den Rücken fiel.

Einen Augenblick stand ich wie versteinert, bis mir in den Sinn kam, dass es sich hier womöglich um einen epileptischen Anfall handeln könnte?
Und so fing ich an, die völlig verspannte Muskulatur meines Hundes zu massieren, was auch relativ bald seine Wirkung zeigte, denn er beruhigte sich zusehends.

Anschliessend trug ich ihn hinunter ins Wohnzimmer, und liess ihn in den Garten, wo er dann, allerdings immer noch seltsam geduckt, hinaus lief und Pipi machte.

Wieder zurück im Schlafzimmer liess ich dann die ganze Nacht das Licht auf kleinster Stufe brennen, um gleich sehen zu können, was los ist.
Denn es hat ja auch sein können, dass er im Schlaf aus dem Bett gefallen, und darüber so dermassen erschrocken war.
Hmmm, keine Ahnung, was wir beide da erleben mussten?

Der Rest der Nacht verlief unauffällig und Ari ist auch weiterhin der, der er immer ist, was mir Hoffnung macht, dass es sich um ein einmaliges Ereignis handelt.
Denn DAniel ist es, der im Frühling 14 Jahre wird, und wo ich mich schon darauf eingestellt habe, dass es bald dem Ende zugeht.
Wo Ari in 5 Wochen aber erst 9 Jahre ist !!!

Der Schrecken sitzt mir allerdings noch immer in den Gliedern, und ich fühle mich traurig und leer, akzeptieren zu müssen, dass alles vergänglich ist.

TAGEBUCH – Sonntag, 24. November 2019

Gestern traf es mich wieder wie ein Keulenschlag, diese Sorge, dass ich den Sinn meines Lebens nicht erkannt hatte.
Dass ich ausschliesslich aus dem Ego gelebt, um nicht zu sagen ausschliesslich darum bemüht war, diesen so grossen Schmerz in mir zu erlösen.
Aufhören sollte es, nur aufhören sooo weh zu tun.

Mehr Wissen denn je konnte ich in diesem Jahr anhäufen, und damit auch viele Antworten bekommen, die in meiner Seele nagten.
Nur diese eine nicht – warum tut es immer noch sooo weh?

Was ist der Hauptgrund, dass ich immer wieder morgens aufwache und einen schweren Druck auf meiner Brust spüre.
Ein Druck, der die natürliche Leichtigkeit des Atmens auf einmal soviel schwerer macht?
Der Tränen in die Augen presst, weil es an die vielen Ereignisse in meiner Kindheit erinnert, wo es mir ähnlich erging.
Wo ich eine Angst zu spüren bekam, die einem die Kehle zuschnürrt und sich eine schwere Last auf „die Seele“ legt, die ihren zentralen Punkt wohl im oberen Brustbereich haben muss.
Genau dort, wo es eben immer so weh tut.

Seit einigen Stunden sitze ich jetzt hier mit dem Wissen, dass es ja eine Lösung gibt.
Das Achterl Wein, das hier neben mir steht, das bringt es nicht fertig. Doch eine Achterl Wodka sehr wohl.

Doch genau das wäre es, was meinem Leben noch einen Sinn geben würde, denke ich mir im Augenblick.

Die Kraft zu haben, auf dieses Achterl oder womöglich sogar Vierterl zu verzichten.
Die Kraft zu haben, diesen Schmerz auszuhalten.

Könnte es das sein? frage ich mich auch jetzt in diesem Augenblick?

Dass der Sinn des Lebens darin liegt, das Leben einfach nur „AUSZUHALTEN“?

Darauf zu vertrauen, dass es von Mal zu Mal leichter wird, je mehr Selbstvertrauen sich bildet, dass man dazu imstande ist?

Scheisse Leutln, das kanns doch nicht wirklich sein ???

Oder habe ich doch noch nicht soviel Wissen zusammentragen können?
Oder war ich noch nicht imstande, dieses Wissen entsprechend umzusetzen?

Diese Mutlosigkeit, die mich bereits gestern abends überfiel, ist wirklich ätzend ….seufz.

Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es den meisten meiner Leser besser ergeht, und wünsche Euch allen einen schönen Restsonntag.

GEDANKENSPLITTER – GLÜCKLICHSEIN

Heute morgen, als ich aufwachte, erinnerte ich mich an die Lehre des Krishna für Arjuna in der Bhagavad Gita, die mich im Augenblick voll im Banne hält, und ich riskierte eine Umwandlung meiner jetzigen Vorstellung vom Glücklichsein.

Ich versetzte mich zurück in die Zeit meiner Kindheit, und die Nachmittage in der Zimmer/Küche – Wohnung meiner Grossmutter, bei der ich aufgewachsen war. Und erinnerte mich daran, dass ich nur ein paar Sommer- und Winterschuhe hatte, nur zwei Pullover, einen Rock, eine Hose und einen Anorak für den Winter.
Und meine Grossmutter zweimal die Woche für andere putzen ging, um ihre Mindestrente (sie war Schneiderin gewesen) aufzubessern, damit genug zu essen und Kohle zum Heizen da war.

Und dann stellte ich mir vor, wie es gewesen wäre, wenn mir da eine Fee erschienen wäre, die mir von meinem zukünftigen Leben erzählt hätte,dass ich in einem 110 m2 Reihenhaus mit Garten in einer der schönsten Gegenden Wiens leben würde, verheiratet mit einem Mann, der mich ehrlichen Herzens liebt, und soviel verdient, dass ich es nicht notwendig hätte mitzuarbeiten.

Dass es mir aber Spass machen würde immer wieder mal ein paar Jahre etwas zu tun, was ich für mich als Taschengeld behalten dürfte, und mir ein angstfreies und sorgenfreies Leben beschert ist.

Ja, ich stellte mir vor, was ich damals empfunden hätte, wenn mir diese Fee das erzählt hätte, wie es mit mir weitergehen wird.
Und mir war klar, dass ich wohl Glückseligkeit pur gespürt hätte in meinem Herzen, und mein weiteres Leben in Zufriedenheit und völliger Gelassenheit verbracht hätte.

Und dann stellte ich mir vor, wenn mir diese Fee aber noch was anderes erzählt hätte, nämlich dass mein Herz bereits nach einigen Jahren so dermassen satt gewesen wäre, von alldem was ich hatte, dass ich mich daran nicht mehr im geringsten erfreuen konnte.
Dass mir plötzlich die nur mittelgrosse und sehr schlanke Figur meines Mannes nicht mehr gefallen und ich von einem 190 grossen und 100 kg schweren Mann träumen würde, der ein doppelt so grosses Haus und nichts anderes im Sinn hat, als sich nur mit MIR zu befassen.
Und dass ich mir einen Liebhaber nach dem anderen nehmen würde, nur um meine Langeweile zu befriedigen, jedoch eine Enttäuschung nach der anderen erleben würde, die letztlich all meine noch verbliebene Unschuld und mein Seelenheil dahin raffen würden.

Und ich stellte mir vor, was ich damals mit 14 oder 15 Jahren dazu gesagt hätte.
Und wir wurde klar, dass ich der Fee klar gemacht hätte, dass sowas niemals, niemals passieren würde.

Und doch ist es passiert – und ich träume immer noch von diesem 190 grossen 100 kg schweren „Supermann“, der mir die ganze Welt zu Füssen legt, und nichts, absolut nichts anderes im Kopf hat, als MICH endlich glücklich und zufrieden zu machen.

Und das, obwohl ich weiss: laut Wikipedia
Die Vereinten Nationen schätzen, dass weltweit rund 795 Millionen (805 Mio. in 2014) von insgesamt 7,5 Milliarden Menschen hungern. Das sind knapp 11 Pro- zent der Weltbevölkerung oder etwa jeder neunte Mensch. 780 Millionen der hungernden Menschen le- ben in Entwicklungsländern.

WAS IST ALSO PASSIERT ????? frage ich mich?

WO KOMMT DIESES UNBEZWINGBARE EGO HER?

WIE KOMMT ES ZU DIESER ABSOLUTEN UNFÄHIGKEIT MIT SOOOOO VIEL NICHT GLÜCKLICH UND ZUFRIEDEN ZU SEIN?

Und nachdem ich weiss, dass es mir nicht alleine so ergeht, sondern tausenden und abertausenden Menschen ebenso, nämlich dass sie es einfach nicht mehr spüren können, wie glücklich und zufrieden sie eigentlich sein dürften, traue ich mich die Kommentarfunktion offen zu lassen, in der Hoffnung, dass nur Menschen kommentieren, die wissen wovon ich spreche.

GEDANKENSPLITTER – STERBEN

Auf der Suche nach Themen den Tod und das Sterben betreffend fand ich folgende Aussagen von
LUCIUS ANNAEUS SENECA (ca. 4 v. Chr. – 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 – 68)

1. Laß alles andere beiseite […] und richte dein Streben dahin, daß der Name des Todes seinen Schrecken für dich verliert. Mach ihn dir durch häufiges Nachdenken vertraut, damit du, wenn es die Umstände fordern, ihm sogar entgegengehen kannst.

(ich denke mal, das hat Seneca gemacht, wenn man alles weitere von ihm liest)

-Was ist schmerzlich daran, dorthin zurückzukehren, woher man gekommen ist?

-Allgegenwärtig ist der Tod; Der Götter Sorge war’s,
Daß jeder uns das Leben, den Tod uns niemand rauben kann.
Zu diesem Heiligtume steh’n uns immer tausend Wege offen.

-Das Leben ward uns gegeben mit der Bedingung des Sterbens, es ist ein Gang zum Tode. Den Tod zu fürchten ist falsch, denn man fürchtet ja nur Ungewisses.
Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung von ihm.

-Das eben ist die große Selbsttäuschung, der wir uns hingeben, dass wir den Tod in die Zukunft verlegen: Zum großen Teil liegt er schon hinter uns, alles vergangene Leben liegt im Banne des Todes.

-Der Tod ist die Erlösung von allen Schmerzen, ist die Grenze, über welche unsere Leiden nicht hinausgehen; er versetzt uns wieder in jenen Ruhezustand, dessen wir vor unserer Geburt teilhaftig waren.

SEHR, SEHR BEEINDRUCKEND FINDE ICH!!!

TAGEBUCH – MONTAG, 18. November 2019

Nach einem kurzen Wärmeeinbruch von 15° mit Sonnenschein an diesem Wochenende, ist heute ein besonders trister wolkenverhangener Tag, aber wenigstens mit immer noch 12° und Regen in der Nacht.

Leider geht mir ein so massiv erhöhter Laborwert, den ich ein paar Tage nach meinem Besuch beim Kardiologen erfuhr, nicht aus dem Kopf.

Sprach man ja bislang immer nur vom „bösen“ Cholesterin LDL, das bei einem Wert von 136 bei mir keinen besonderen Risikofaktor darstellte, weil das „gute“ HDL immer besonders hoch war.

Doch offenbar spielt jetzt auch noch ein gewisser LPa Wert mit, von dem im Internet steht, dass er weit aggressiver sein soll als das LDL, und der ist bei mir auf 466, obwohl die maximale Akzeptanz bei 75 liegt.

Nur dass die Höhe dieses LPa Wertes bei jedem Menschen angeboren sein soll, und sich damit durch nichts senken lässt, als durch eine Blutwäsche!!! laut Internet.

Das einzige, was mich einigermassen beruhigte war die Reaktion meines Arztes, als ich ihm diesen Wert telefonisch mitteilte. Denn er zeigte keine Reaktion.
Er meinte, dass es genügen würde, wenn wir uns in 7 Wochen wiedersehen, und ich lediglich zu diesem Termin eine neuerliche Kontrolle aller Cholesterinwerte mitbringe, um zu sehen, ob das LDL auf die höhere Gabe des Medikamentes angesprochen hat.

Irgendwie ein „seltsames“ Gefühl zu wissen, einen dermassen hohen Risikofaktor im Blut zu haben, der für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich sein soll.

Und ich frage mich, ob diese ständig empfohlenen jährlichen Gesundenuntersuchungen, wo alle möglichen und unmöglichen Werte gemessen werden, obwohl keine störenden Symptome vorliegen, ab einem gewissen Alter wirklich sinnvoll sind?

Ob es Sinn macht, Menschen mit „Gewalt“ zu einer Lebensdauer in Richtung 100, wie mir scheint, zu bringen, doch dabei den psychischen Faktor ausser Acht zu lassen.

Denn ich habe z.B. niemals darauf geachtet, wenn es in meiner Brust ein bisschen „gerumpelt“ hat, doch jetzt macht es mir Angst, wenn ich merke dass der Herzschlag sich nicht rhythmisch anfühlt – aus welchen Gründen auch immer.

Na mal sehen, wie es weitergeht, denn eine kleine Hoffnung habe ich, dass der Laborant sich vielleicht vertan hat, was sich bei der nächsten Kontrolle in 3 Wochen ja herausstellen würde.

TO WHOM IT CONCERNS

Bislang gab es in meinem Leben immer nur ALLES ODER NICHTS, und ich konnte mir nicht vorstellen, einmal zu sagen: „Ich muss nicht alles haben – Hauptsache Du bist da, egal wie und wo“
Langsam begreife ich, dass eine Liebe ohne Kompromisse nicht möglich ist.


ÜBERSETZUNG
Du musst nicht sagen, dass du mich liebst
Sei einfach nur da
Du musst nicht für immer bleiben
ich werde es verstehen
Glaube mir
Ich kann nicht anders als dich zu lieben
Aber glaub mir
Ich werde dich nie fesseln.
Allein gelassen mit nur einer Erinnerung
Das Leben scheint tot und so unwirklich
Alles was übrig bleibt ist Einsamkeit
Es gibt nichts mehr zu fühlen.