TAGEBUCH – MONTAG, 18. November 2019

Nach einem kurzen Wärmeeinbruch von 15° mit Sonnenschein an diesem Wochenende, ist heute ein besonders trister wolkenverhangener Tag, aber wenigstens mit immer noch 12° und Regen in der Nacht.

Leider geht mir ein so massiv erhöhter Laborwert, den ich ein paar Tage nach meinem Besuch beim Kardiologen erfuhr, nicht aus dem Kopf.

Sprach man ja bislang immer nur vom „bösen“ Cholesterin LDL, das bei einem Wert von 136 bei mir keinen besonderen Risikofaktor darstellte, weil das „gute“ HDL immer besonders hoch war.

Doch offenbar spielt jetzt auch noch ein gewisser LPa Wert mit, von dem im Internet steht, dass er weit aggressiver sein soll als das LDL, und der ist bei mir auf 466, obwohl die maximale Akzeptanz bei 75 liegt.

Nur dass die Höhe dieses LPa Wertes bei jedem Menschen angeboren sein soll, und sich damit durch nichts senken lässt, als durch eine Blutwäsche!!! laut Internet.

Das einzige, was mich einigermassen beruhigte war die Reaktion meines Arztes, als ich ihm diesen Wert telefonisch mitteilte. Denn er zeigte keine Reaktion.
Er meinte, dass es genügen würde, wenn wir uns in 7 Wochen wiedersehen, und ich lediglich zu diesem Termin eine neuerliche Kontrolle aller Cholesterinwerte mitbringe, um zu sehen, ob das LDL auf die höhere Gabe des Medikamentes angesprochen hat.

Irgendwie ein „seltsames“ Gefühl zu wissen, einen dermassen hohen Risikofaktor im Blut zu haben, der für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich sein soll.

Und ich frage mich, ob diese ständig empfohlenen jährlichen Gesundenuntersuchungen, wo alle möglichen und unmöglichen Werte gemessen werden, obwohl keine störenden Symptome vorliegen, ab einem gewissen Alter wirklich sinnvoll sind?

Ob es Sinn macht, Menschen mit „Gewalt“ zu einer Lebensdauer in Richtung 100, wie mir scheint, zu bringen, doch dabei den psychischen Faktor ausser Acht zu lassen.

Denn ich habe z.B. niemals darauf geachtet, wenn es in meiner Brust ein bisschen „gerumpelt“ hat, doch jetzt macht es mir Angst, wenn ich merke dass der Herzschlag sich nicht rhythmisch anfühlt – aus welchen Gründen auch immer.

Na mal sehen, wie es weitergeht, denn eine kleine Hoffnung habe ich, dass der Laborant sich vielleicht vertan hat, was sich bei der nächsten Kontrolle in 3 Wochen ja herausstellen würde.

3 Antworten auf „TAGEBUCH – MONTAG, 18. November 2019

  1. Wie du weißt, mein Herzblatt ❤ , bin ich auch kein Freund von diesen regelmäßigen Untersuchungen und den daraus manchmal verwirrenden Ergebnissen.
    Regelmäßig kommen angeblich neue Erkenntnisse in der Medizin auf den Tisch, die sich nur zu oft nach Jahren oder Jahrzehnten als völlig falsch herausstellen.
    Wenn dein Arzt es mit so einer Ruhe angeht, würde ich mir ebenfalls keine zu großen Sorgen machen, denn dieser Stress kann unter Umständen die Werte negativ beeinflussen.
    Hätte ich auf das gehört, was der Oberarzt im Krankenhaus meinte, würde ich seit gut 19 Jahren täglich Insulin spritzen und damit unter Umständen meine Bauchspeicheldrüse geschädigt.
    Leider wird dir dies keine große Hilfe sein, aber dennoch hoffe ich, dich ein bisschen beruhigen zu können damit.
    ❤ ❤ ❤

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    1. Ja das stimmt nur allzugut, wie oft Ärzte daneben gegriffen haben.
      In den 80ern, als der Stress mit dem Cholesterin aufkam, gaben die Ärzte Eierverbot. Maximal 2 Eier die Woche hiess es, weil Eier den Cholesterinspiegel massiv erhöhen.
      Seit anfang 2000 weiss man, dass Eier nicht im geringsten das Cholesterin betreffen, weil sie im Ei noch eine Substanz befindet, die diese vermeintliche Gefahr aufhebt.
      Und Eier eines der wichtigsten Lebensmittel ist, um den Körper mit allem Nötigen zu versorgen.
      Ebenso hiess es, dass die meisten Schlaganfälle vom Systolischen Wert beeinflusst werden, und vor einigen Jahren kamen die Amerikaner dahinter, dass es eigentlich der Diastolische Wert wäre, der gefährlich ist, wenn er erhöht ist.
      Und in der Zwischenzeit haben sie sich darauf geeinigt, dass es keiner wirklich weiss, und eben beide Werte beachtet werden sollen.
      Einig sind sie sich allerdings, dass der stärkste Risikofaktor, was die Verengung der Blutgefässe betrifft, unbehandelter Diabetes und Nikotin ist.
      Und nachdem ich weder rauche noch Diabetiker bin, und das Cholesterin sowie der Blutdruck jetzt im Normalbereich sind, denke ich auch, dass ich mich langsam beruhigen sollte.
      Trotzdem vielen lieben Dank für Dein Kommentar, denn über alles reden zu können, tut immer sehr gut. ❤

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