KÖNNTE ICH ES DOCH NUR VERSTEHEN

Die Anhänger der Lehre von der „Nicht-Zweiheit“ („Advaita“) gehen davon aus, dass Atman und Brahman identisch sind, eine auf ewig unzertrennbare Einheit. „Moksha“, die Erlösung, bedeutet hier, diese ewige Einheit zu erkennen. Daraus ergibt sich, dass auch der Mensch Brahman ist, also göttlich. Dasselbe gilt für jedes Lebewesen. Diese Göttlichkeit ist jedoch noch nicht entfaltet, solange das Individuum die Einheit seines Atman mit Brahman nicht erkannt hat.

Du kannst den Seher des Sehens nicht sehen,
du kannst den Hörer des Hörens nicht hören,
du kannst den Erkenner des Erkennens nicht erkennen.
Dieses Selbst (Atman), das in allem ist,
ist dein eigenes Selbst.
Alles andere ist Ursache des Leidens.
Aus den Upanishaden
——-
Ich wiederhole: ……solange das Individuum die Einheit seines Atman mit Brahman nicht erkannt hat.

Frage: Unter welchen Aspekten ist es möglich, dies zu erkennen????
Dazu bedarf es eines Anhaltspunktes !!!!
Oder ein totales Umdenken dessen, was die bisherige Vorstellung von Göttlichkeit betrifft, die hier scheinbar nichts mit „absoluter Unfehlbarkeit, Allmacht und Allwissenheit“ zu tun haben kann.

12 Antworten auf „KÖNNTE ICH ES DOCH NUR VERSTEHEN

  1. Keine einfache Frage mein Herzblatt ❤
    Ich meine jedoch etwas darüber in der Bhagavad Gita gelesen zu haben.
    Doch bevor ich vielleicht etwas falsches schreibe, möchte ich dies in aller Ruhe nachlesen.
    Vielleicht hat aber einer der anderen Mitleser eine gute bzw. passende Erklärung dazu?

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    1. Ja, sowohl Monika Tugutlu als auch Sultanine könnten hierzu was zu sagen haben …. hoffe ich wenigstens. Denn im Augenblick herrscht völlige Ebbe in meinem Gehirn, was auch am Neumond liegt, der uns und mir im besonderen um 04h morgens das Gehirn verfinstert.
      Bei zunehmendem Mond habe ich eine weit bessere Konzentration.

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      1. Krishna unterscheidet zwischen Atman, das Sein selbst, das Gewahrsein, reines Bewusstsein, das unerkennbar, unmanifestiert und unzerstörbar ist.
        Brahman als das Göttliche in uns und dem unendlichen Universum.
        Beides zusammen ist in uns, wobei das Brahman auch als das nicht erfassbare bezeichnet wird.
        Zumindest habe ich es so verstanden.

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      2. Es ist der Begriff „Göttlichkeit“, was mir Schwierigkeiten bereitet, Dieter.
        Meine Vorstellung von Göttlichkeit beruht auf einer Personifizierung, die gewisse Eigenschaft hat und vorallem gewisse Eigenschaft nicht hat, wie eben die Unfähigkeit Böses zu tun.
        Jetzt lerne ich, dass es diese Eigenschaften gar nicht gibt. Dass beides eine untrennbare Einheiten bilden.
        Und damit beginnt eine geistige Verwirrung, weil ich jetzt nichts mehr habe, woran ich mich orientieren kann.
        Also erinnerte mich Monika daran, dass diese Art von Göttlichkeit nicht mit dem Verstand erkannt werden kann, sondern nur mit dem Herzen erkennbar ist.
        Dieses „Umdenken“ ist an manchen Tagen fast unmöglich, so scheint es mir. Und an anderen Tagen wieder ganz leicht.
        Ich werde mich also in Geduld üben, und auf die Tage warten, wo es wieder leichter geht.
        ❤ ❤ ❤

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  2. Hallo liebe Doris Barbara, um so mehr Ebbe im Gehirn ist, umso besser :-). Unser Gehirn arbeitet nämlich dual und ist daher nicht in der Lage das zu verstehen. Es muss Ruhe sein im Kopf. Kein Denken. Man kann diese Texte nicht mit dem Kopf verstehen, sondern nur mit dem Herzen. Dort müssen sie dich erreichen. Deshalb ist Meditation so wichtig. Sitzen. Atmen. Einfach sein. Nichts erwarten. Nichts wollen. Hingabe. Vertrauen. Etwas, was wir erst einmal lernen müssen, wo es doch in unserem Kopf nur so rattert. Hab Geduld mit dir. Du hast es ja gelesen, erst als ich bereit war, mich völlig hinzugeben und auch den Tod akzeptieren konnte, konnte Dualität verschwinden und Nondualität eintreten. Das Ich muss völlig verschwinden. Zeit musste verschwinden. Alles passiert immer hier und jetzt. Liebe Grüße nach Wien, Monika

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    1. Vielen lieben Dank, Monika
      Jetzt weiss ichs wieder – „wir können es nicht mit dem Kopf verstehen“.
      Das hatte ich leider schon wieder vergessen 😦
      Ich bin Waage, also das Kardinalzeichen von Luft und Geist. Ich tue mir sehr schwer mit dem Denken aufzuhören, weil ich mein Leben lang alles immer bis ins Kleinste analysiert habe – manchesmal sogar zutode gedacht 😦
      Alles nur erdenklich Gute Dir
      ❤ ❤ ❤

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      1. Ja, das verstehe ich sehr gut. Ich bin auch Waage und war ein absoluter Kopfmensch. Es ist daher gar nicht leicht, den Unterschied zu verstehen zwischen analysieren und einfach nur beobachten. Bei der Analyse will das Gehirn immer etwas bewerten – so haben wir es gelernt – und beim Beobachten bleibt diese Bewertung aus 🙂

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  3. Ich glaube der Weg ist es eben diese Kraft der Unterscheidung zu schulen durch Selbstbefragung und Selbsterforschung. Das fragen nach „Wer bin ich?“ und „Wer ist der, der das wissen will!“ „Wer ist der der denkt?“ . Wenn man sich dies ständig fragt: „Warum und was will ich wirklich und wer oder was will das?“ Der Verstand wird dann irgendwann in den Dienst des höheren Selbst gestellt und kann unterscheiden. Ich denke das es das zu schulen gilt. Der Verstand muss sich mit dem Herzen verbinden und transformiert werden, so dass sich in ihm das Gegenwärtige Sein und Wissen manifestieren kann. Dazu ist es wichtig in diese Fragen die oben stehen hineinzudenken und in diesen Fragen die Stille zu erfahren, die Ruhe die hinter allem liegt. Die Präsenz. Wenn dort Ruhe gefunden wird, wird der Geist erkennen was wahr ist und was nicht.

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      1. Das steht u.a. sehr schön in dem Buch „Der Diamant in deiner Tasche“ von Gangaji beschrieben. Eine sehr sehr schöne Anleitung um das Licht in sich zu erkennen. 🌸

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