GEDANKENSPLITTER – HASS – LÖSUNG

War wohl ein kleiner Rückrutscher gestern in die Welt der Unwissenheit, wie es Krishna in der Bhagavad Gita ausdrücken würde, denn sonst wäre mir die Lösung sofort klar gewesen.

Was ist Hass anderes als Liebe, Freude oder Trauer….eine menschliche Empfindung die auftaucht, ein bisschen herumhoppst, um genauso schnell wieder zu verschwinden.

Und sie hat das selbe Recht wie alle anderen Gefühle auch, nämlich willkommen geheissen und herzlichst umarmt zu werden, wie ein gerne gesehener Gast, über den man sich freut, und den man nicht weg schicken möchte.

Man denkt nicht weiter darüber nach, handelt keine Pläne aus, geschweige denn dass man Rachegedanken zulässt, sondern vereint sich einfach nur mit all dem, was sich da jetzt plötzlich im tiefsten Inneren ereignet.
Man beobachtet in völliger Ruhe und Gelassenheit, und schenkt dem Ganzen ein freundliches Lächeln dabei.
Basta, das wars schon.

Allerdings drängte sich mir da zwischendurch ein Song auf, der ein Dauerbrenner in den Wiener Discos Mitte der 80er war.
Ich fand ihn zwar ein bisschen dämlich, doch irgendwie amüsant.

GEDANKENSPLITTER – HASS

Oft schon habe ich mich gefragt, wie es möglich ist, dass Liebe in Hass umschlägt, doch bis heute war es mir nicht möglich gewesen, dies nachzuvollziehen.

Ich dachte mir immer, dass es da doch eine Art Barriere geben müsste, die man nicht überschreiten kann, wenn man einmal ehrlichen Herzens geliebt hat.

Heute weiss ich, dass es sich nur um eine ganz besondere Barriere handelt, die man niemals imstande wäre zu überwinden, nämlich das Wissen, dass es „ehrliche“ Liebe war.

Doch was versteht man unter „ehrlicher“ Liebe, frage ich mich? Und die Antwort ist, dass es da wohl soviele Vorstellungen gibt, wie es liebende Menschen gibt.

Und so fragte ich weiter, was es wohl für mich selbst bedeuten würde, und mir wurde klar, dass ich mir von einer „ehrlichen“ Liebe erwarte, dass es Grenzen gibt, die nicht überschritten werden dürften, wenn zwei Menschen erkennen müssen, dass ein Miteinander nicht mehr möglich ist.

Dieses Erkennen kann vielerlei Gründe haben, die der Lauf der Zeit mit sich bringt, und die alle aufzuzählen scheint mir absolut unmöglich zu sein.

Doch mit diesem Erkennen muss es eine Grenze geben, die niemals überschritten werden darf, und das ist die Loyalität.
Und darunter verstehe ich, keine Handlungen zu unternehmen, von denen ich weiss, dass sie den Menschen, den ich einmal „ehrlich“ geliebt habe, kränken würden – vorallem wenn es sich um keinerlei existenzielle Not handelt.

Geschieht jedoch bei einem der beiden eine solche Verhaltensweise, indem einer der beiden Handlungen setzt, die ausschliesslich darauf aus sind, den anderen zu kränken, dann kann ich mir vorstellen, dass das Emotionen in Gang setzt, deren Auswirkungen verheerend sein können, obwohl dies niemals im Sinne dieses handelnden Menschen gewesen ist – weil sein einziges Bestreben eigentlich nur die Hilfestellung war.

„So etwas passiert“ könnte man sagen, und damit sollte man es einfach abhaken.

Doch ICH frage mich „bitte welchen Wert hat der Verstand des Menschen, wenn er nicht imstande ist, ein solches Geschehen zu verhindern“?
Wenn ein Mensch mit einem wirklich geschulten Verstand sich dazu hinreissen lässt, die „grosse Liebe seines Lebens“ zu „VERRATEN“, indem er seinen gekränkten Emotionen den Vorrang gibt?

Und zu allem Überfluss nicht einmal den Mut hat zu sagen: „bitte es tut mir leid, es hatte mich einfach erwischt, ich wollte das nicht“, um dem anderen die Chance zu geben, zu verstehen und zu verzeihen.

Hier bleibt also ein Mensch zurück, dem man einmal gesagt hat: „ich liebe Dich von ganzem Herzen“.
Ein Mensch also, dessen Herz sich auf den Kopf gestellt hat – ein Herz, in dem Liebe sich zu Hass verwandelt hat, weil er jetzt meint, dass alles nur Lüge und Schwindel war, und nichts sonst.

Ein Rad, das sich zu drehen beginnt, und nicht mehr aufzuhalten ist, bis alles zerstört ist, was möglich ist zerstört zu werden.

Ist hier noch eine Lösung möglich? Kann diesem Unheil noch ein Ende gesetzt werden?

WIE UNGLAUBLICH GUT GESCHRIEBEN

„Gut und Böse sind in Wirklichkeit nicht zu trennen; das Böse fördert das Gute; ohne das Böse könnten wir nicht wissen, was gut ist; letztlich ist nichts gut oder böse, denn alles ist eins.“

Polarität & Dualität

Die Brisanz der ganzheitlichen Spiritualität

von Armin Risi

https://armin-risi.ch/Artikel/Philosophie/Polaritaet-und-Dualitaet-Die-Brisanz-der-ganzheitlichen-Spiritualitaet.php

LIEBE – SCHMERZ – LIEBE – GOTT ???

Monika schrieb mir in ihrem Blog
Ich werde zum JOKER
eine Antwort, von der ich beim Lesen dachte, alles verstanden zu haben, weil ich mich ausschliesslich auf die Aussage konzentrierte, wie man mit Seelenschmerz umgeht, um nicht von ihm überwältigt zu werden.

Doch als ich unmittelbar darauf mit meinen Hunden unterwegs war, tauchte folgende weitere Aussage von ihr in meiner Erinnerung auf, die mich nicht sofort aufmerksam machte:

…. Aber ich GLAUBE nicht, ich WEISS, dass es “Gott” gibt. Ich weiß, dass alles Liebe ist, auch wenn es uns als Schmerz , Kummer oder Ängsten begegnet. Denn was anderes sind den Schmerz , Kummer oder Angst, als Liebe? Warum ist denn Kummer da? Weil wir lieben. Aber all diese Liebe, die wir kennen, ist nichts gegen diese Liebe, die wir in uns und mit dem Licht erfahren. Dann wird einem auch klar, dass unsere Sehnsucht und Liebe zu einem Menschen nichts anderes als Egoismus ist. Nichts mit der Liebe zu tun hat, die wir in den heiligen Büchern lesen.
Alles was wir sehen, sind wir selbst. Es ist in Ordnung traurig zu sein, weil du die armen Hunde siehst. Das einzige Problem ist, dass wir das so nicht haben wollen. Schau nicht auf die Hunde, indem du das anders haben möchtest, sondern schau darauf, was es mit dir macht. Schau nicht auf die verflossene Liebe und das sie so in Erfüllung gehen soll, wie du es möchtest, sondern darauf, welchen Schmerz dieser Gedanke in dir auslöst. Schau nicht darauf, dass du als Person Gott nicht finden kannst, sondern darauf, wie es Verzweiflung und Wut in dir auslöst.
Wenn ich dir sage, gib dich diesen Gefühlen ganz und gar hin. Wo spürst du sie? Wo kommen sie her? Umarme sie und akzeptiere. Es ist total in Ordnung all diese Emotionen zu haben. Genau das ist Gott. Wie willst du das mit dem Verstand verstehen und doch ist es genau so. So wird es erfahren…..

Welch eine enorme Aussagekraft hier dahinter steckt, denke ich mir eben.

Aller Schmerz, den ich in meinem Herzen jemals erfuhr, hatte die Liebe zur Grundlage – was mir aber niemals so bewusst geworden war.

Wenn es mir den Hals zuschnürrt, weil ich Bilder von hungernden Strassenhunden sehe, dann geschieht das deshalb, weil ich Hunde über alles LIEBE.

Wenn mein Herz droht zu zerbrechen, weil mein Freund sagt: „ich kann Dich nicht zu mir holen, weil ich Angst davor habe, dass Du mich wieder verlässt“, dann deshalb weil ich ihn von ganzem Herzen LIEBE, und deshalb bei ihm sein möchte.

Wenn ich wütend werde zu sehen, wie unachtsam die Menschen mit der Natur umgehen, dann deshalb weil ich Angst habe, dass diese Welt, dich ich LIEBE kaputt geht.
Ist ja die allermeiste Angst nichts anderes, als etwas zu verlieren, was man LIEBT.

Und kränke ich mich, weil ich spüre, dass diejenigen Menschen, mit denen ich lebe, mir selbst keine oder zuwenig Aufmerksamkeit schenken, dann ebenso aus keinem anderen Grund als dem, weil ich sie LIEBE und ich mir diese LIEBE auch von ihnen wünsche.

Jetzt gibt es natürlich die Aussage, dass all diese LIEBE gar keine wirkliche LIEBE ist, sondern reiner Egoismus, da nur meine Wünsche und Vorstellungen nicht so befriedigt werden, wie ich mir das vorstelle.

Alles klar, so kann man das auch sehen, denke ich mir eben.
Doch wir sind eben „nur“ Menschen, sage ich mir, und es ist nunmal der Schmerz, den wir nicht unbeachtet lassen können, der uns zwingt zu agieren und zu reagieren.

Und jetzt taucht da plötzlich eine „seltsame“ Frage auf in meinem Kopf:

Wenn es Gott gibt, leidet er ebensolche Schmerzen, wenn er zusehen muss, wie wir nur unser eigenes Wohl im Kopf haben, einander lieblos behandeln, und uns die Tiere und Pflanzen überhaupt nicht kümmern, die ER ja wie uns geschaffen hat?

ER LIEBT doch seine Schöpfung ganz sicher ebenso !!!
Und nichts läuft so, wie ER sich das vorgestellt hat.

Also müssten wir Menschen genau in all diesem Herzeleid Gott begegnen können, weil unser Schmerz dann auch seiner, und seiner auch unser Schmerz ist?

Und das ganze Universum dreht sich deshalb auch um nichts anderes, als immer nur um DIE LIEBE.

GEDANKENSPLITTER – BLEIBEN

Bleiben – egal was geschieht, egal wie es sich anfühlt.

Das war mir niemals möglich gewesen, obwohl ich es mir so sehr gewünscht hatte.
BLEIBEN – DURCHSTEHEN auch wenns noch so schwer wird.

Ich war sooo sicher, dass ich es schaffen kann – MIT DIR UND FÜR DICH.
Wir müssten nur ganz weit weg gehen.
Ganz neu anfangen.
Wo es nur uns beide gibt.
Wo wir nur einander haben, und nichts sonst mehr.

Mit DIR hätte ich den Frieden im Herzen gefunden, den ich mein ganzes Leben lang gesucht hatte.

Nicht mehr weglaufen wollen.

BLEIBEN WOLLEN, UM JEDEN PREIS – MIT DIR UND FÜR DICH

TAGEBUCH – Mittwoch, 6. November 2019

Gestern hatte es den ganzen Tag geschüttet, und heute hat Wien strahlenden Sonnenschein mit 18°. Also musste ich wohl als Ausgleich für gestern mit meinen Hunden einen ordentlichen Waldspaziergang machen.

Der Boden war so trocken gewesen, dass der gestrige Regen kaum merkbar war, doch in den Unmengen an Blättern lagen leider auch Unmengen an Kletten, von denen sich ein dicker Pack an die langen Bauch- und Beinhaare meines Ari anhefteten.

Mit Mühe gelang es mir, das schlimmste runterzuzupfen, um ihn wieder einigermassen mobil zu kriegen, denn er meinte „mit diesem widerlichen Dreck da auf mir, gehe ich keinen Schritt weiter. Also mach das gefälligst mal weg“.

Dem Rest davon musste ich dann zu Hause mit der Schere auf den Leib rücken, was Riesenlücken in Aris Fell verursachte, die aber meinem Hund völlig schnuppe waren.

Der Waldspaziergang war allerdings auch deshalb geplant, weil ich von den 200 Meisenknödel, die ich für die Vögel in meinem Garten bestellte, noch 40 übrig hatte, und diese zur Futterstelle im Wald den Eichhörnchen bringen wollte, weil der viele Abfall davon im Garten nicht nur Mäuse, sondern in letzter Zeit sogar Ratten anzog.

Ganze 10 Stück davon schaffte ich bis dahin, die anderen bettelten mir eine Schar Krähen ab, die mich auf der Wiese entdeckten, und aus unerfindlichen Gründen wussten, dass das Vogelfutter ist, was ich da in einem Sack auf meinen Schultern trug.

Sie umkreisten mich mit lautem Geschrei, und dies so knapp, dass ich den Wind durch ihre Flügelschläge spüren konnte. Eine von ihnen blieb etwa einen Meter vor mir in der Luft stehen, und ich konnte in ihren Augen sehen, wie dringend sie Futter brauchten.

Und als sie sich alle auf den Haufen Futter stürzten, den ich ihnen auf einen blätterfreien Platz am Rande der Wiese hinlegte, war mir klar, dass diese armen Tiere Hunger hatten.
Folglich legte ich dann noch ein paar weitere Futterplätze für sie aus, denn ich dachte mir, dass ich für die Eichhörnchen sowieso regelmässig Nüsse hinlege, sobald es friert.

Die Motivation allerdings für diesen ereignisreichen Vormittag habe ich ganz offensichtlich der Kapsel Tryptophan zu verdanken, von der ich heute morgen wieder einmal eine genommen hatte.
Für etwa 5-7 Tagen helfen sie sehr gut, um Lust an Bewegung oder sonstigem Tun zu bekommen, dann aber muss ich wieder aufhören damit, denn es ist ein deutliches Zuviel zu merken, das in Nervosität und Hektik ausartet.

Und so wünsche ich meinen Lesern ebenso Sonnenschein mit guter Laune, und eine schöne Wochenmitte.