TAGEBUCH – 26. September 2020

Mit dem heutigen Tag würde ich meinen, dass dieser Horrorsommer 2020 zu Ende ist, denn die Temperaturen sanken von etwa 25° zuletzt auf ganze 9°.

Fühlte sich heute Nacht irgendwie seltsam an, erinnere ich mich, als ich gegen 02h morgens aufstand, und mir ein eiskalter Wind durch das offene Fenster entgegen wehte. Viel zu schnell gewöhne ich mich immer daran, wenn es nachts immer noch warm ist, und ich barfuss laufen kann ohne zu frieren.

Vor einigen Tagen erinnerte ich mich an die späten 80er und daran, als Bachblüten in aller Munde waren. Vorallem aber daran, dass ich mir damals alle 38 Stockbottles besorgte, und damit auf Teufel komm raus herum experimentierte.

Also beschloss ich mich nochmals an eine solche Selbsttherapie heran zu wagen, und erstellte eine Liste aller infrage kommenden Blüten. Es waren sieben an der Zahl.

Star of Bethlehem zur Aufarbeitung von Traumata, von denen es ja speziell in diesem Jahr mehr als genug gab.

Hornbeam zur Regenerierung mentaler Erschöpfung.

Gorse, Willow, Larch und Sweet Chestnut, die jeweils auf andere Art und Weise helfen sollen wieder Hoffnung zu schöpfen, dass es doch noch schöne Zeiten geben kann, und das Leben wieder Sinn bekommt.

Und Cherry Plum, das Panikattacken abfangen und Kurzschlusshandlungen verhindern soll, was in meinem Fall der Rückfall in den Alkohol wäre.

Morgens jeweils 2 Tropfen aus der Stockbottle in ein Glas Wasser und über den Tag verteilt getrunken, sollte nach 3-4 Wochen eine merkliche Erleichterung der Seelenqualen bewirken……so sagt man.

In der ersten Oktoberwoche habe ich meine erste Ablesung des Herzmonitors, wo ich erfahren werde, ob Vorhofflimmern die Ursache des Schlaganfalls war. Einen Tag später ist ein Besuch beim Neurologen angesagt, um mir die Freigabe zum Lenken eines Fahrzeugs zu holen.

Und im November steht eine neuerliche Blutuntersuchung an, die zeigt ob die Medikamente wie geplant das LDL-Cholesterin weiter gesenkt haben. Demnach also auch der Besuch bei meinem Internisten/Kardiologen.

Sollte es keine Hiobsbotschaften geben, hiesse das, dass ich erst Mitte kommenden Jahres wieder zu Ärzten muss. Ob ich soviel Glück habe, bestimmt aber jemand anderes.

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech ha Olam – Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

6 Antworten auf „TAGEBUCH – 26. September 2020

    1. Danke Dir Mäuschen.
      Und ja ich weiss, dass SIE immer da sind.
      Als ich das erste Frühstück bekam in der Intensivstation, ich hatte ein Bett direkt vorm Fenster, schaute ich hinaus und wünschte mir, dass ich einen von ihnen sehen könnte.
      Dachte mir, dass sich mir z.B. eine Wolke in Engelsform zeigen könnte.
      Das geschah leider nicht, doch plötzlich fing der Seitenteil der Vorhänge an zu leuchten, so als ob dahinter ein Licht angezündet wurde.
      Ich schaute umher, ob sich dort ein Licht spiegeln könnte, also ob ich es erklären konnte, doch ich fand absolut nichts, was infrage käme – und dann geschah es nochmals. Mehrere Lichtblitze waren am Vorhang zu sehen, ohne einen erklärbaren Grund dafür – denn auch die Sonne schien noch nicht, so zeitig war es.
      Seufz – ich schäme mich für meine Undankbarkeit, dass ich täglich darum bitte, SIE sehen zu können – ja ich schrecke nicht mal davor zurück SIE zu bitten, mit mir zu sprechen.
      Doch leider 😥 – ist ihnen vermutlich verboten – 😥
      Drück Dich ganz lieb und wünsche Dir einen schönen Sonntag ❤

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      1. Liebste Babsie,
        ich bin seit mehr als dreißig Jahren auf diesem Weg. Habe wirklich jede Menge Erfahrung und darf ich dir ganz ehrlich was mitteilen …. ich tus einfach.
        Ich fühle, dass du dich versteifst darauf … nicht daran denken …. dann geschieht es einfach … das sehen, das hören … u.v.m.
        Das bestäigen mir auch die Menschen welche ich begleite immer wieder.
        Liebende Grüße …M.M.

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    2. Du hast es ganz richtig erkannt, liebste Monika.
      Ich weiss, dass ich entsetzlich „klammere“. Das mach ich auch beim Studium der Kabbalah, dass ich mir immer sofort erwarte, dass sich mein Bewusstsein merklich verändert, und alles so geschieht, wie es die Kabbalah verspricht.
      Und auch Dieter hat das bereits erkannt und mich darauf aufmerksam gemacht.
      Ich vermute es liegt daran, dass ich ja nicht nur an einer diagnostizierten generalisierten Angststörung leide, sondern auch an Depressionen, seitdem ich denken kann – also bereits in meiner Jugend damit zu kämpfen hatte. Es begann mit etwa 12-13 Jahren, dass ich begann Menschen zu meiden. Wartete immer bis es dunkel wurde, und ging erst dann mit meinem Hund spazieren. Versuchte mich vor allen Schulveranstaltungen zu drücken, weil ich keinerlei Freude damit hatte da mitzumachen.
      Und je älter ich wurde umso stärker wurde das Einzelgängertum, und damit auch meine seelischen Leiden durch die innere Vereinsamung.
      Ein Teufelskreis, aus dem ich erst entkam, nachdem ich während meiner erste Ehe einen Selbstmordversuch unternahm, und man mir Antidepressiva verschrieb. Die damaligen Medikamente wirkte weit besser, als die jetzigen, hatten allerdings auch mehr Nebenwirkungen, wie totale Schlaflosigkeit z.B., weil die „aufputschende“ Wirkung derselben nachts nicht abklang.
      Doch als junger Mensch störte mich das nicht, sondern im Gegenteil empfand ich es als intensives leben.
      Doch leider verschwanden diese Medikamente im Laufe der 80er nach und nach.
      Puhhh….jetzt bin ich wieder abgeschweift.
      Jetzt habe ich aber nichts mehr, was mir ein bisschen helfen könnte, also klammere ich mich an das einzige was noch infrage kommt und das sind Gott und seine Engel.
      Werde wohl auch hier neu lernen müssen, bescheidener zu werden.
      ❤ ❤ ❤

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