JÜDISCHE DENKWEISE 1

Sei nicht wohltätig, praktiziere keine Nächstenliebe!

Wohltätigkeit bedeutet nett zu sein. Es bedeutet, dass der andere es nicht verdient, und Du nichts geben musst, denn in dieser Welt gilt „was Du hast gehört Dir auch, und was der andere hat, das gehört ihm“.

Aber gläubige Juden praktizieren keine Wohltätigkeit, Juden geben „Tzedakah“. Und Tzedakah bedeutet, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Tzedakah bedeutet, dass Dein Geld nie wirklich Dir gehörte, dass Du nur der Schatzmeister bist, und dass in dem Geld das Vertrauen Gottes in Dich gesteckt wurde, um für gute Dinge ausgezahlt zu werden, sowohl für Dich selbst, als auch für andere, wenn sie Not haben.

Tzedakah ist etwas, das du jeden Tag erhältst, obwohl Gott dir gegenüber keine Verpflichtungen hat, aber er versorgt dich trotzdem ständig mit allem, was du brauchst.

Und da Gott alles widerspiegelt, was Du unten auf Erden tust, solltest Du das Bedürfnis haben, mehr zu geben, als Du geben musst, damit ER Dir mehr gibt, als Du verdienst.

Think it over!

aus: https://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/147434/jewish/Dont-Give-Charity.htm#utm_medium=email&utm_source=5_daily_dose_en&utm_campaign=en&utm_content=content

DIE SCHÖNSTEN SEGENSSPRÜCHE

Ich wünsche Dir, dass Du Deinen Tag lächelnd beginnen kannst, in froher Erwartung der Aufgaben, die auf Dich warten, und all der Begegnungen, die Dir geschenkt werden; dass Du aber auch die nötige Geduld hast, das zu ertragen, was Dir lästig ist, oder was Dir überflüssig erscheint.

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STILLER AUGENBLICK

Fliehendes Jahr, in duftigen Schleiern
Streifend an abendrötlichen Weihern,
Wallest du deine Bahn;
Siehst mich am kühlen Waldsee stehen,
Wo an herbstlichen Uferhöhen
Zieht entlang ein stummer Schwan.

Still und einsam schwingt er die Flügel,
Tauchet in den Wasserspiegel,
Hebt den Hals empor und lauscht;
Taucht zum andern Male nieder,
Richtet sich auf und lauschet wieder,
Wie’s im flüsternden Schilfe rauscht.

Und in seinem Tun und Lassen
Will’s mich wie ein Traum erfassen,
Als ob’s meine Seele wär,
Die verwundert über das Leben,
Über das Hin- und Widerschweben,
Lugt‘ und lauschte hin und her.

Atme nur in vollen Zügen
Dieses friedliche Genügen
Einsam auf der stillen Flur!
Und hast du dich klar empfunden,
Mögen enden deine Stunden,
Wie zerfließt die Schwanenspur!

Gottfried Keller (* 19. Juli 1819 in Zürich; † 15. Juli 1890 ebenda) war ein Schweizer Dichter und Politiker.

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 6

Nach zwei herbstlichen Tagen mit nur 15° und Unmengen an Regen, scheint heute wieder die Sonne und mit 20° Temperaturansage.

Der Vormittag war sehr anstrengend für mich, denn ich musste in die Apotheke, um mir die von meinem Hausarzt über ELGA verordneten Medikamente abzuholen.

Und anschliessend zu Saturn ins Einkaufscenter, um mir einen neuen Drucker zu besorgen. Leider treten seit Corona immer öfter Panikattacken auf, wenn ich mich unter vielen Menschen befinde, und ich muss oft während des Gehens stehen bleiben, um die entsprechenden Atemübungen zu praktizieren, die mir helfen wieder ruhig zu werden.

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, welch befreiendes Gefühl es sein wird, wieder angstfrei unter Menschen sein zu dürfen. Wieder mit Freude durch die Mall zu laufen, auf der Suche nach schönen Dingen.

Unser Gesundheitsminister sagte gestern, dass die ersten 300.000 Menschen in Österreich bereits im Jänner geimpft werden können. Was natürlich den Ärzten und dem Pflegepersonal zugute kommen wird. Aber trotzdem ist es ein schöner Gedanke, dass mit kommendem Jahr vielleicht doch wieder alles gut wird.

Aber zu danken habe ich trotz allem unglaublich viel:

Ich danke dafür, dass ich in einem Land leben darf, welches über ein unglaublich gutes Gesundheitssystem verfügt. Und dass ich ganz einfach nur in die Apotheke fahren muss, um alle nötigen Medikamente zu bekommen, die ich benötige, um meine Gesundheit aufrecht zu erhalten.

Ich danke dafür, dass ich über soviel Einkommen verfüge, das es mir nicht nur ermöglicht mir vieles zu leisten, was ich mir wünsche, sondern ich damit sogar andere Menschen, die mir wichtig sind, unterstützen kann – das ist nämlich ein ganz besonders schönes Gefühl, wenn ich ehrlich sein darf.

Und ich danke dafür, dass es morgen bereits 10 Wochen sind nach dem Minor Stroke, und die Gefahr eines Major Stroke immer kleiner wird. Die Ärzte sagen, dass nach drei Monaten die Gefahr soweit minimiert ist, dass man auch wieder die Erlaubnis bekommt, einen Wagen zu fahren. Und darauf freue ich mich ganz besonders, um nicht immer meinen Mann bemühen zu müssen mich zu chauffieren.

Die Liste aller Danksagungen wäre ellenlang, wenn ich mir bewusst machen würde, wieviele Obdachlose es alleine in den USA gibt, wo ich viele Jahre in einem wundervollen Haus mit Garten leben durfte. Ganz zu schweigen von den vielen Menschen z.B. in Indien und Brasilien, und in allen Entwicklungsländern, die sterben weil sie nicht genug Nahrung bekommen.

Baruch ata Adonai, elohenu, melech haOlam – Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Herrscher des Universum – Dein Wille geschehe!