ANA HOT IMMA DES BUMMERL

Keine Ahnung wieso mir gerade eben ein Freund meines Vaters einfällt, der immer einen besonderen Eindruck auf mich gemacht hatte, wenn er zu Besuch kam, oder wir bei ihm eingeladen waren. Muss allerdings darauf hinweisen, dass ich damals noch in die Grundschule ging und ihn Onki Horstl nannte.

Mein absolutes Lieblingslied von ihm war dieses hier:

TAGEBUCH – SAMSTAG, 25. DEZEMBER 21

Wie viele ja schon wissen, wohne ich am Rande des Wiener Waldes und habe einen Hund mit Namen Ari. Genau dieser schafft es, mich täglich wenigstens einmal in die Natur zu scheuchen.

Relativ hoch oben habe ich mir schon vor vielen Jahren einen umgefallenen Baum als Futterplatz für die Eichhörnchen auserkoren. Vorallem im Herbst schleppe ich jedes Jahr etwa 10 Shopywagerl mit Haselnüssen dorthin, die ich in einer sehr langen Haselnussallee einsammle, die ebenso nur wenige Gassen von meinem Haus entfernt liegt.

Je älter ich werde, umso anstrengender ist es natürlich, dieser Aufgabe nachzukommen. Doch bislang hatte ich es immer noch irgendwie, geschafft. Lediglich heuer waren ein Grossteil der Haselnussbäume leer gewesen, was ich eigentlich das erstemal innerhalb von etwa 20 Jahren beobachten konnte. Hmm…. vielleicht tragen diese Nussbäume ja irgendwann einmal gar nichts mehr??? …..Muss ich mal googeln.

Also musste ich die Sorge, dass diese süssen Lebewesen womöglich im Winter hungern müssen, wegfegen, indem ich jede Woche einen grossen Sack geschälter Erdnüsse, mit denen ich die Vogelhäuschen der Piepmätze fülle, zu diesem Futterplatz bringe.

Dabei kam mir in den Sinn, dass ja vielleicht auch die vielen Krähen, die sich in jedem Winter auf den Wiesen und Bäumen befinden, zu wenig haben könnten, und um nun auch diese Sorge wegzufegen, bemerkte ich einen irgendwie immer trockenen Platz unter einer riesigen Eiche, auf der sie regelmässig sitzen, wo ich nun auch für diese schwarzen Gesellen Futter hinterlasse, das sofort ratzeputz verdrückt wird, sobald Ari und ich ausser Sichtweite sind.

Ich bin sicher, hier schon einmal geschrieben zu haben, dass Engel ihre Anwesenheit mit Federn zeigen – vorzüglich weissen Federn. Aber vorallem, dass ich genau an soetwas auch glaube.

Alle, die hier mit mir an Engel glauben, können sich vorstellen wie beeindruckt ich heute war, als unter der Rieseneiche, wo ich wieder mal einen Schub gerösteter Brotstücke hinterliess, 11 !!!! kleine weisse Federn lagen.

Doch dieser Freude nicht genug, zogen plötzlich Unmengen an Krähen mit lautem Geschrei über mir hinweg und vereinten sich mit anderen, die aus der entgegen gesetzten Richtung kamen.

Wer sich ein bisschen mit Krähenvögel auskennt weiss, dass sie das unmittelbar vorm Schlafen tun, um ihre Muskel aufzuheizen, und damit besser durch die Nachtkälte zu kommen.

Doch es war nicht unmittelbar vorm Schlafengehen, sondern 14.15h.

Übrigens fing es auch in der Sekunde an zu schneien. Also doch noch weisse Weihnacht in Wien.

GEDANKENSPLITTER: Engel begleiten uns ein Leben lang, und wenn ihnen gefällt, was wir so treiben, dann lassen sie es uns wissen mit einer kleinen weissen Feder als Geschenk.