DANKBARKEITS-TAGEBUCH ERINNERUNGEN

Heute vor 46 Jahren, also am 12. Mai 1976 wagte ich mich zum zweiten Mal aufs Standesamt. Es war strahlender Sonnenschein und wir sassen anschliessend mit meinen Eltern und fünf seiner geladenen Arbeitskollegen und Freunde im Gastgarten eines Nobelheurigen in Neustift.

Mein Gott, denke ich mir eben, wie hell war doch damals alles in meinem Kopf. Wie unglaublich glücklich und unbeschwert waren wir gewesen. Alle Anwesenden waren ebenso wirklich gut drauf und wir scherzten und lachten bis zum Gehtnetmehr.

Wir waren mitten im Wirtschaftswunder, mein Mann war Versicherungsangestellter und Immobilienmakler, was sich damals voll ergänzte, und wir konnten innerhalb von rund 7 Jahren die Bankraten für das Reihenhaus komplett abbezahlen, uns eine Inneneinrichtung vom Tischler anfertigen lassen, tolle Urlaube machen, zwei Autos kaufen und der Welt einen Haxn ausreissen, wie man in Wien gerne sagt.

Doch auch diese Zeiten änderten sich nach und nach, und schon anfangs der 80er war die Nachfrage bei Versicherungen und Immobilien nicht mehr annähernd so stark, wie mitte der 70iger.

Aber es wenigstens erleben zu dürfen ist doch weit, weit mehr als jungen Menschen heute möglich ist, und ich will nur noch dankbar sein für alles Gute und Schöne, das mir in meinem Leben vergönnt war.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s