TAGEBUCH – 12. MAI 2022

Wien hat nun den vierten Tag rund 30° und gestern wurde ich wieder damit konfrontiert, dass die Zeiten, wo ich stundenlang im brennheissen Auto fahren und/oder in der Sonne im Garten arbeiten konnte, endgültig vorbei sind.

Wachte schon mit einem Angstgefühl auf, was sich von Stunde zu Stunde vergrösserte. Und von meinem Rabbi, dessen Videovorträge ich täglich ansehe, weiss ich, dass solche Zustände nur mit produktiver Arbeit in den Griff zu bekommen sind.

Also nahm ich mir den Garten vor mit Rasenmähen, Unkraut zupfen und vorher eine Kärcherreinigung der Terrassenfliesen. Nach rund 1.5 Stunden war das erledigt und ich setzte mich zum PC um mir eine Schiur anzusehen. Merkte aber sofort, dass es mir immer noch mies ging. Ich war innerlich so ergriffen von der Angst, wie es weiter geht mit all dem Bösen, was Europa so fest im Griff hat, dass ein sich konzentrieren unmöglich war.

Also beschloss ich das Vorhaben für den nächsten Tag auch noch zu machen d.h. zum Gärtner fahren um Blumen für Beete zu kaufen. Und anschliessend zum Billa (Rewe), um den monatlichen Grosseinkauf zu machen, für den ich 20% Rabatt bekomme.

Spürte beim Reintragen der Sachen ins Haus schon, dass es mir nun auch körperlich nicht mehr gut ging, denn ich konnte mich nicht mehr bücken ohne dass ich schwindelig wurde. Doch vieles musste in die Tiefkühltruhe und in den Eiskasten, vorallem aber waren die Blumen völlig ausgetrocknet und sollten schleunigst eingegraben und bewässert werden, was ich auch sofort machte – doch nicht lange. Nach geschätzten 10 Minuten verlor ich von gleich auf jetzt das Bewusststein, was die Nachbarin mit ansah und meinen Mann um Hilfe rief.

Als dieser ankam spürte ich bereits, dass wieder Blut in meinen Kopf kam, und war imstande aufzustehen, um nach hinein zu wanken. Eine Viertelstunde auf der Couch mit viel kaltem Wasser trinken brachte dann meinen Kreislauf wieder in Schwung, und ich durfte mich darüber freuen, dass mein Mann die restlichen Blumen eingesetzt und gegossen hatte…..seufz!!! Wie es halt schon heisst: „Altwerden ist nichts für Weicheier“ – also habe ich tapfer die Beule am Kopf weggesteckt, die noch stundenlang schmerzte.

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