TAGEBUCH – 13. MAI 2022

Heute ist wieder so ein typischer Tag an dem ich mich innerlich wie gelähmt fühle. Wo ich von Mitte letzter Woche bis Mitte dieser Woche eine wirklich positive Stimmung spüren durfte, die dem was Geno zum Abschied sagte passte: „Seid mutig und stark“, hat sich seit gestern wieder alles ins Umgekehrte gewandelt.

Ich weine um meinen Daniel, und mein Magen schmerzt, wenn ich sehe, wie sehr Ari abgebaut hat seit letztes Jahr, denn das heisst für mich, dass ich ihn wohl nicht mehr lange haben werde. Ich frage mich, wie ich das schaffen werde, dann auch noch ohne Ari weiter leben zu müssen? Wie wird es sein, wenn ich mit ihm zum Tierarzt gehe und ohne ihn rausgehen muss? Im Augenblick scheint es mir unerträglich, das nochmals erleben zu müssen.

Heute Nacht kamen wieder Wassermassen vom Himmel und mittags konnte ich im Keller sehen, dass die Wand durch den Anstieg des Grundwassers extrem feucht geworden ist. Im Klartext, dass ich wohl jetzt doch den Installateur holen muss, der einen Abfluss von dort ins Schlammloch stemmen muss, um zu verhindern, dass es wieder durch die Bodenfliesen in den Keller herein rinnt.

Wo ich letzte Woche sicher war, dass es eine wirkliche Lösung wäre mich täglich vollaufen zu lassen, bin ich heute wieder nicht mehr sicher, ob ich das immer noch will. Denn ich hatte vermutlich nicht weiter gedacht gehabt, nämlich was die körperlichen Folgen angeht. Das Gehirn würde mit dauernden Filmrissen reagieren und mein Körper würde aufgedunsen aussehen.

Wie seltsam denke ich mir eben, ich bin voll Angst vor allem was da jetzt noch alles auf mich zukommen kann, und doch funktioniert mein Verstand wohl besser als letzte Woche, wo ich mich mutig und stark gefühlt hatte.

Gleich will ich mir wieder ein Video von meinem Rabbi ansehen und hören, was er Schönes und Gutes zu sagen hat. Und dazwischen will ich Pausen machen, um Staub zu wischen und zu saugen. Unglaublich wieviel Staub sich im Haus befindet, wenn die Terrassentür den ganzen Tag offen ist, was ja seit gut einer Woche der Fall war. Und für kommende Woche werden weiter über 30° für Wien prognostiziert.

Hach – nächste Woche – wie schlimm, denke ich mir grad. Am Mittwoch muss ich ins Labor zur jährlichen Kontrolle und am Donnerstag habe ich den 3. Stich wegen Corona. Und jetzt habe ich wieder die Angst im Kopf zu erfahren, dass meine Leber- und Nierenwerte schlechter wurden, was leider eine Folge der Medikamente ist, die ich seit Anfang des Jahres nehmen muss.

Nun wünsche ich allen meinen Lesern ein baldiges Schabbat Schalom und ein schönes Wochenende mit vielen guten Gedanken und Wärme im Herzen füreinander.

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