TAGEBUCH – 18. MAI 2022

Die letzte Nacht war als Ausgleich für die voran gegangene besonders gut, denn ich schlief rund 10 Stunden am Stück. Doch das Aufwachen war wieder sehr schlimm, als mir gleich einfiel, dass ich heute die Laborwerte abfragen kann.

Gegen 14.30 nahm ich allen Mut zusammen und las sie mir aufmerksam durch. Doch leider war es mir nicht möglich mir zu erklären, wieso Werte, die zuletzt hoch waren, jetzt wieder niedrig sind und umgekehrt Werte die zuletzt niedrig waren wieder hoch sind. Wie erwartet schnürrt mir die Angst jetzt wieder die Kehle zu. Doch es sieht nicht danach aus, dass ich mich deshalb zuschütten werde. Dieser Drang hat sich total gelegt, seit ich mir selbst grünes Licht zum Trinken gab. Wie seltsam doch die Psyche eines Menschen konzipiert ist.

Viele Monate wollte ich nicht darüber reden, weil ich mich davor fürchtete, es akzeptieren zu müssen, wenn ich es erzähle. Nun ist es aber für mich nicht mehr wegzuschieben, und ich werde mich der Diagnose Leukämie wohl stellen müssen.

In drei Wochen habe ich wieder meinen Termin beim Internisten und er wird mir sicher erklären, wieso meine Werte so dermassen starken Schwankungen unterzogen sind.

Worüber ich mich allerdings wirklich gefreut hatte das waren die Nierenwerte. Die hatten sich in den letzten beiden Jahren so sehr verschlechtert, dass der Arzt mich schon auf eine baldige Blutwäsche hingewiesen hat, wenn es zu weiteren so massiven Verschlechterungen kommt. Die heutigen Werte zeigten wieder eine Besserung von rund 20% und auch die hohen Leberwerte besserten sich um rund 10% wieder.

Die Notwendigkeit einer Dialyse hätte mir sehr zu schaffen gemacht, wenn ich ehrlich bin, und ich vermute sogar, dass ich darauf sogar verzichtet hätte. Dieter erzählte mir, dass seine Mummy genau das machte, und ohne Dialyse trotz sehr schlechter Nierenwerte noch rund 10 Jahre problemlos gelebt hat. Soviel zur Aussage von Ärzten!!!!

Wien hat heute nur 24° mit Sonnenschein und ich war bereits zweimal mit Ari spazieren. Für kommende Woche habe ich einen Termin beim Tierarzt, weil Ari seit einigen Wochen einen extremen Mundgeruch hat, was vermutlich an den Zähnen liegt. Denn ich konnte beobachten, dass er sich harte Sachen immer vorher im Mund hin und her schiebt, bevor er sie zerbeisst. Seufz….hoffentlich ist es nichts schlimmeres. Man wird sehen.

TAGEBUCH – 17. MAI 2022

Was für eine Nacht und was für ein Tag, der nur noch besser werden kann.

Gestern Abend wurde ich gegen 21.30h dermassen müde, dass ich nur noch schlafen wollte, was ich letztlich auch tat. Doch um 02h war ich mit einem Mal hellwach und mir standen irgendwie die Haare zu Berge von dem letzten Traum. Denn dieser handelte davon, dass alles auf die Welt herein brach, was nur möglich war.

Ich befand mich in einem dunklen Zimmer hier im Haus und machte Atemübungen um meine Panik in den Griff zu bekommen. Denn es hatte einen Blackout gegeben, und damit gab es keinen Strom mehr. Doch in meinem Bewusstsein hatten wir schon lange zuvor kein Gas mehr und konnten nur über Radiatoren heizen, die jetzt auch noch wegfielen.

Ich konzentrierte mich auf das Geräusch von heran fahrenden Autos, das aber nicht kam. Es war so unglaublich still, dass ich mich fragte, ob ich überhaupt noch am Leben bin, und in meiner Erinnerung hörte ich einen ohrenbetäubenden Knall und ein so grelles Licht, wie ich es niemals zuvor irgendwo gesehen hatte.

Meine Gedanken drehten sich unaufhörlich darum, dass ich mich doch um vieles kümmern müsste und Fragen kamen wo ist denn mein Mann und wo ist Ari. Und dass ich doch nicht hier liegen bleiben kann um nichts zu tun. Dann endlich wachte ich auf.

Und das wars dann auch gewesen für diese Nacht – es gab kein Einschlafen mehr. Als es hell wurde gegen 05h fiel mir ein, dass heute Mittwoch ist und ich ins Labor fahren muss, was ich gegen 07.30 auch tat. Nur als ich dort ankam, machte mir die Schwester klar, dass heute erst Dienstag und mein Termin erst morgen ist.

Als sie sah wie mir Tränen in die Augen schossen meinte sie, dass heute genauso gut ist wie morgen, und ich im Wartezimmer Platz nehmen soll.

Was die Befunde angeht sagte sie mir dann, dass ich ja eine Laborkarte habe und mich ab Donnerstag einloggen kann, um meine Werte anzusehen.

Habe zwar im Augenblick keine Ahnung wie das geht, doch ich denke in zwei Tagen wird es mir wieder einfallen. Und wenn nicht, dann hätte ich wenigstens noch drei Wochen bis ich alles von meinem Arzt erfahren werde, wo ich den Termin am 8. Juni habe.

In Wien hats nachts ein bisschen geregnet, doch es hat 28° und es ist sehr schwül. Zu Mittag gab es für meinen Mann paniertes Putenschnitzel mit Bratkartoffel, Tomaten- und Gurkensalat, sowie Vanillepudding zum Nachtisch. Doch ich erinnere mich nicht wirklich, wie ich das alles hingekriegt hatte. Vermutlich mit Babyschritten, was heisst einen kleinen Schritt nach dem anderen.

Hoffentlich vergesse ich nicht über Nacht, dass mein Impftermin erst übermorgen und nicht morgen ist.

TAGEBUCH – 16. MAI 2022

Wie versprochen hat Wien heute 32° mit strahlendem Sonnenschein und Windstille, was eindeutig ermüdend war beim Spazierengehen mit Ari, sodass er sogar die kürzere Runde ausgewählt hat um bald wieder nach Hause in den Schatten zu kommen.

In letzter Zeit gelingt es mir immer wieder darauf zu verzichten, mich mit den Microsoft Nachrichten berieseln zu lassen. Ein baldiges Kriegsende ist sowieso nicht abzusehen, was die Zahl der Neuinfektionen angeht so sieht es ja auch recht gut aus in Österreich. Und was die Politiker sich für Gemeinheiten an den Kopf werfen, muss ich wirklich nicht wissen.

Gestern hörte ich ein Video von meinem Rabbi, der über Depressionen sprach und Lustlosigkeit und er riet dazu drei Dinge zu praktizieren, die den Menschen helfen, aus dieser negativen Stimmung wieder rauszukommen.

Schönes Hören – Angenehme Stimmen und Worte. Entweder Musik oder sich bei You Tube Meditationen mit einer Stimme anzuhören, die einem gefällt – also gut tut. Das gleiche gilt auch für Erzählungen. Auch Erwachsenen macht es Freude sich eine schöne Geschichte anzuhören – sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Schönes Sehen – Auch hier kann das Internet sehr hilfreich sein mit der Betrachtung von schönen Bildern, schönen Landschaften und lustigen Tieren zusehen, wo man dann auch noch herzlich lachen kann.

Gute Gerüche – Eine Aromatherapie hat eine sehr schnelle Wirkung, weil Gerüche unverfälscht in die Nase und damit ins Gehirn kommen. Wenn man zu negativen Stimmungen neigt, wäre es sinnvoll sich ein paar Duftöle zu kaufen, die einem z.B. an schöne Zeiten in der Kindheit erinnern.

Bei mir ist es z.B. das Tannenöl, das mich sofort in meine Kindheit rotzt. Denn meine Grossmutter ist zu Allerheiligen immer mit mir auf den Friedhof gegangen. Und dort waren viele Stände aufgereiht, an denen man aus Tannenreisig gebundene Kränze in verschiedenen Formen kaufen konnte, um sie zum Grab mitzunehmen. Niemals mehr hatte ich diesen Tannengeruch so intensiv gerochen, wie damals, und damit ist ebenso die Freude verbunden, über eine Kleinigkeit zum Naschen, die mir meine Oma dort immer gekauft hatte. Es war ein Stanitzel mit türkischem Honig.

Hach war das ein Genuss damals 😆 und wie soooo gerne denke ich daran zurück, an diese soooo hell erleuchtete Zeit, als noch keine Dunkelheit in meinem Kopf war – nur Licht und Sonnenschein.

TAGEBUCH – 13. MAI 2022

Heute ist wieder so ein typischer Tag an dem ich mich innerlich wie gelähmt fühle. Wo ich von Mitte letzter Woche bis Mitte dieser Woche eine wirklich positive Stimmung spüren durfte, die dem was Geno zum Abschied sagte passte: „Seid mutig und stark“, hat sich seit gestern wieder alles ins Umgekehrte gewandelt.

Ich weine um meinen Daniel, und mein Magen schmerzt, wenn ich sehe, wie sehr Ari abgebaut hat seit letztes Jahr, denn das heisst für mich, dass ich ihn wohl nicht mehr lange haben werde. Ich frage mich, wie ich das schaffen werde, dann auch noch ohne Ari weiter leben zu müssen? Wie wird es sein, wenn ich mit ihm zum Tierarzt gehe und ohne ihn rausgehen muss? Im Augenblick scheint es mir unerträglich, das nochmals erleben zu müssen.

Heute Nacht kamen wieder Wassermassen vom Himmel und mittags konnte ich im Keller sehen, dass die Wand durch den Anstieg des Grundwassers extrem feucht geworden ist. Im Klartext, dass ich wohl jetzt doch den Installateur holen muss, der einen Abfluss von dort ins Schlammloch stemmen muss, um zu verhindern, dass es wieder durch die Bodenfliesen in den Keller herein rinnt.

Wo ich letzte Woche sicher war, dass es eine wirkliche Lösung wäre mich täglich vollaufen zu lassen, bin ich heute wieder nicht mehr sicher, ob ich das immer noch will. Denn ich hatte vermutlich nicht weiter gedacht gehabt, nämlich was die körperlichen Folgen angeht. Das Gehirn würde mit dauernden Filmrissen reagieren und mein Körper würde aufgedunsen aussehen.

Wie seltsam denke ich mir eben, ich bin voll Angst vor allem was da jetzt noch alles auf mich zukommen kann, und doch funktioniert mein Verstand wohl besser als letzte Woche, wo ich mich mutig und stark gefühlt hatte.

Gleich will ich mir wieder ein Video von meinem Rabbi ansehen und hören, was er Schönes und Gutes zu sagen hat. Und dazwischen will ich Pausen machen, um Staub zu wischen und zu saugen. Unglaublich wieviel Staub sich im Haus befindet, wenn die Terrassentür den ganzen Tag offen ist, was ja seit gut einer Woche der Fall war. Und für kommende Woche werden weiter über 30° für Wien prognostiziert.

Hach – nächste Woche – wie schlimm, denke ich mir grad. Am Mittwoch muss ich ins Labor zur jährlichen Kontrolle und am Donnerstag habe ich den 3. Stich wegen Corona. Und jetzt habe ich wieder die Angst im Kopf zu erfahren, dass meine Leber- und Nierenwerte schlechter wurden, was leider eine Folge der Medikamente ist, die ich seit Anfang des Jahres nehmen muss.

Nun wünsche ich allen meinen Lesern ein baldiges Schabbat Schalom und ein schönes Wochenende mit vielen guten Gedanken und Wärme im Herzen füreinander.

TAGEBUCH – 12. MAI 2022

Fünf Tage lang hat es angehalten, dass ich ohne was zu trinken Frieden im Übermass spüren durfte, und ich deshalb gestern nur eine Flasche Rotwein kaufte, um an Schabbat Beginn und an Schabbat Ende je die Hälfte zu trinken. Das war immer mein Traum gewesen! Hatte nur niemals funktioniert, denn spätestens wenn ich die zweite Hälfte am Samstag getrunken hatte, hat nichts und niemand mich davon abhalten können, mir Nachschub zu holen.

Immer sagte ich: „Nur heute, am Samstag also am Schabbat will ich ein bisschen mehr haben. Morgen ist Sonntag, da gibt es dann nichts mehr bis Donnerstag.

Heute morgen hatte ich ein eher neutrales Befinden – bis meine Freundin Erika anrief und mich bat zu Ihr auf Besuch zu kommen, weil es ihr so mies geht. Ich konnte nicht nein sagen, denn man bekommt im Leben immer genau das, was man für andere getan hat. Also fuhr ich gleich los und war gegen 11h bei ihr. Sie empfang mich Tränen überströmt und erzählte mir, dass sie eine Vision von Gott hatte, der ihr sagte, dass alle Ukrainer Nazi sind, und wir in grosser Gefahr schweben, im kommenden Winter kein Gas zum Heizen und kein Essen mehr haben, weil es zum dritten Weltkrieg gekommen ist. Und Schuld alleine hat Selenkskji, weil er nicht bereit ist, den Russen das Land zu geben, was sie fordern.

Seufz….ich bin sicher, dass der Grossteil oder sogar alle meiner Leser meinen, dass das Spinnereien sind, und doch hatte alles, was sie sagte, auf mich einen Trigger, der massive Panikattacken auslöste.

Und jetzt sitze ich hier und trinke die gestern für Schabbat gekaufte Flasche Rotwein und denke mir, soferne ich überhaupt noch einen klaren Verstand habe, dass ich wohl völlig lebensuntauglich bin, wenn ich solche Meinungen nicht aushalte.

Doch ich hatte vor einer Woche beschlossen, alles, alles hier nieder zu schreiben, ohne darüber nachzudenken, was andere dazu sagen werden.

Und ich traue mich jetzt auch die Kommentarfunktion frei zu geben, denn ich sage mir, was kann schon passieren? Dass jemand schreibt, dass ich ein blöder Trampel bin, völlig unfähig klare Gedanken zu fassen?

Okay, dann soll es jemand schreiben und ich will versuchen, ihm nicht böse zu sein. Dann kann ich lernen den Rat meines Rabbis zu befolgen der sagt: „Nicht das zählt, was jemand sagt, sondern nur das, wie man darauf reagiert“.

Doch hoffe ich trotzdem, dass niemand wirklich Gemein ist

DANKBARKEITS-TAGEBUCH ERINNERUNGEN

Heute vor 46 Jahren, also am 12. Mai 1976 wagte ich mich zum zweiten Mal aufs Standesamt. Es war strahlender Sonnenschein und wir sassen anschliessend mit meinen Eltern und fünf seiner geladenen Arbeitskollegen und Freunde im Gastgarten eines Nobelheurigen in Neustift.

Mein Gott, denke ich mir eben, wie hell war doch damals alles in meinem Kopf. Wie unglaublich glücklich und unbeschwert waren wir gewesen. Alle Anwesenden waren ebenso wirklich gut drauf und wir scherzten und lachten bis zum Gehtnetmehr.

Wir waren mitten im Wirtschaftswunder, mein Mann war Versicherungsangestellter und Immobilienmakler, was sich damals voll ergänzte, und wir konnten innerhalb von rund 7 Jahren die Bankraten für das Reihenhaus komplett abbezahlen, uns eine Inneneinrichtung vom Tischler anfertigen lassen, tolle Urlaube machen, zwei Autos kaufen und der Welt einen Haxn ausreissen, wie man in Wien gerne sagt.

Doch auch diese Zeiten änderten sich nach und nach, und schon anfangs der 80er war die Nachfrage bei Versicherungen und Immobilien nicht mehr annähernd so stark, wie mitte der 70iger.

Aber es wenigstens erleben zu dürfen ist doch weit, weit mehr als jungen Menschen heute möglich ist, und ich will nur noch dankbar sein für alles Gute und Schöne, das mir in meinem Leben vergönnt war.

TAGEBUCH – 12. MAI 2022

Wien hat nun den vierten Tag rund 30° und gestern wurde ich wieder damit konfrontiert, dass die Zeiten, wo ich stundenlang im brennheissen Auto fahren und/oder in der Sonne im Garten arbeiten konnte, endgültig vorbei sind.

Wachte schon mit einem Angstgefühl auf, was sich von Stunde zu Stunde vergrösserte. Und von meinem Rabbi, dessen Videovorträge ich täglich ansehe, weiss ich, dass solche Zustände nur mit produktiver Arbeit in den Griff zu bekommen sind.

Also nahm ich mir den Garten vor mit Rasenmähen, Unkraut zupfen und vorher eine Kärcherreinigung der Terrassenfliesen. Nach rund 1.5 Stunden war das erledigt und ich setzte mich zum PC um mir eine Schiur anzusehen. Merkte aber sofort, dass es mir immer noch mies ging. Ich war innerlich so ergriffen von der Angst, wie es weiter geht mit all dem Bösen, was Europa so fest im Griff hat, dass ein sich konzentrieren unmöglich war.

Also beschloss ich das Vorhaben für den nächsten Tag auch noch zu machen d.h. zum Gärtner fahren um Blumen für Beete zu kaufen. Und anschliessend zum Billa (Rewe), um den monatlichen Grosseinkauf zu machen, für den ich 20% Rabatt bekomme.

Spürte beim Reintragen der Sachen ins Haus schon, dass es mir nun auch körperlich nicht mehr gut ging, denn ich konnte mich nicht mehr bücken ohne dass ich schwindelig wurde. Doch vieles musste in die Tiefkühltruhe und in den Eiskasten, vorallem aber waren die Blumen völlig ausgetrocknet und sollten schleunigst eingegraben und bewässert werden, was ich auch sofort machte – doch nicht lange. Nach geschätzten 10 Minuten verlor ich von gleich auf jetzt das Bewusststein, was die Nachbarin mit ansah und meinen Mann um Hilfe rief.

Als dieser ankam spürte ich bereits, dass wieder Blut in meinen Kopf kam, und war imstande aufzustehen, um nach hinein zu wanken. Eine Viertelstunde auf der Couch mit viel kaltem Wasser trinken brachte dann meinen Kreislauf wieder in Schwung, und ich durfte mich darüber freuen, dass mein Mann die restlichen Blumen eingesetzt und gegossen hatte…..seufz!!! Wie es halt schon heisst: „Altwerden ist nichts für Weicheier“ – also habe ich tapfer die Beule am Kopf weggesteckt, die noch stundenlang schmerzte.

PSALM 6 – MIT MEINEN WORTEN

EIN BUSSGEBET DAVIDS

Ach Herr, ich weiss ich bin nicht so wie Du mich haben möchtest. Ich bin ängstlich und erschrecke mich viel zu rasch über böse Nachrichten.

Und dann bin ich abgelenkt und verwirrt, kann Deine Gebote nicht halten, oder reagiere völlig unangemessen auf andere.

Wende Dich bitte nicht ab von mir, sondern heile meine Seele um Deiner Güte willen. Denn wenn ich tot bin, dann kann ich Dir nicht mehr danken für Deine Barmherzigkeit, die Du mir mein ganzes Leben lang hast zuteil werden lassen.

Ich bin so müde, mein Gott, von den vielen Erkenntnissen meiner falschen Handlungen, und den vielen Ängsten, die mich Tag und Nacht heimsuchen.

Doch ich weiss, sie werden weichen, weil Du, mein Gott, mein Flehen erhörst, denn meine Gebete sind zu Dir vorgedrungen. Alle Ängste werden vor Dir fliehen, und ich werde mich geborgen fühlen in Dir, Du mein Gott.

Link zum Originaltext https://www.bibleserver.com/LUT.HFA/Psalm6