GEDANKENSPLITTER

Lese eben einen Eintrag in mein Tagebuch letztes Jahr bei Jom Kippur, wo ich Gott um Hilfe bat mir dabei zu helfen, weniger zu trinken. Mich von der Sucht zu befreien, dass ich schon am frühen Nachmittag glaube, den Tag nicht ohne Alkohol durchzustehen.

Und in diesem Zusammenhang wenigstens 5-7 kg weniger auf die Waage zu bringen, damit ich viele Kleidungsstücke, die mir nun zu eng sind, wieder tragen kann.

Und ich erinnere mich sehr gut daran, als ich dies niederschrieb, wie mir klar wurde, dass ich vom Alkohol wohl nur dann wegkommen werde, wenn mich der Einbruch meiner Gesundheit dazu zwingen würde.

Erinnere mich, wie ich tief geseufzt hatte, als mir klar wurde, dass Gott doch letztlich dann genau zu solchen Massnahmen greifen müsste, um mir meine Wünsche zu erfüllen.

Und heuer hat Gott alle meine Wünsche erfüllt. Mit dem Stroke zeigt die Waage jetzt 10 kg weniger als im Vorjahr, und ich darf alle meine Sachen wieder tragen, die mir viele Jahre lang zu eng waren.

Ebenso ist Alkohol kein Thema mehr, und ich freue mich täglich schon auf den Nachmittag, wo ich eine heisse Schokolade , und über den Tag verteilt einen Liter Pfirsich-Maracuja-Tee geniessen darf.

Finde es auch äusserst angenehm auch noch abends klare Gedanken und vorallem keine Wassereinlagerungen mehr in den Beinen zu haben.

Also zweifellos ein Riesenerfolg auf der ganzen Linie….könnte man da doch letztlich sagen?

Wieso fällt es mir dann so schwer, das Geschehene als reine Wunscherfüllung, als Geschenk Gottes an mich, zu sehen? Ist doch jetzt alles genauso, wie ich es mir vor einem Jahr so sehr gewünscht hatte?

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam – gepriesen seist Du ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

WIRKLICH UNGLAUBLICH

und doch ist es wahr.
Noch vor ganz kurzem war ich sicher, absolut nichts mehr empfinden zu können, doch gerade eben musste ich zugeben, dass ich mich total verliebt habe. 😳
Total verliebt habe in den Darsteller einer Serie.
Liev Schreiber (richtig Isaac Liev Schreiber) spielt in Ray Donovan einen Typen, der nicht nur vom Aussehen her, sondern in seiner ganzen Art und Weise so dermassen perfekt meinem Vorstellungsbild von dem Mann meiner Träume entspricht, was mir diese berühmten Schmetterlinge im Bauch schenkt, die ich soooo lange schon vermisst habe.

Und nachdem ich ja bereits gelernt habe, dass es keinen wirklichen Unterschied gibt zwischen Realität und Virtuellem – zwischen Zeit und Raum, geniesse ich es einfach, noch einmal ein richtiges Verliebtsein erleben zu dürfen.

TAGEBUCH – FREITAG, 13. Dezember 2019

Sieben Wochen ist es her, dass ich zum letzten Mal in der Ordination meines Internisten war, dieser mich ins Labor schickte, und ich zwei Tage später diese Hiobsbotschaft erhielt, einen LPa Wert (Lipoproteine) siebenmal so hoch zu haben, als der Referenzbereich wäre.

Damals meinte ich, dass ich diese 7 Wochen nicht schaffe, bis ich die Möglichkeit habe alles mit meinem Internisten zu besprechen, und zu hören, was die geplanten Untersuchungen aussagen werden.

Heute war dieser Tag, und es stellte sich heraus, dass das EKG, die Ergometrie und das Herzecho einwandfreie Werte zeigten, ebenso die Durchblutung in den Beinarterien. Und der Ultraschall der Carotis, was den Durchfluss der Arterien noch am besten zeigt, als „zufriedenstellend“ beurteilt wurde.

Die Kontrolle der Cholesterine zeigte allerdings, dass die bisherigen Medikamente zu schwach sind, um ein Ziel von nur 70 LDL zu erreichen, und ebenso gilt das für die Medikamente der Blutdrucksenkung.
Also wurden beide gegen neue Medikamente ausgetauscht, von denen man sich eine weitere Senkung der Werte erhofft.

„Gelingt es uns, das schlechte Cholesterin von dato 136 auf unter 70 zu senken, und ebenso den Blutdruck konstant zwischen 130-140/85 zu halten, dann würde ich meinen, dass dieser hohe LPa Wert nicht massgeblich sein wird, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verursachen“ ….war die Aussage meines Internisten beim Abschied.

Allerdings wären da auch noch wichtige Punkte bei der Ernährung zu beachten:
1. Omega 3 sollte in hoher Dosierung beibehalten werden, mit 2-3 x eine Portion (12.5 dkg)frischen Lachs in Kokosfett gebraten in der Woche.
2. Alle Fette müssen durch Kokosfett ausgetauscht werden d.h. keine frittierten Produkte mehr, sondern schonendes Garen von Fisch und Fleisch mit ausschliesslich Kokosöl.
3. Süsses muss auf ein Mindestmass von 1-2 Pralinen am Tag reduziert werden. Wobei ebenso Obst auf eine Handvoll reduziert werden sollte, wegen der hohen Fructosekonzentration.
4. Alle Produkte, die Weizen in irgend einer Form enthalten, müssen vermieden werden. Also Nudeln nur aus Dinkel, Buchweizen oder Reis. Kein Weizenbrot und keine Mehlspeisen.

Mein Alkoholproblem, dass ich etwa 1/2 l Rotwein am Tag trinke, akzeptierte er, weil er sagte, dass jeglicher Druck, mit dem Trinken aufzuhören, nur noch ein Mehr an Trinken bringen würde.
Doch er machte mich darauf aufmerksam, dass Rotwein „Lieblich“, also mein Favorit 45 g Zucker enthält pro Liter, wo Rotwein „Trocken“ nur 5 g Zucker enthält.

Also werde ich jetzt eben auf „Trocken“ umstellen, worin ich kein Problem sehe.

Jetzt kann ich natürlich nur hoffen, dass ich die neuen Medikamente genauso gut vertrage wie die bisherigen, und eine erneute Labor-Kontrolle in den ersten Apriltagen dem erwünschten Ziel näher kommt.

PS: Nachdem ich aber immer wieder einmal „Anfälle“ von Schokogier hatte, wobei ein Glas Nutella mit 20 dkg innerhalb eines Abends weggeputzt wurde wie nichts, und ebenso ein 1/2 l süsser Likör genauso so hurtig verschwand, wird es sehr wohl eine gewaltige Umstellung für mich sein, dies in Zukunft zu unterlassen.

GEDANKENSPLITTER – LIEBE Teil 3

Für mich der wunderbarste Song ever.
Denn damals war ich ja sicher, dass ein „ICH LIEBE DICH“ auch ein „ich liebe Dich“ bedeutete.
Heute ist das nicht mehr so….was ist nur passiert mit uns???
Macht diese Eiseskälte im Herzen denn wirklich noch Sinn, ein solches Leben weiterzuführen?

GEDANKENSPLITTER -LIEBE

Irgendwie zogen heute meine Gedanken lang, lang zurück. Zurück in die Jahre der 80er, und als ich noch eine ganz klare Vorstellung davon hatte, wie „Liebe“ sich anfühlen „müsste“
Was in einem Mann vorgehen „müsste“, der ehrliche „Liebe“ für eine Frau empfindet.
So mancher, wenn nicht sogar alle, würden heute nur milde lächeln über soviel Naivität, doch heute war sie wieder da, diese so wundervolle Naivität und dieser so innige Glaube an die „wahre grosse Liebe“.
Und da kam mir ein Song in den Sinn, der genau all das ausdrückt, was ich damals, und wie man sieht auch heute noch, so tief empfinden konnte.
Denn „DAMALS“ waren die Menschen noch nicht seelisch so kaputt wie heute.
Ja genau das traue ich mich zu behaupten.
Es gibt heute keine „Liebe“ mehr in den Herzen der Menschen.

GEDANKENSPLITTER – GOTT – TEIL 2

Soweit ich mich zurück erinnern kann in meinem Leben war ich verfolgt von Ängsten, Zweifel und Unsicherheit.
Und genauso lange bat ich IHN: „Bitte lieber Gott, lass mich ein bisschen glücklich sein. Schenke mir ein bisschen Frieden ins Herz. Nimm mir diese quälende Angst davor, dass gleich was ganz schlimmes passieren wird“.

Doch dieser Typ dachte nicht im Traum daran mir auch nur ein kleinbisschen Hilfe zukommen zu lassen.
Und jetzt weiss ich endlich warum.
Weil es IHN überhaupt nicht gibt.

Ich komme nicht umhin zuzugeben, dass es irgend eine Intelligenz geben muss, die hier am Werk war, als dies alles geschaffen wurde.
Doch diese Intelligenz hat nichts gemeinsam mit „Jemanden“ der ein Herz voll Liebe hat, oder einen Plan, und schon gar nichts mit einer Fürsorge für seine Geschöpfe.

Denn wenn „ES“ so intelligent wäre, dann hätte es Lösungen für die Leiden seiner Geschöpfe. Dann hätte es längst eine Weiterentwicklung der Menschen gegeben, um sie von Habsucht und sonstigen niederen Begierden zu befreien.
Damit sie imstande wären, für die Tiere zu sorgen, die ohne ihre Hilfe zugrunde gehen.
Aber vorallem wären sie imstande in Frieden und Fürsorge füreinander da zu sein. Mir kann keiner erzählen, dass all dieses Leid, das Tag für Tag geschieht in dieser Welt, irgend einen geheimen Plan Gottes rechtfertigt.

Aber dann auch noch ein Leben lang zu glauben, dass dieser „liebe Gott“ sich um einen kleinen Hosenscheisser wie mich kümmert, wenn ich brav zu ihm bete, das schlägt dem Fass den Boden aus an jeglicher Abwesenheit von Intelligenz.

Habe eben eine Flasche russischen Sekt aufgemacht, ein Geburtstagsgeschenk meiner Nachbarn, und diese trinke ich auf diese Erkenntnis heute.

ES GIBT KEINEN GOTT!!!!

Es gab nur unglaublich raffinierte Juden, die diesen erfanden. Und sich selbst als sein erwähltes Volk auserkoren hatten.

Und warum das, frage ich mich eben.

Um sich selbst hervor zu heben einerseits, und andererseits um ihre Feinde zu beeindrucken.
Vermutlich dachten sie, dass sie von allen geliebt werden, wenn sie einen ureigenen Gott haben.

Und was ist tatsächlich passiert? Sie wurden von allen gehasst !!!!

Tja, so kann „Klugheit“ eben auch von hinten losgehen.

Somit sage ich allen meinen Lesern ein herzliches Dankeschön für Eure Geduld, und wünsche Euch eine Woche voll guter Gedanken und Seelenfrieden, den Ihr imstande sein sollt, aus Euch selbst zu schöpfen.
Denn ausser Euch selbst gibt es niemanden, der Euch liebt und für Euch sorgt.

animiertes-danke-thank-you-bild-0083 fürs Lesen ohne böse Kommentare.

GEDANKENSPLITTER – GOTT

Es ist unglaublich, wie dermassen zäh ein Glaube an der Seele haften kann, vorallem der Glaube daran, dass es einen liebenden Vater im Himmel gibt, der einen grossen Plan hat, den wir Menschen nur leider nicht kapieren – vermutlich weil er uns als Idioten geschaffen hat.

Und um seelisch nicht kaputt zu gehen, glauben wir jetzt an dieses Wunderwesen im Himmel, dessen Plan so exorbitant wichtig und grossartig sein muss, dass er all das Leid seiner Geschöpfe, die er ja soooo sehr liebt, rechtfertigt.

Was für eine gequirrlte Scheisse, bitte schön, ist das denn?

AMEN