OH GLAUBE MEIN HERZ – OH GLAUBE

Welch unglaublicher Text, den ich da in folgendem Blog fand (https://solitarythinkers.wordpress.com/), der nur leider keine Reblogger-Möglichkeit anzeigte, denn sonst hätte ich diese natürlich verwendet.

Oh glaube, mein Herz, oh glaube:
 Es geht dir nichts verloren!
 Dein ist, ja dein, was du gesehnt,
 Dein, was du geliebt, was du gestritten!

Oh glaube: Du wardst nicht umsonst geboren!
 Hast nicht umsonst gelebt, gelitten!
 Was entstanden ist, das muß vergehen
 Was vergangen, auferstehen!
 Hör auf zu beben!
 Bereite dich zu leben!


 Oh Schmerz! Du Alldurchdringer!
 Dir bin ich entrungen.
 Oh Tod! Du Allbezwinger!
 Nun bist du bezwungen!
 Mit Flügeln, die ich mir errungen,
 In heißem Liebesstreben
 Werd ich entschweben
 Zum Licht, zu dem kein Aug' gedrungen!


 Mit Flügeln, die ich mir errungen,
 Werd ich entschweben!
 Sterben werd' ich, um zu leben!
 Aufersteh'n, ja aufersteh'n wirst du,
 Mein Herz, in einem Nu!
 Was du geschlagen,
 Zu Gott wird es dich tragen!

Gustav Mahler war ein österreichischer Komponist am Übergang von der Spätromantik zur Moderne. Er war nicht nur einer der bedeutendsten Komponisten der Spätromantik, sondern auch einer der berühmtesten Dirigenten seiner Zeit und als Operndirektor ein bedeutender Reformer des Musiktheaters. Wikipedia

Geboren: 7. Juli 1860, Kaliště u Humpolce, Tschechien

Gestorben: 18. Mai 1911, Wien

TAGEBUCH – FREITAG, 26. JUNI 2020

Seit 9 Tagen bin ich jetzt schon im Krankenhaus, und seit 3 Tagen aus der Intensivstation.
Denn am Donnerstag den 18. Juni gegen 15h erlitt ich einen Schlaganfall, der sowohl für mich, und auch aufgrund aller bisher gemachten Untersuchungen, die alle o.B. waren, für die Ärzte hier ein Rätsel ist.

Ich hatte mich nach ein bisschen Gartenarbeit zum Ausruhen hingesetzt, und als ich den Deckel meines Lapis öffnen wollte, wunderte ich mich, wie schwer sich der linke Arm anheben liess.
Also versuchte ich ein paar Lockerungsübungen, doch es wurde schlimmer anstatt besser.
Und plötzlich merkte ich, dass auch mein linkes Bein schwächer wurde, und da hatte ich schon einen bösen Verdacht und versuchte hinauf in den Stock zu kommen, wo mein Mann einen Nachmittagsschlaf hielt.

Doch ich stürzte hin, als ich die Türe öffnete, was meinen Mann weckte, und ich fing an irgend was zu lallen.

Da sprang er aber schon auf und schrie: Um Gottes Willen Du hast einen Schlaganfall. Bleib liegen ich rufe sofort die Rettung“

Die waren 20 Minuten später zur Stelle und fuhren mich mit Blaulicht in ein Krankenhaus im 3. Bezirk, das für seine ausgezeichnete „Stroke Unit“ bekannt ist.

Während der Fahrt war es mir nicht mehr möglich, das linke Bein und die linke Hand zu bewegen, doch das Sprechen klappte wieder besser, sodass ich klare Aussagen machen konnte.

Im Krankenhaus angekommen landete ich augenblicklich in der Röhre und es wurde ein MRT gemacht, das allerdings keinerlei Verstopfungen oder sonstige Schädigungen anzeigte.

Während dieser Untersuchung, die ungefähr eine halbe Stunde dauerte, spürte ich auch wie sich die Lähmungen langsam auflösten.
Und eine ganze Stunde später, als ich bereits in der Intensivstation lag, war alles wieder so in Ordnung, als wenn niemals etwas gewesen wäre.

Innerhalb der letzten 9 Tage wurde alles durchgecheckt, was infrage käme, doch auch hier liess sich nichts mehr finden.

Der Verdacht blieb also bei einem Vorhofflimmern hängen, und ich erklärte mich bereit mir einen „Reveal Ling“ implantieren zu lassen, um damit bei einer Studie mitzumachen, was mir die Kosten von insgesamt € 8.000.- erspart. Dieser Chip macht dann zu Hause nachts Aufzeichnungen die er ans Spital sendet, wo man ein Vorhofflimmern erkennen könnte.
In diesem Fall würde nämlich eine noch stärkere Blutverdünnung erforderlich sein, als die ich jetzt bekomme. Das Thrombo Ass jetzt soll verhindern, dass das Blut zu dick wird, und dann Probleme beim Durchfliessen macht, doch es zeichnet mich nicht als Bluter aus, was beim stärkeren Medikament bei Vorhofflimmern sehr wohl der Fall wäre.

Jetzt machte durch das lange Liegen natürlich auch der Blutdruck Ärger, und ich musste eine 24 Stunden Messung machen, und wurde medikamentös neu eingestellt.
Ebenso muss das Cholesterin noch weiter gesenkt werden, als das bisherige Ziel, wobei allerdings das Krankenhaus die Behandlung übernimmt d.h. ich habe laufende Kontrollen in der Ambulanz bis die Werte akzeptabel sind.

Leider konnte bis heute das erforderliche Herz-Echo noch nicht gemacht werden, was aber Grundvoraussetzung ist, dass ich in der Studie bleiben kann.

Jetzt hoffe ich, dass ich am Montag diese Untersuchung noch bekomme um am Dienstag nach Hause zu können.

Ich versuche verzweifelt mir nicht vorzustellen, wie meine Hunde sich weigern irgend was anderes zu tun, als im Vorzimmer zu liegen und darauf warten, dass ich endlich bei der Türe herein komme – so der Bericht meines Mannes.

Gott sei Dank fressen sie aber, und nehmen die von mir angeordnete Doppelration Leckerle gerne an.
Mein Daniel ist 14 Jahre bei mir und Aaron 9.5 Jahre. Und sie waren nicht einen einzigen Tag ohne mich.
Eine mentale Katastrophe für die Hunde, doch ich kann wegen ihnen nicht den Krankenhausaufenthalt abbrechen, was ich nämlich vor zwei Tagen vorhatte. Denn mir wurde gesagt, dass es ausgesprochen gefährlich wäre, einen zweiten Schlaganfall zu riskieren, wenn eben nicht alle Untersuchungen gemacht werden konnten.

Ebenso sagt man, dass ein zweiter, stärkerer Stroke gerne innerhalb der nächsten 10 Tage geschieht, und es ratsam wäre, wenn ich mich dann noch im Haus befinden würde.

Aber im neuen Zimmer jetzt habe ich einen WLAN Anschluss, und mein Mann hat mir heute meinen Lapi gebracht, und ich denke, jetzt wird es einigermassen erträglich sein für mich, wenn ich mich wieder im Internet herumtreiben kann…hihi

PS: Meine heissgeliebten Rotweinsessions sind damit auch Vergangenheit, denn ich habe auf Lebenszeit absolutes Alkoholverbot. 😥 😥

Schönheit & Natur

Sowohl die Geschichte, als auch die Bilder machten einen so enormen Eindruck auf mich, dass ich sie gerne in meinem Blog haben wollte.
Danke Dir fürs Rebloggendürfen.

Natur und Gartentraeume

Ich fand eine Feldblume, bewunderte ihre Schönheit, ihre Vollendung in allen Teilen, und rief aus: „Aber alles dieses, in ihr und Tausenden ihresgleichen, prangt und verblüht, von niemandem betrachtet, ja oft von keinem Auge auch nur gesehn.“ Sie aber antwortete: „Du Tor! Meinst du, ich blühe, um gesehn zu werden?“

Arthur Schopenhauer

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