NEUES VOGELHÄUSCHEN

Eine gute Stunde habe ich daran gearbeitet, denn die zum Teil sehr langen Schrauben waren ganz und gar nicht einfach reinzudrehen.

Allerdings ist es ein sehr weiches und leichtes Holz, und ich habe deshalb vor, es zu lackieren. Eine dunkelrote Lackfarbe habe ich noch im Keller. Zuerst allerdings bleibt es so im Garten stehen bis es regnet, und ich feststellen kann, ob alles dicht ist.

Ich denke noch ein paar Tag länger mit nur einer Futterstelle werden die Vögel auch noch aushalten.

TAGEBUCH 2 – 5. MAI 2022

Der neue Name meines Blogs hier lautet jetzt „nüchtern halte ich diese Welt hier nicht mehr aus“, was der absoluten Wahrheit entspricht. Vorgestern traf ich die Entscheidung mein Leben loszulassen. Ein Leben zwischen Angstattacken, Alkoholsucht und tiefem Glauben an Gott, was sich einfach nicht mehr unter einen Hut bringen liess. Denn Gott blieb ferne, so schien es mir, wenn ich nüchtern war. Jedoch die Angst verschwand, wenn ich abgefüllt war. Also liess ich endlich los, und sagte mir, es ist okay, wie immer es auch geschieht.

Vor ebenfalls zwei Tagen nahm ich zwei Flaschen Rotwein und eine Flasche Kräuterlikör vom Lidl mit nach Hause. Gegen Abend tauchten dann die Gedanken auf, denen ich seit rund sechs Wochen widerstehen konnte, die sagten, dass ich doch vor hatte die 14 Igel !!!, die ich im Herbst etwa 2 km von mir in ein Kleintierparadies brachte, weil sie in meinem viel zu kleinen Garten Unterschlupf suchten, mit Futter zu versorgen.

Zwei Gläser des Kräuterlikörs lieferten mir die Kraft, das Trockenfutter vom Ari in viele so kleine Stücke zu zerschneiden, dass sie für Igel klein genug sind um ihnen als Futter zu dienen. Dazu kamen noch 6 Schälchen Nassfutter, die ich zupackte, und kurz vorm Dunkelwerden, gemeinsam mit dem Ari, zum Igelplatz brachte. Waren insgesamt rund 5 kg Futter, von dem ich annehme, dass sie alle einen guten Start in den Frühling haben werden. Nüchtern wäre ich dazu nicht in der Lage gewesen.

Was also, frage ich mich, ist der bessere Mensch? Einer der nichts trinkt, doch nur auf sich schaut? Oder einer, der sich Kraft antrinkt, um auch für andere sorgen zu können?

Gib Du mir die Antwort, mein Gott! Wenn ich falsch liege, dann liegt es an Dir, mir den richtigen Weg zu zeigen.

WACHRÜTTELUNG DANK COVID

Wenn die Welt dank Covid eines gelernt hat, dann dies: Es gibt keine Übertreibungen, es gibt nur einen Mangel an Vorstellungskraft.

Hätte ich an der Generalversammlung 2019 behauptet, dass das öffentliche Leben stillgelegt würde, hätten die Zuhörer gestutzt. Hätte ich prophezeit, dass der Besuch eines Supermarkts über lange Wochen das Maximum der erlaubten Zerstreuung darstellen würde, hätte man gelacht. Hätte ich vorhergesagt, dass ein Tag im Büro als wunderbare Abwechslung gelten würde, wäre ich für übergeschnappt erklärt worden.

Genauso offen und ehrlich gehts weiter…..für mich ein richtiges Wachrütteln!

https://www.nzz.ch/meinung/corona-ukraine-krieg-und-die-krise-der-globalisierung-ld.1681087?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

PSALM 3 – Wie ich ihn verstehe

MORGENLIED IN BÖSER ZEIT

Herr, von so vielen Seiten fühle ich mich bedroht.
Die Ängste vor dem, was alles noch kommen wird, machen mir mein Leben schwer.

So viele raten mir, mich mehr mit der Realität zu beschäftigen, als mit einem Gott, den es gar nicht gibt.

Doch jeden Morgen, wenn ich erwache, und die Panik mich überfällt, was wohl der heutige Tag alles Schlimme bringen wird, bete ich zu Dir, mein Gott.

Und jeden Morgen schenkst Du mir die Kraft aufzustehen, um meine Pflichten zu erledigen. Und immer wieder schenkst Du mir Begegnungen mit anderen, die mir auch helfen ein bisschen Freude zu finden in all den Wirrnissen der heutigen Zeit.

Bei Dir alleine ist Hilfe und Trost zu finden.

Link zum Originaltext: https://www.bibleserver.com/LUT.HFA/Psalm3

Auf deinen Frieden kommts an

br. theophilos

BlumenmöncheSchwerter_zu_Pflugscharen_UNO_Hauptsitz_NewYorkCity
Hallo, ihr lieben SCHICKSALSVERWANDLER*INNEN,  

Der Herr wird zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln.
Jes 2,4  

In Odessa gibt es ein Altenheim, in dem die Bewohner wie in einem Matratzenlager auf dem Boden liegen. Damit die alten Menschen nicht aus dem Bett fallen können, werden sie einfach auf Matratzen gelegt. Der …   Mehr erfahren

Blühende Grüße Theophilos

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PSALM 43 – HEUTE

Gott,
wie fremd scheinst du manchmal,
wie fern und wie kalt!
Wir fühlen uns allein gelassen
womit wir täglich zu kämpfen haben..
Wir kommen nicht an gegen das Böse
das in uns und in anderen lauert,
das Beziehungen vergiftet
und Schönes zerstört.
Wir sind verzweifelt,
dass wir so vieles nicht ändern können,
nicht einmal uns selbst
und ohnmächtige Wut verzehrt auch manchmal
unser Vertrauen zu dir.
Gott, warum tust du nichts dagegen!
Warum läßt du uns so lange warten
auf deine Hilfe!
Erbarm dich des Aufruhrs in unserer Seele!

Sylvia Bukowski, geb. 1949, war von 1977 bis 2011 Pfarrerin in Wuppertal. Sie ist Autorin mehrerer Bücher mit Predigten und Gebeten und erhielt verschiedene Auszeichnungen, zum Beispiel den Ökum. Predigtpreis und die Goldene Menorah der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal. Sie ist Seelsorgerin im Kinder- und Jugendhospiz.