TAGEBUCH – 30. Jänner 2020

Immer noch leicht traumatisiert von den seelisch-geistigen Ereignissen des letzten Wochenendes, wo mich eine schwere Depression überfiel, die mir ein klares Denken unmöglich machte, und mich über mehrere Stunden hin dermassen im Griff hatte, dass ich mich ernsthaft mit Suizidgedanken befasste, wachte ich heute morgen mit starken Kopf- und Gliederschmerzen auf, die sich erst einigermassen beruhigten, nachdem ich 3 Cannabistropfen unter der Zunge zergehen liess.

Mein erster Gedanke war das gestrige Internetproblem, wo ich über eine Stunde auf eine Verbindung warten musste, und nicht klären konnte, woran das gelegen hatte.

Also schaltete ich mit klopfendem Herzen den Router ein, der leider, genauso wie gestern, nicht die geringste Lust zeigte sich mit dem Internet zu verbinden.

Ein Anruf bei meinem Nachbarn und Freund brachte mir die Info den Router zu tauschen. Also steckte ich alles ab, und fuhr damit in den A1-Telekom-Shop im Center.
Dort musste ich jedoch erfahren, dass diese dafür nicht zuständig wären, sondern ich erst einmal telefonischen Kontakt mit der Störungsstelle von A1 aufzunehmen hätte.

Meine letzte Erfahrung vor etwa 2 Wochen, als ich Informationen über einen telefonischen Festnetzanschluss benötigte, endete katastrophal. Ich hing 35 Minuten in der Warteschleife, um nach dem Melden von A1 aus der Leitung zu fliegen. Ein weiterer Versuch endete damit, dass ich nach etwa 20 Minuten eine Verbindung bekam, doch meine Fragen nicht beantwortet werden konnten, weil dem Mann dort die nötigen Kenntnisse fehlten.

Mit entsprechenden Magenkrämpfen hing ich also wiedermal in der Warteschleife von A1, wo sich nach 23 Minuten eine sehr freundliche junge Dame meldete, der es gelang zu erkennen, dass die WLAN-Box, die zwischen Router und Steckdose liegt fehlerhaft wäre, und ausgetauscht werden müsse.

Sie versprach mir, dass ich diese in einigen Tagen bekommen werde, und diese nur gegen die alte austauschen müsse.

Eigentlich eine wunderbar gelöste Angelegenheit, sage ich mir ….. doch wieso fühle ich mich so dermassen hilflos allem in dieser Welt ausgeliefert?
Einer Welt ausgeliefert, von der ich aus technischer Sicht nur noch wenig verstehe, und das was ich heute verstehe, bereits morgen nicht mehr aktuell ist.

Der lustige Spruch ist also mehr als aktuell für mich: „Altwerden is nix für Weicheier“.

WER BIN ICH? – EINE GUTE FRAGE FIND ICH!

Der am 5. April 1943 verhaftete und auf den Tag genau zwei Jahre später hingerichtete evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer schreibt in seiner Einzelhaft in Zelle Nr. 92 – einem Raum von zwei mal drei Metern – im Juli 1944:

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zelle
gelassen und heiter und fest
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.

Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig, lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.

Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?
Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

Dietrich Bonhoeffer

Aus: Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Herausgegeben von Eberhard Bethge, Kaiser Verlag München 1970, 381 f.

ERINNERUNGEN UND FRAGEN….SO VIELE FRAGEN ….

Ein weiser Mann sagte einmal zu mir: „Man begegnet im Leben vielen, sehr vielen Menschen, von denen man die meisten sofort wieder vergisst. Doch wenn man Glück hat, dann begegnet man auch Menschen, die man nie mehr vergisst“.

Damals war ich 30 und er war 60, und ich hatte diese Erfahrung noch nicht gemacht gehabt, und konnte diese Aussage auch nicht nachvollziehen.
Er ist nicht mehr am Leben, um dass ich ihm sagen könnte: „Du Bobi, ich hatte wirklich dieses Glück, sogar zwei solcher Menschen begegnen zu dürfen. Einer davon warst Du, und der Zweite ist der Mann, auf den ich mein ganzes Leben lang gewartet hatte. Doch als ich ihm begegnete, sagte das Schicksal „sorry, es ist zu spät für Euch“.

Ich weiss, dass Du mehr, viel mehr wusstest, als die meisten anderen Menschen. Und ich sehe Deine wissenden stahlblauen Augen jetzt vor mir, die mich ernst ansehen auf meine Frage: “ Wieso kann es keine Barmherzigkeit geben in dieser Welt? „Wieso ist das so Bobi?“

Heute ist wieder ein Tag, wo es ganz besonders weh tut erkennen zu müssen, dass wir Menschen „OFFENSICHTLICH“ nichts, absolut nichts wirklich ändern können in unserem Leben. Es läuft genauso ab, wie es für jeden einzelnen von uns vorbestimmt ist.
Alles Hoffen und Wünschen und Sehnen ist lediglich kräfteraubend, doch „SCHEINT“ letztlich völlig sinnlos.
Nur dass wir das erst erkennen, wenn wir am Ende unserer Tage angekommen „zu sein scheinen“; weil wir uns gefügt, weil wir resigniert haben.

Und hier frage ich mich: „und wo bitte liegt hier der Sinn? Wo liegt hier die Wahrheit, nach der doch so viele Menschen suchen – mich eingeschlossen?
Im Verzicht? Im Leiden? In der Überwindung des Physischen?
Werden wir Menschen in diese Welt gerotzt, in einem materiellen Körper, um diesen zu überwinden?“

ABER was wäre denn, wenn wir endlich den Mut fassen würden, unsere Angst zu überwinden?
Was wäre, wenn wir alle destruktiven Gedanken überwinden, und nur dem Weg unseres Herzens folgen würden?
Was wäre, wenn wir den Mut aufbrächten, alle Schranken zu durchbrechen, und dem Weg folgen würden, von dem alle weisen Menschen sprechen – dem Weg DER LIEBE?

Was wäre, wenn wir uns fragen würden: „Wurden wir so dermassen beschenkt, dass es da jemanden gibt, den wir ehrlichen Herzens lieben? Und wenn wir diese Frage mit einem eindeutigen „JA“ beantworten können, uns dann ohne Angst und Sorge dazu bekennen?

JA, WAS WÄRE WENN WIR DIESEN MUT AUFBRÄCHTEN????

Hätten wir dann nicht den einzig wahren Sinn unseres Lebens erfüllt???

UND NUN EINE BESONDERE FRAGE AN EINEN BESONDEREN MENSCHEN (to whom it concerns!)

„Bist Du sooooo sicher, dass es nicht an Deinem fehlenden Mut liegt, dass Du seit hunderten von Jahren immer den selben Auftrag bekommst, in dieser Welt? Und dass der Auftrag nicht lautet, mich in Deine Angst hinein zu ziehen, sondern Dich selbst endlich von dieser Angst zu befreien?“
THINK IT OVER, MY LOVE

PS: Ein Leben unter der Brücke, doch in Deinen Armen, scheint für mich mehr wärmeschenkend und damit lebenswerter, als ein Leben in Luxus, doch ohne Deine wärmende Nähe.

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TAGEBUCH – FREITAG, 10. Jänner 2020

Eben erfuhr ich vom Ehemann meiner Freundin, dass die Operation zwar gut verlaufen, und auch alles entfernt werden konnte, doch nun auch die Diagnose feststeht: GLIOBLASTOM. „Der Hirntumor, gegen den kein Kraut gewachsen ist“ im Ärztejargon ausgedrückt.
Und das Rezidiv sich innerhalb von 6-9 Monaten bilden und seine Ausläufer alle umliegenden Gehirnregionen zerstören wird.
Und der Einsatz von Chemotherapie lediglich eine Lebensverlängerung von den max. 9 auf max. 15 Monate bedeutet.
Und das natürlich jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er sich eine Chemo antun will, wo Erbrechen und extreme Müdigkeit die Nebenwirkungen sind.

Mein Mann fragte mich eben: „und wie fühlst DU Dich?“ und ich musste ehrlich sagen: „ich weiss es nicht“. Denn seltsamerweise fühlt sich alles in mir irgendwie „taub“ an …. so als ob es sich nicht um meine Freundin handeln würde, sondern um jemanden, den ich gar nicht kenne.

Heisst das, dass ich herzlos bin? oder gleichgültig? frage ich mich eben. Denn mich als „coolen Typen“ zu bezeichnen, wäre mMn ein Kompliment, das nur leider so überhaupt nicht zu mir passt.

Das Einzige, was ich im Augenblick denke ist, dass „Gott“ noch niemals irgend jemanden wirklich in seine Karten schauen liess. Und wir letztlich allesamt nur akzeptieren können, dass wir selbst keinerlei Einfluss darauf haben, wie sich ein Tumor dann letztlich wirklich entwickeln wird.

Lukas 12.25 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr damit euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? 26 Wenn ihr aber euer Leben nicht einmal um eine Sekunde verlängern könnt, was sorgt ihr euch um all die anderen Dinge?

Welch weise Überlegung, Jesus Christus!!! Wer immer Du auch warst!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein herzliches Schabbat Schalom, und möget Ihr alle die Kraft finden, Euch um nichts mehr zu sorgen, sondern vertrauensvoll zu glauben, dass alles perfekt ist, genauso wie es ist – im Hier und im Jetzt.

HILFERUFE NACH DIR, OH HERR!

Als ich DICH kennenlernte, im Laufe meines Kindheitslebens,
hatte ich mir den Weg MIT DIR so ganz anders vorgestellt.
Irgendwie hell, warm, geborgen und überall hin begleitet.
Doch die allermeiste Zeit meines Lebens war es dunkel gewesen.
Und niemals hatte ich wirklich das Gefühl, dass DU oder Deine Engel bei mir waren.
Und doch konnte ich nicht aufhören nach DIR zu suchen.
Doch DU bliebst vor mir verborgen.
Und jetzt scheinst Du weiter weg zu sein, als jemals zuvor.
Doch ich möchte nicht ausschliessen, dass ich nur nicht imstande war, DICH zu erkennen, weil mir „die Welt“ wichtiger war.
Ich wünschte, es wäre anders gelaufen.

TAGEBUCH – FREITAG, 13. Dezember 2019

Sieben Wochen ist es her, dass ich zum letzten Mal in der Ordination meines Internisten war, dieser mich ins Labor schickte, und ich zwei Tage später diese Hiobsbotschaft erhielt, einen LPa Wert (Lipoproteine) siebenmal so hoch zu haben, als der Referenzbereich wäre.

Damals meinte ich, dass ich diese 7 Wochen nicht schaffe, bis ich die Möglichkeit habe alles mit meinem Internisten zu besprechen, und zu hören, was die geplanten Untersuchungen aussagen werden.

Heute war dieser Tag, und es stellte sich heraus, dass das EKG, die Ergometrie und das Herzecho einwandfreie Werte zeigten, ebenso die Durchblutung in den Beinarterien. Und der Ultraschall der Carotis, was den Durchfluss der Arterien noch am besten zeigt, als „zufriedenstellend“ beurteilt wurde.

Die Kontrolle der Cholesterine zeigte allerdings, dass die bisherigen Medikamente zu schwach sind, um ein Ziel von nur 70 LDL zu erreichen, und ebenso gilt das für die Medikamente der Blutdrucksenkung.
Also wurden beide gegen neue Medikamente ausgetauscht, von denen man sich eine weitere Senkung der Werte erhofft.

„Gelingt es uns, das schlechte Cholesterin von dato 136 auf unter 70 zu senken, und ebenso den Blutdruck konstant zwischen 130-140/85 zu halten, dann würde ich meinen, dass dieser hohe LPa Wert nicht massgeblich sein wird, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verursachen“ ….war die Aussage meines Internisten beim Abschied.

Allerdings wären da auch noch wichtige Punkte bei der Ernährung zu beachten:
1. Omega 3 sollte in hoher Dosierung beibehalten werden, mit 2-3 x eine Portion (12.5 dkg)frischen Lachs in Kokosfett gebraten in der Woche.
2. Alle Fette müssen durch Kokosfett ausgetauscht werden d.h. keine frittierten Produkte mehr, sondern schonendes Garen von Fisch und Fleisch mit ausschliesslich Kokosöl.
3. Süsses muss auf ein Mindestmass von 1-2 Pralinen am Tag reduziert werden. Wobei ebenso Obst auf eine Handvoll reduziert werden sollte, wegen der hohen Fructosekonzentration.
4. Alle Produkte, die Weizen in irgend einer Form enthalten, müssen vermieden werden. Also Nudeln nur aus Dinkel, Buchweizen oder Reis. Kein Weizenbrot und keine Mehlspeisen.

Mein Alkoholproblem, dass ich etwa 1/2 l Rotwein am Tag trinke, akzeptierte er, weil er sagte, dass jeglicher Druck, mit dem Trinken aufzuhören, nur noch ein Mehr an Trinken bringen würde.
Doch er machte mich darauf aufmerksam, dass Rotwein „Lieblich“, also mein Favorit 45 g Zucker enthält pro Liter, wo Rotwein „Trocken“ nur 5 g Zucker enthält.

Also werde ich jetzt eben auf „Trocken“ umstellen, worin ich kein Problem sehe.

Jetzt kann ich natürlich nur hoffen, dass ich die neuen Medikamente genauso gut vertrage wie die bisherigen, und eine erneute Labor-Kontrolle in den ersten Apriltagen dem erwünschten Ziel näher kommt.

PS: Nachdem ich aber immer wieder einmal „Anfälle“ von Schokogier hatte, wobei ein Glas Nutella mit 20 dkg innerhalb eines Abends weggeputzt wurde wie nichts, und ebenso ein 1/2 l süsser Likör genauso so hurtig verschwand, wird es sehr wohl eine gewaltige Umstellung für mich sein, dies in Zukunft zu unterlassen.

TAGEBUCH – Donnerstag, 5. Dezember 2019

Morgen in einer Woche bin ich wieder in der Ordination meines neuen Arztes, eines Internisten/Kardiologen, wo u.a. ein Carotis Ultraschall gemacht wird, um zu prüfen, wie es nun wirklich mit der Erkrankung meiner Arterien aussieht.

Eine Woche vorher, so sagte mir dieser Arzt, möchte er neuerliche Laborwerte über die Cholesterine haben, um zu sehen, ob es zu einer weiteren Senkung dieser, durch die erhöhte Dosierung der Medikamente gekommen war.

Der Blutdruck senkte sich jetzt dauerhaft von 145/88 – 165/95 um rund 10%, dank der doppelten Dosierung. Doch bin ich nicht sicher, ob das genug sein wird.

Beim praktischen Arzt erfuhr ich montags, dass der Proteinlipid a Wert nur ein einziges Mal gemessen wird, weil sich dieser angeblich nicht verändern lässt. Doch er ging auf meine Angst ein, dass ja auch ein Fehler im Labor passiert sein kann, und ich gar keine Werte von 466 habe …seufz, und so wurde dieser ebenfalls heute nochmals geprüft.

Es war sehr mühsam heute, denn es gab weder einen Parkplatz in der Nähe, noch hatte ich den Eindruck, dass die Leute dort wirklich bemüht waren, ihre Arbeit so schnell wie möglich zu erledigen.
Und so dauerte es eine Dreiviertelstunde bis ich wieder beim Wagen war, obwohl ich nur einen Parkschein von einer halben Stunde ausgefüllt hatte. Also hatten sich meine Befürchtungen, dass ich bereits einen Strafzettel habe, doch nicht bestätigt.

Anschliessend musste ich leider auch noch auf die Post um drei Erlagscheine aufzugeben, in die Buchhandlung, und ein paar Einkäufe beim Merkur (Rewe) erledigen, bis ich endlich wieder nach Hause konnte.

Es muss äusserst strapaziöse gewesen sein für meine Nerven, denn als direkt vor mir ein Autofahrer meinte, die Spur wechseln zu müssen, bin ich voll ausgerastet, und habe ihn mit Schimpfwörter bedacht, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie kannte. 😳
Zum Glück hörte er mich ja nicht. 🙂

Tja, es ist mein erster Winter ohne Psychopharmaka, und die ständige Muskelverspannung, hervorgerufen durch eine Eiseskälte in den letzten Tagen in Wien, zeigt deutlich, dass mein Nervenkostüm nicht das beste ist.

Mehrmals passierte es im letzten Monat, dass ich aus heiterem Himmel in Tränen ausbreche, und nur eine heisse Dusche half, das Zittern zu beruhigen, das mich im Griff hatte, und ich begann zu überlegen, ob ich überhaupt imstande sein werde, mein Leben ohne ADs weiter zu führen.
Doch meine Entscheidung blieb fest – keine Psychopharmaka mehr.

Eine heisse Dusche und warm eingepackt mit der Bhagavad Gita zum Lesen in den Fauteuil kuscheln, bis sich alles wieder von selbst beruhigt…..oder auch nicht – man wird sehen.

Allerdings eines konnte ich heraus finden. Keine Proteine und keine Süssigkeiten zum Abendessen, sondern ausschliesslich Kohlehydrate, wenn ich eine erholsame Nacht haben möchte.
Fleischreiches oder viel Süsses putscht meinen Körper dermassen auf, dass ein einschlafen unmöglich ist.
Auf einen Teller Spaghetti, Reis-oder Kartoffelgerichte oder Gemüselaibchen werde ich schnell müde, und schlafe tief und fest gute 8 Stunden lang.

Hmm…ist ja auch nicht schlecht zu wissen 😀

UND DOCH NUR TRÄUME

Habe ich eben im Internet gefunden, und frage mich, ob Bernd Hoffmann es geschafft hat, diese Vision zu realisieren….werde ich aber vermutlich niemals erfahren.
Doch ich wünsche es Dir, lieber Bernd ❤

FREI VON ÄNGSTEN

Das Leben ist voll mit Ängsten.
Die Angst vorm Leben, vorm Alleinsein, vor Schmerzen und vor dem Sterben.
Ängste, die sich zu einem Berg türmen.
Ich möchte frei sein, frei von Ängsten.
Ich besteige den Berg.
Oben angekommen, schaue ich ins Tal.
Ich habe Angst.
Angst davor, loszulaufen, Angst davor meine Arme wie Flügel auszubreiten, Angst zu fliegen.
Ich nehme allen Mut zusammen und laufe los,
breite meine Arme aus und springe hinab.
Ich fliege – alle Ängste sind wie weggeblasen.
Alles ist auf einmal so unbedeutend, so klein. Eine himmlische Stille, unterbrochen von Rauschen des Windes, der sich um meinen Körper windet.
Das erste Mal frei von allen Ängsten.
Ich fühl mich frei wie ein Vogel.
Keine Angst
Keine Angst vor der Landung
Einfach nur frei!

© Bernd Hoffmann (*1960), Träumer und Poet

GEDANKENSPLITTER – ANGST

Habe ich eben im Internet gefunden, und es sprach aus meiner Seele:

Ich habe Angst vor dem was ist
und ich habe Angst vor dem was kommt.

Wird uns Frieden leben lassen
oder wird Krieg
um uns herum
uns in der Seele töten?

Angst lähmt, Angst hemmt
die Füße, die zu gehen bereit sind.

Die Füße gehen trotzdem, weil
das Leben uns zu gehen zwingt.

Doch wäre nicht die Angst,
sie würden vor Freude springen!

© Sigrun Hopfensperger (*1967), deutsche Aphoristikerin, Universalistin und
Idealistin
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Wünsche allen meinen Lesern einen gemütlichen 1. Adventsonntag und viel Kraft und Zuversicht für die erste Dezemberwoche.