DANKBARKEITSTAGEBUCH 10

Noch vor einigen Wochen, würde ich meinen, dass da sehr viel mehr Gutes hätte passieren müssen, dass ich ein „Dankbarkeitstagebuch“ geschrieben hätte. Denn niemals zuvor hätte ich gedacht, dass in diesem Leben noch so ein massives Lernprogramm für mich am Plan stehen könnte. Ich war sicher, dass sich ausser irgendwann Sterben zu müssen, nur noch Langeweile breit macht. Doch davon ist seit anfangs dieses Jahres absolut keine Rede mehr.

Gestern war der erste Tag, nachdem der Schacht mit der Pumpe fertig war, und der Bausachverständige ebenfalls meinte, dass es sich um eine akzeptable Lösung handelt, wo ich meine Gedanken auf meine Wenigkeit lenken durfte. Und ich meinte mal schauen zu müssen, welche 17″ HP Lapis da so auf dem Markt wären.

In Österreich hat ja MediaMarkt den Saturn aufgekauft, als haben wir nur noch Cyberport zur Auswahl. Die beiden hatten mehrere Lapis meiner Wahl doch alle entweder nur € 450-600 oder € 1.200-1.600. Ich wollte aber weder billige noch so teure und war einigermassen enttäuscht.

Erst als ich herum googelte fiel mir der Hartlauer ein, der ja, früher jedenfalls, auch immer Lapis hatte. Und prompt hatte er auch genau diesen um € 800.- im Angebot (anstatt €990.-), den ich mir vorgestellt hatte.

Ich konnte es richtig geniesen, wie ich Freude hochkommen spürte, als ich im strahlenden Sonnenschein bei 15° in die Filiale in meinem Bezirk fuhr, und noch mehr freute ich mich zu hören, dass es der letzte war.

Zuhause angekommen läutete es gleich darauf an der Gartentüre und der Installateur stand draussen und fragte, ob die Pumpe eh noch gut arbeite. Also erfuhr ich von meinem Mann, dass dieser am Morgen beobachtet hatte, dass es Probleme beim Einschalten der Pumpe gegeben hatte.

Er hatte mir nichts davon erzählt, weil er wusste, dass ich sofort wieder von Panik überfallen werde….seufz. Also überfiel sie mich halt ein paar Stunden später. Denn was hätte ich denn anderes denken sollen, als dass die uns vielleicht eine bereits gebrauchte Pumpe angedreht hatten.

Also fing das Theater von neuem an, dass wir alle halbe Stunde beobachten mussten, ob sie auch ordentlich ansprang, soferne genug Wasser im Schacht war. Und wie es kommen musste, passierte es gegen 19h wieder, dass sie ihre Arbeit nicht tat.

ABER!!!mir fiel auf, dass der Schwimmschalter nicht frei schwimmen konnte, sondern leicht an der Schachtwand anlag. Also zog ich die Pumpe ein paar Zentimeter weiter von der Wand weg, der Schwimmschalter lag damit wieder frei im Wasser und es pumpte augenblicklich ab.

Und somit war es uns beiden möglich gewesen die richtige Funktion von so einer Tauchpumpe kennen zu lernen. Jetzt müssen wir nur beobachten, ob die Pumpe selbst auch an ihrem Platz stehen bleibt, oder ob dem Installateur etwas einfallen muss, wie er diese fixieren kann, damit der Schwimmschalter nicht nochmals von der Schachtwand blockiert wird.

Für alle Fälle war ich gestern dann noch einmal im Bauhaus und habe eine zweite, diesesmal eine Schmutzwasserpumpe besorgt, die jetzt einsatzbereit im Keller steht – für den schlimmsten Fall der schlimmen Fälle sozusagen. 😆

Wie sagte Ghandi doch gleich? „Lebe, als wäre es Dein letzter Tag, aber lerne, als wenn Du ewig leben würdest“.

Allen meinen Lesern ein herzliches Schabbat Schalom

Baruch ata Adonai, Elohejnu, Melech ha Olam – gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 9

Ich kann es kaum glauben, dass der Installateur eben gegangen ist, und eine Pumpe eingebaut hat, die sich selbständig aus- und einschaltet, und das auch noch äusserst leise.

Leider ist der Troll nicht auszuschalten, der mir immer wieder einflüstert, dass das Wasser ja ganz leicht auch noch an anderer Stelle durchkommen könnte. 😳

Aber wie ja schon erzählt, kommt am Donnerstag der Bausachverständige, und von dem werden wir dann hören, welche Alternativen noch infrage kommen.

Dem Himmel sei Dank, dass es auf pekuniärer Seite ja keine Probleme geben würde, egal für welche Art von Sanierung wir uns letztlich entscheiden.

Dass ich allerdings bereits an die 40 Stunden nicht mehr geschlafen habe, macht sich durch leichtes Schwindelgefühl bemerkbar, und deshalb werde ich heute alles anstrengende vermeiden. Ein einfaches Mittagessen zubereiten und nachmittags noch einen Pudding müsste ich hinkriegen. 😉 Abends gibts dann nur ein Camembert-Brot mit Tomaten für meinen Mann, und für mich eine Grosspackung Mon Cherie hihi . Nö, war ein Scherz.

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam, Jeaseh rezoncha.

Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, DU regierst die Welt. Dein Wille geschehe.

DANKBARKEITS – TAGEBUCH 8

Gestern war ich auf einem absoluten mentalen Tiefpunkt angelangt, denn ich sah keine zufriedenstellende Lösung wegen der Kellersanierung.

Die Vorstellung, dass die angebrachten Bodenfliesen und die sich darunter befindliche Klebemörtelisolierung ebenso auch an allen Kellerwänden ja komplett entfernt werden müssten, um eine neuerliche Isoliermasse aufzutragen, liess mich förmlich vor Grauen erstarren, wenn ich ehrlich sein darf.

Denn das hiesse für mich stundenlanges oder sogar tagelanges Bohren, Hämmern und Stemmen im Haus, und vorallem die Anwesenheit von vielen Menschen im Haus, die wohl kaum bei der Arbeit Masken tragen würden.

Das war für mich ein solches „NoGo“, dass ich mir auf You Tube Video ansah, wo der Vorschlag meines Installateurs demonstriert wird, eine Vertiefung in den Boden zu machen, um dort eine Pumpe zu platzieren, die sich sofort einschaltet, wenn Wasser von aussen eindringt, um es in den Abwasserkanal zu befördern.

Und ebenso gibt es sogenannte Taucherpumpen, die soweit flachsaugend sind, dass diese eventuell auch noch woanders eintretende Feuchtigkeit augenblicklich aufsaugt.

Dass ich sehen konnte, wie sowas funktioniert, hat mich jetzt soweit desensibilisiert, dass ich heute einigermassen beruhigt meinen Installateur anrief, um ihm diesen Auftrag zu geben.

Für kommende Woche sagen die Wetterfrösche wieder trockenes Wetter mit frühlingshaften Temperaturen an für Wien, was mich hoffen lässt, dass in einer Woche, alles was in den Keller gehört, und sich jetzt überall im Haus staut, sich auch wieder dort befinden wird.

So Gott will – Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech ha Olam.

Ein herzliches Schabbat Schalom allen meinen Lesern

DANKBARKEITS – TAGEBUCH 7

LIEBER GOTT ICH DANKE DIR…

…dass ich meine Hände, Arme und Beine frei gewegen kann, und hingehen kann wo immer ich möchte, und werken und schaffen kann, wonach mir ist. Denn das ist nach einem Stroke nicht selbverständlich.

…für die vielen Sonnenstunden in diesem Sommer, und deren Wärme ich spüren durfte.

…für meine Schutzengel Chaamiah, Ariel und Jezalel, die Du für mich bereit gestellt hattest bei meiner Geburt. Nur sie alleine wissen, welch aufwendigen Job sie zu erledigen hatten.

…dass Du mir meine Verfehlungen immer wieder vergibst, und mir die Chance gibst, es an jedem neuen Tag besser zu machen, als am Tag davor.

Lieber Gott segne mich und behüte mich, lass Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig; hebe Dein Angesicht über mich und gib mir Frieden.

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 6

Nach zwei herbstlichen Tagen mit nur 15° und Unmengen an Regen, scheint heute wieder die Sonne und mit 20° Temperaturansage.

Der Vormittag war sehr anstrengend für mich, denn ich musste in die Apotheke, um mir die von meinem Hausarzt über ELGA verordneten Medikamente abzuholen.

Und anschliessend zu Saturn ins Einkaufscenter, um mir einen neuen Drucker zu besorgen. Leider treten seit Corona immer öfter Panikattacken auf, wenn ich mich unter vielen Menschen befinde, und ich muss oft während des Gehens stehen bleiben, um die entsprechenden Atemübungen zu praktizieren, die mir helfen wieder ruhig zu werden.

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, welch befreiendes Gefühl es sein wird, wieder angstfrei unter Menschen sein zu dürfen. Wieder mit Freude durch die Mall zu laufen, auf der Suche nach schönen Dingen.

Unser Gesundheitsminister sagte gestern, dass die ersten 300.000 Menschen in Österreich bereits im Jänner geimpft werden können. Was natürlich den Ärzten und dem Pflegepersonal zugute kommen wird. Aber trotzdem ist es ein schöner Gedanke, dass mit kommendem Jahr vielleicht doch wieder alles gut wird.

Aber zu danken habe ich trotz allem unglaublich viel:

Ich danke dafür, dass ich in einem Land leben darf, welches über ein unglaublich gutes Gesundheitssystem verfügt. Und dass ich ganz einfach nur in die Apotheke fahren muss, um alle nötigen Medikamente zu bekommen, die ich benötige, um meine Gesundheit aufrecht zu erhalten.

Ich danke dafür, dass ich über soviel Einkommen verfüge, das es mir nicht nur ermöglicht mir vieles zu leisten, was ich mir wünsche, sondern ich damit sogar andere Menschen, die mir wichtig sind, unterstützen kann – das ist nämlich ein ganz besonders schönes Gefühl, wenn ich ehrlich sein darf.

Und ich danke dafür, dass es morgen bereits 10 Wochen sind nach dem Minor Stroke, und die Gefahr eines Major Stroke immer kleiner wird. Die Ärzte sagen, dass nach drei Monaten die Gefahr soweit minimiert ist, dass man auch wieder die Erlaubnis bekommt, einen Wagen zu fahren. Und darauf freue ich mich ganz besonders, um nicht immer meinen Mann bemühen zu müssen mich zu chauffieren.

Die Liste aller Danksagungen wäre ellenlang, wenn ich mir bewusst machen würde, wieviele Obdachlose es alleine in den USA gibt, wo ich viele Jahre in einem wundervollen Haus mit Garten leben durfte. Ganz zu schweigen von den vielen Menschen z.B. in Indien und Brasilien, und in allen Entwicklungsländern, die sterben weil sie nicht genug Nahrung bekommen.

Baruch ata Adonai, elohenu, melech haOlam – Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Herrscher des Universum – Dein Wille geschehe!

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 5

Diese Woche war leider eher nervenzerrend, denn an den ersten drei Wochentagen schüttete es ohne Unterlass mit nur noch 15°, und keiner wollte wirklich hinaus.
Und die letzten zwei Tage inklusive heute brannte die Sonne mit 33° vom wolkenlosen Himmel, und Spaziergänge mit den Hunden waren nur abends möglich gewesen.
In meiner Verzweiflung packte ich ein vor langem gekauftes Puzzle mit 1.000 Teile aus, und versuchte mich darin um Erfolg, doch ebenso vergebens.
Die Farben waren viel zu wenig unterschiedlich, als dass man richtig erkennen konnte, wo welches Stück hingehören könnte.
Und so musste ich nach einigen Tagen auch hier erfolglos aufgeben.
Erfolgreich war ich allerdings beim Zusammenbau eines bei Amazon bestellten neuen Vogelhäuschens mit Ständer, das jetzt im Keller darauf wartet eingesetzt zu werden, sobald eines der beiden, die jetzt in meinem Vorgarten stehen, undicht wurden, was leider relativ oft passiert.
Irgendwie löst sich immer sehr rasch die Dachpappe, oder das Holz verzieht sich.
Doch der August ist irgendwie nie mein Monat, erinnere ich mich, denn genauso wie der Jänner habe ich immer das Gefühl, das alles nur sehr träge abläuft.
Es tut sich quasi nix, was irgendwie als Abwechslung unterzubringen wäre.

Doch auch in solchen Zeiten ist es mir voll bewusst, wie dankbar ich sein darf, ruhige Tage verbringen zu können, ohne gesundheitlicher oder sonstiger Probleme.
Was ich mit folgendem Gebet zum Ausdruck bringen möchte:

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

GEBET DER DANKBARKEIT
Tief im Kern meines Wesens gibt es eine unendliche Quelle der Dankbarkeit.
Ich lasse jetzt zu, dass diese Dankbarkeit mein Herz, mein Bewusstsein, meinen Verstand, und mein Wesen erfüllt.
Diese Dankbarkeit strahlt von mir in alle Richtungen,
sie berührt alles in meiner Welt und kehrt zurück zu mir,
um meine Dankbarkeit zu mehren.
Je mehr Dankbarkeit ich empfinde, desto bewusster wird mir,
dass ich über einen unerschöpflichen Vorrat verfüge.
Wenn ich mich dankbar erweise, fühle ich mich gut.
Dankbarkeit ist ein Ausdruck meiner inneren Freude.
Sie ist eine warme Kuscheldecke in meinem Leben.
Ich bin dankbar für mich und meinen Körper.
Ich bin dankbar für meine Fähigkeit zu hören, zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu berühren.
Ich bin dankbar für mein Zuhause und ich kümmere mich liebevoll darum.
Ich bin dankbar für meine Familie und für meine Freunde und ich genieße ihre Gesellschaft.
Ich bin dankbar für meine Arbeit und gebe zu jeder Zeit mein Bestes.
Ich bin dankbar für meine Begabungen und Fähigkeiten und ich bringe sie ständig
auf erfüllende Art und Weise zum Ausdruck.
Ich bin dankbar für mein Einkommen und ich weiß, dass es mir immer gut gehen wird, wohin mein Weg auch führt.
Ich bin dankbar für alle meine Erfahrungen in der Vergangenheit,
denn ich weiß, dass sie ein Teil des Wachstums meiner Seele waren.
Ich bin dankbar für heute, und ich bin dankbar für die Tage, die kommen werden.
Ich bin dankbar für das Leben,
jetzt und immerdar.

Louise L. Hay

❤ ❤ ❤ ❤ ❤

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 4

Nachdem die letzte Woche mit einer Affenhitze gesegnet war, konnten wir uns nicht aufraffen, in das bereits morgens aufgeheizte Auto zu steigen, um einkaufen zu fahren.

Doch über Nacht kam eine totale Abkühlung von 37° auf 23° mit Regengüssen, die sich gegen mittags einbremsten, und so gings auf in die nahe gelegene Mall.

Doch nicht einmal annähernd so locker und unbeschwert waren die Besuche in der Buchhandlung und im DM, wo ich früher immer herum suchte nach Besonderheiten, über die ich mich freuen könnte.
Nein, das genaue Gegenteil war der Fall. Immer ängstlich besorgt, dass mir niemand zu nahe kommt, schlich ich durch die Gänge, und konnte mich kaum auf das konzentrieren, was ich unbedingt benötigte.

Rückblickend hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen können, dass soetwas in Mitteleuropa jemals passieren könnte. Und ich kann es kaum erwarten, einmal zu hören oder zu lesen, dass diese Gefahr wieder gebannt ist, und wir uns so wie früher frei und unbeschwert bewegen dürfen.

Und doch gibt es auch heute etwas zu danken, nämlich dass es nach wie vor selbverständlich ist für mich, mir alles leisten zu können, was in den Geschäften angeboten wird.
Und nicht nur das, sondern es ist genauso selbverständlich für uns alle, dass es nach wie vor alles weiterhin im Übermass gibt, was wir brauchen, und uns wünschen, auch wenn wirs nicht brauchen würden.

Und das obwohl genau das für Milliarden Menschen in dieser Welt keinesfalls selbverständlich ist.

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 3

Auch gestern wurden in Wien 37° mit totaler Windstille gemessen, und deshalb lief dieser Tag ebenso ruhig ab, wie der davor.
Zu Mittag gab es Palatschinken mit Preisselbeermarmelade und zur Neutralisierung noch anschliessend einen kleinen Rohkostteller.
Nach etwa einer 3/4 Stunde in der Küche war ich ebenso beinahe gar, denn das Küchenfenster liegt im Süden, und so erhitzten nicht nur die heissen Kochplatten diesen Raum.

Am späten Nachmittag meinte ich, doch noch einmal durchstarten zu müssen, und machte mich ans Staubsaugen im Untergeschoss des Hauses. Nach einer Viertelstunde war ich schweissgebadet, aber einigermassen zufrieden mit dem Getanen.

Dann gings vor den Fernseher und ich lies mich von Law and Order berieseln, mein absoluter Favorit unter den Serien, mit dem sie vor kurzem wieder mit Staffel 1 begannen bei 13th Street.

Doch irgendwas muss mich getriggert haben, denn ich spürte so gegen 18h eine Panikattacke hochkommen, die ich versuchte mit entsprechender Atemtechnik wieder in den Griff zu bekommen. Es gelang nur halb, denn ich konnte mir absolut nicht vorstellen, um 20h den geplanten Spaziergang mit den Hunden zu machen.

Gegen 19h hörte ich, wie eine Familie in ihrem Garten eine Geburtstagsfeier abhielten, mit lautem Geschrei und Gelächter, und da war mir dann klar, dass ich keinesfalls dort vorbeigehen möchte, und die Hunde wohl heute zu Hause bleiben müssten.

20h war vorbei, das Fernsehen auch, das Geschrei der Geburtstagsfeiernden war auch nicht mehr zu hören, und die Hunde standen mit grossen Augen voll Erwartung vor mir.

Keine Ahnung wie ich es schaffte, doch es gelang mir die noch zur Hälfte anwesende Panik, wovor auch immer, zu ignorieren, und mit den Hunden auf die Strasse zu kommen.

Als wir langsam die Strasse hinunter wanderten, es geht nur noch langsam, denn Daniel, mein Havaneser wird 15 Jahre und ein „komm schnell“ geht nicht mehr, wurde die Strassenbeleuchtung eingeschaltet und ich sah von weitem den nun hellerleuchteten Park.

Was wieder ein Trigger gewesen sein muss, nur in die entgegen gesetzte Richtung, denn ich fühlte plötzlich eine unglaubliche Ruhe und Wärme in meinem Herzen. Und Erinnerungen flammten auf aus meiner Kindheit, wo ich meine Grossmutter auf der Parkbank sitzen sah, die etwas strickte, und ich mit dem Fahrrad den Park umrundete, bis es hiess: „komm wir gehen nach Hause“.

Wenn meine Grossmutter sich nicht bereit erklärte hätte, mich bei sich aufzunehmen, dann wäre ich in einem Heim gelandet. Denn meine sehr jungen Eltern waren viel mehr an Tanzengehen und Spasshaben interessiert, als am Grossziehen eines Kindes.

Mein Dank heute gilt also nicht nur dem schönen Gefühl, das ich gestern abends noch erleben durfte, und den Rest aller Ängste wegfegte, sondern primär meiner Oma, die ihr ganzes Leben darauf konzentrierte mich nicht nur bestens zu versorgen, sondern die in der Pension noch dreimal die Woche putzen ging, um mir meine Wünsche erfüllen zu können.

Es tut mir so unglaublich leid, dass ich ihr nie gesagte hatte, dass sie wohl das Beste war in meinem Leben, das mir jemals passiert ist.

Wo immer Du jetzt auch bist Oma, Du wirst immer in meinem Herzen sein animiertes-glitzer-bild-0770

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 2

Gestern war ein äusserst heisser Tag (35°) mit totaler Windstille in Wien, der sich bei mir mit extrem niedrigen Blutdruck und leichtem Schwindel zeigte, und es mir bis 20h unmöglich machte, wenigstens einen kurzen Spaziergang mit meinen Hunden zu machen.

Also lief der ganze Tag im Schneckentempo ab, was mir immer sehr, sehr schwer fällt, denn ich war immer und bin auch heute noch ein ausgesprochener Bewegungstyp.

Das Mittagessen kochen (gebratenes Fischfilet, Bratkartoffel, Fisolensalat) war also das absolute Highlight gewesen. Umso mehr freute es mich, als der Tag endlich um war, und ich mich in mein Zimmer zurückzog, um noch ein bisschen zu lesen vorm Schlafengehen.

Doch war von einer anschliessenden Nachtruhe keine Rede gewesen, denn kaum dass ich im Bett lag, machten sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar. Ich weiss ja, dass sowas immer wieder bei mir vorkommt, und mein Internist mir auch den Unterschied erklärte zwischen dieser Art, die eher harmlos ist, und z.B. Vorhofflimmern.

Und doch war es mir nicht möglich gewesen, es zu ignorieren und so musste ich wieder raus aus dem Bett, und erinnerte mich an ein Gespräch mit meinem Freund und Nachbarn Ivo, der mir sagte, dass viele Herzrhythmusbeschwerden an der Fehlstellung einer Wirbelsäule liegen, und leichte Gymnastik hier Abhilfe schaffen kann.

Und so legte ich mich flach auf den Boden, mit angewinkelten Knien und hob langsam das Gesäss so weit, bis der Oberkörper ganz flach und fest auflag. Dabei war ein deutlicher Schmerz zu spüren gewesen, der sich nach und nach löste, je öfter ich diese Bewegung ausführte.

Anschliessend begab ich mich wieder in meinen Lesefauteuil und machte meine Panikatemübungen. Am meisten hilft mir 4-7-8 d.h. Mit der Nase einatmen und bis 4 zählen, die Luft anhalten und bis 7 zählen und anschliessend tief und fest durch den Mund ausatmen, das bis mindestens 8 zählen dauern sollte. Ich schaffe sogar 12 um die Lungen völlig leer zu bekommen.

Und somit möchte ich für diesen Tag meinen Dank aussprechen dafür, dass ich einen gemütlichen Abendspaziergang mit meinen Hunden geniessen durfte.
Mir mit Fernsehen, Lesen und Internet meine Zeit vertreiben durfte.
Ohne pekuniärer Sorgen in einem Haus mit Garten leben darf.
Keinen weiteren Stroke erleiden musste, und dass mein Körper auf die gemachten Übungen reagierte, und ich eine gute Nacht hatte, ohne Panikattacken und weiterer Herzrhythmusstörungen.

Baruch ata Adonai, elohejnu, Melech ha Olam animiertes-blumen-bild-0290

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 1

Schon sooo lange möchte ich ein Dankbarkeits-Tagebuch führen, indem ich mich für alles Gute, das mir an diesem Tag wiederfahren ist, bedanke.

Immer wieder bin ich davon abgekommen, weil ich befürchtete nicht genug positives oder gutes erlebt zu haben, und dann nicht weiss, was ich schreiben sollte.

Aber kommt es denn hierbei nicht vielmehr darauf an, welche Einstellung ein Mensch zum Leben hat, denke ich mir jetzt eben?

Gibt es nicht irgendwo in dieser Welt Menschen, für die es schon alleine ein guter Tag ist, wenn sie morgens lebendig aufgewacht sind? Oder Menschen, für die es ein guter Tag ist, wenn sie eine oder vielleicht sogar zwei Mahlzeiten haben durften?

Mit dieser Betrachtung der Realität gäbe es doch für mich Dankbarkeit im Übermass, würde ich meinen.
Also fang ich einfach mal damit an, dass ich dankbar bin dafür, dass ich heute morgen gesund aufwachen durfte, was ganz und gar nicht selbverständlich ist, denn ein Schlaganfall kann genauso gut nachts passieren.

Und habe ich eigentlich schon dafür gedankt, dass ich augenblicklich Hilfe bekam, als mich ein Minor Stroke vor 6 Wochen erwischte? Und dass ich in einem Land leben darf, mit den besten gesundheitlichen Aus- und Einrichtungen und Ärzten, und Krankenhauspersonal, die man sich wünschen kann?
Und dass absolut nichts an Lähmungen zurück geblieben ist?

Und was gäbe es da denn noch alles?
Vielleicht Dankbarkeit dafür, dass mein Haus nicht unter Wasser stand, oder abgedeckt wurde, nachdem gestern ein Hagelgewitter mit Regenmassen und Sturm über Wien hinzog.
Viele Menschen in anderen Bundesländern hatten nicht soviel Glück.

Jetzt will ich diese Dankbarkeit in meinem Herzen behalten, und mich in mein wunderbar bequemes Bett mit Satinbettwäsche zurück ziehen, und Gott bitten, dass einmal eine Zeit kommt, wo es uns allen auf dieser Welt so gut gehen möge, dass wir abends nur noch danken können für soviel Glück und Herrlichkeit.