GOTTES ZEICHEN FINDEN

Soviele Sterne stehen am Himmel, denoch sind die drei Weisen einem ganz bestimmten Stern gefolgt, der für sie soviel heller leuchtete.

Sie schenkten einer Stimme Gehör, die sie in ihrem Inneren dazu antrieb, jenem Licht, das so hell leuchtete zu folgen. Das war die Stimme des Heiligen Geistes, die in allen Menschen wirkt.

Und es führte sie, bis sie den König der Juden in einem ärmlichen Haus in Bethlehem fanden.

Diese Geschichte sollte eine Lehre für uns sein, damit wir uns die Frage der drei Weisen auch heute noch stellen: „Wo können wir Jesus Christus heute finden?“

Wir werden angeregt, vorallem in einer Zeit wie der unsrigen, uns auf die Suche nach den Zeichen zu begeben, die Gott anbietet.

Papst Franziskus

WIR KÖNNEN ES NICHT SELBST BEWIRKEN

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – dieses Sprichwort entspringt nicht der Weltklugheit eines Unverbesserlichen, sondern hier enthüllt sich tiefe christliche Einsicht.

Wer an der Jahreswende z.B. den Beschluss fasst „von nun an“ (wieviele „von nun an“ hat es schon gegeben?) mit besseren Vorsätzen anzufangen, wird bald erkennen, dass der Mensch alleine überhaupt nicht in der Lage ist, einen neuen Anfang zu machen, sondern er kann nur darum beten.

Wo der Mensch bei sich selbst ist und aus sich heraus lebt, da ist immer nur das Alte, das Vergangene.

Alleine wo Gott ist, ist das Neue und der Anfang. Und Gott kann man nicht kommandieren, man kann um ihn nur beten.

Aber beten kann der Mensch nur, wenn er begreift, dass er etwas nicht kann, dass er an seiner Grenze ist, dass ein anderer anfangen muss.

Dietrich Bonhoeffer

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DIE WEISHEIT – AUS SPRÜCHE 9

Frau Weisheit hat sich ein Haus gebaut mit sieben prächtigen Säulen.

Zum Fest hat sie Rinder schlachten lassen, den Wein mit feinen Gewürzen vermischt und ihren Tisch für das Mahl gedeckt. Nun schickt sie ihre Dienerinnen; sie gehen auf den Marktplatz der Stadt und rufen in ihrem Auftrag aus: »Wer unerfahren ist, soll zu mir kommen! Wer etwas lernen will, ist eingeladen! Kommt in mein Haus, esst und trinkt, was ich für euch zubereitet habe!

Wer unwissend bleiben will, den lasst stehen! Kommt, betretet den Weg zur Einsicht! Der Lohn dafür ist ein erfülltes Leben.«

Wer einen Eingebildeten belehren will, macht sich lächerlich. Und wer einen Unheilstifter zurechtweist, tut es zu seinem eigenen Schaden. Tadle keinen Eingebildeten, er wird dich hassen.

Zeige dem Gebildeten seine Fehler und er wird dich dafür lieben. Belehre den Klugen, dann wird er noch klüger. Unterweise den, der das Rechte tut, und er lernt noch dazu.

Den Herrn ernst nehmen ist der Anfang aller Weisheit. Gott, den Heiligen, kennen ist Einsicht. Durch die Weisheit wird dein Leben verlängert. Wenn du weise bist, hast du selber den Nutzen davon.

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DER SINN DER SPRÜCHE


1 Dies sind die Sprüche Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel. 2 Durch die Sprüche soll der Mensch Weisheit und Selbstbeherrschung lernen, um gute Ratschläge verstehen zu können. 3 Sie helfen dabei, Zurechtweisung anzunehmen und sie einsichtig im Leben umzusetzen und zu tun, was gerecht, recht und aufrichtig ist. 4 Die Sprüche machen die Unerfahrenen klüger und schenken dem, der noch jung ist, Erkenntnis und Besonnenheit. 5 Wer weise ist, höre auf diese Sprüche und gewinne noch an Weisheit hinzu; wer klug ist, suche sich weisen Rat, 6 damit er diese Sprüche, Gleichnisse, weisen Worte und Rätsel verstehen kann. 7 Die Ehrfurcht vor dem Herrn ist der Anfang der Erkenntnis. Nur Narren verachten Weisheit und Selbstbeherrschung.

Ermahnung eines Vaters: Erwirb Weisheit
8 Mein Sohn[1], höre auf die Zurechtweisung deines Vaters und lehne nicht ab, was deine Mutter dich lehrt. 9 Was du von ihnen lernst, ist wie eine schöne Krone für deinen Kopf und wie eine Kette für deinen Hals. 10 Mein Sohn, wenn Sünder dich verführen wollen, dann gib der Versuchung nicht nach!

Geh nicht mit ihnen, mein Sohn! Halte dich von ihnen fern! 16 Sie sind schnell dabei, etwas Böses zu begehen und Blut zu vergießen. 17 Es ist sinnlos, ein Netz, mit Körnern bestreut, vor den Augen der Vögel auszuspannen – sie sehen es und fliegen davon. 18 Doch diese Menschen legen sich selbst einen Hinterhalt, sie setzen ihr eigenes Leben aufs Spiel. 19 Genau das ist das Schicksal derjenigen, die auf fremden Gewinn aus sind: Am Ende verlieren sie dadurch nur ihr Leben.

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MEINE FRAGE: Wieviele Eltern gibt es heute noch in dieser Welt, die ihren Kindern solch wertvolle Ratschläge geben?

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Es ist alles andere als selbverständlich, denke ich mir eben, dass man sich ins Auto setzt und sich mit allem was man braucht im nächsten Laden eindecken kann.

Denn da tauchen die Bilder aus dem Fernsehen in mir auf, wo um Spenden aufgerufen wird für die Kinder in Afrika, die jeden Tag mit so wenig Essen auskommen müssen, dass ihre Körper keine Widerstandskraft gegenüber Infektionen haben.

Hier kann keine Rede von einer menschenwürdigen Versorgung und einer gesicherten Existenz sein. Für diese Menschen sind Notstandshilfe-Empfänger in den EU Ländern reich, denn auch wenn diese nur das Nötigste haben, so müssen ihre Kinder nicht verhungern, so wie das Tag täglich in afrikanischen Ländern passiert.

Es gelingt mir beim besten Willen nicht mir vorzustellen wie sich eine Mutter fühlen muss, die ihr hungerndes Kind im Arm hält und zusehen muss wie es stirbt.

Gott helfe uns zu erkennen, das wir Gold und Geld nicht essen können.

GEDANKENSPLITTER – LEBEN

Würde mich heute ein junger Mensch fragen, was ich ihm aufgrund meiner Lebenserfahrung raten möchte, dann wäre die Antwort: „Hab keine Angst vor Fehlentscheidungen. Denn die grössten Fehlentscheidungen sind die Entscheidungen, die Du nicht getroffen hast. Und die grössten Verluste im Leben sind die Dinge, die Du hättest tun können, doch nicht getan hast – aus welchen Gründen auch immer. Entscheide aus dem Bauch heraus – trau Dich Du selbst zu sein. Hinzufallen und sich eine blutige Nase holen ist kein Unglück – das einzige wirkliche Unglück wäre sich etwas nicht zu trauen, aus Angst vorm Hinfallen.“