AUF UNSERE SEELE HÖREN

Wir müssen auf unsere Seele hören, wenn wir gesund werden wollen!
Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit.
Solange er fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen – er wird allein sein.

Hl. Hildegard von Bingen

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DEINE KINDER SIND NICHT DEINE KINDER

Deine Kinder sind nicht Deine Kinder,
sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir,
obwohl sie bei Dir sind, gehören sie Dir nicht.
Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht
Deine Gedanken; denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im
Haus von morgen, das Du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in Deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber nicht, sie Dir gleich zu machen,
denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem Deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Lass Deine Bogenrundung in der Hand
des Schützen Freude bedeuten!

Kahlil Gibran aus „Der Prophet“

DAS LEBEN IST …

Das Leben ist eine Chance, nutze sie.
Das Leben ist Schönheit, bewundere sie.
Das Leben ist Seligkeit, genieße sie.
Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.
Das Leben ist eine Herausforderung, stelle dich ihr.
Das Leben ist Pflicht, erfülle sie.
Das Leben ist ein Spiel, spiele es.
Das Leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.
Das Leben ist Fülle, öffne dich ihr.
Das Leben ist Liebe, erfreue dich an ihr.
Das Leben ist ein Rätsel, durchdringe es.
Das Leben ist ein Versprechen, erfülle es.
Das Leben ist Traurigkeit, fühle sie.
Das Leben ist eine Hymne, singe sie.
Das Leben ist auch Kampf, kämpfe ihn.
Das Leben ist eine Tragödie, ringe mit ihr.
Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Das Leben ist Angst, gehe durch sie hindurch.
Das Leben ist Glück, empfange es.
Das Leben ist das Leben, verteidige es.

Heilige Mutter Teresa

GOTTES ZEICHEN FINDEN

Soviele Sterne stehen am Himmel, denoch sind die drei Weisen einem ganz bestimmten Stern gefolgt, der für sie soviel heller leuchtete.

Sie schenkten einer Stimme Gehör, die sie in ihrem Inneren dazu antrieb, jenem Licht, das so hell leuchtete zu folgen. Das war die Stimme des Heiligen Geistes, die in allen Menschen wirkt.

Und es führte sie, bis sie den König der Juden in einem ärmlichen Haus in Bethlehem fanden.

Diese Geschichte sollte eine Lehre für uns sein, damit wir uns die Frage der drei Weisen auch heute noch stellen: „Wo können wir Jesus Christus heute finden?“

Wir werden angeregt, vorallem in einer Zeit wie der unsrigen, uns auf die Suche nach den Zeichen zu begeben, die Gott anbietet.

Papst Franziskus

WIR KÖNNEN ES NICHT SELBST BEWIRKEN

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – dieses Sprichwort entspringt nicht der Weltklugheit eines Unverbesserlichen, sondern hier enthüllt sich tiefe christliche Einsicht.

Wer an der Jahreswende z.B. den Beschluss fasst „von nun an“ (wieviele „von nun an“ hat es schon gegeben?) mit besseren Vorsätzen anzufangen, wird bald erkennen, dass der Mensch alleine überhaupt nicht in der Lage ist, einen neuen Anfang zu machen, sondern er kann nur darum beten.

Wo der Mensch bei sich selbst ist und aus sich heraus lebt, da ist immer nur das Alte, das Vergangene.

Alleine wo Gott ist, ist das Neue und der Anfang. Und Gott kann man nicht kommandieren, man kann um ihn nur beten.

Aber beten kann der Mensch nur, wenn er begreift, dass er etwas nicht kann, dass er an seiner Grenze ist, dass ein anderer anfangen muss.

Dietrich Bonhoeffer

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