WAHRE GEFÜHLE

Eben habe ich einen Film gesehen (Red Corner), der in China spielt.
Und am Ende hörte ich diese Aussage, die mich zutiefst beeindruckte:

„Die einzige Bestimmung des Bambus ist es, darauf zu warten, dass der Wind ihn streichelt, so voll von Gefühlen ist er.
Höre auf sein Rauschen, und Du kannst sie spüren.“

EINE NEUE WELT ERSCHAFFEN ….

….könnte sowas möglich sein? frage ich mich heute zum zweiten Mal. Denn ich erinnere mich, dass ich diese Gedanken schon einmal hatte.
Keine Ahnung wieso ich sie nicht weiter verfolgt habe.
Vermutlich fand gleichzeitig ein anderes Ereignis statt, das mich wieder hinaus in die Welt trieb.
Solche Gedanken sind hypersensibel, konnte ich ebenso schon einmal feststellen. Wenn man sie, vorallem zu anfangs, wieder aus dem Kopf lässt, verschwinden sie wieder.

Meine Gedanken drehen sich um die Überlegung, ob es möglich wäre eine negative Gedankenwelt in eine positive zu verwandeln – und das augenblicklich?
Quasi working on the job.
Und zwar indem man es sich zur Aufgabe macht, für alles sofort eine positive Erklärung zu finden.

Zum Beispiel: Ich werde mit einem Menschen konfrontiert, der sich nicht benehmen kann – egal wie sich das ausdrückt. Bislang kam augenblicklich der Gedanke: „was für ein Ungustl. Hoffentlich haut ihm bald einer eins in die Fresse“ oder sonstwas Ungutes.

Wenn ich jetzt also genauso augenblicklich ganz bewusst das genaue Gegenteil in mein Denken aufnehmen würde, wie z.B. „Das ist sicher ein ganz Lieber. Hat vermutlich heute nur einen Scheisstag gehabt. Passiert jedem mal.“

Aber auch Gedanken wie ich sie heute beim Nachhausekommen hatte, nachdem ich gut zwei Stunden im Einkaufscenter Massen an Lebensmittel, Bücher, Kosmetika und Hundefutter kaufen, schleppen, in den Wagen räumen, aus dem Wagen räumen, ins Haus schleppen und einräumen musste, und die Hunde mir andauernd zwischen den Beinen herumliefen – die lauteten: „Ich kann nicht mehr, das halte ich nicht mehr aus. Und wenn sich die Hunde nicht gleich verpissen, dann tret ich sie in den Arsch“.

Ich hatte es sofort ausprobiert und polte augenblicklich um in: „Wow, war eine Spitzenleistung jetzt, das alles zu erledigen. Wie schön, dass wieder alles aufgefüllt ist. Und wie lieb von den Hunden, dass sie nachschauen kommen, ob ich was für sie mitgebracht habe“.

Es funktionierte !!!!

Da ist soooo viel Potential drinnen, überlege ich mir eben. Man könnte ja auch noch alles, was man so den ganzen Tag über treibt, mit positiven Worten „segnen“.
Hmmm – das Wort „segnen“ fiel mir grade eben ein – passt irgendwie, finde ich!

Habe eben meinen Hund aus dem Garten herein geholt und überlegt, wie ich dieses Tun interpretieren könnte. Und es fiel mir ein: „wie lieb von ihm, dass er sein Geschäft draussen macht“.

Da kommen viele gute Gedanken zusammen, wenn man ernsthaft drüber nachdenkt wie z.B. „Was habe ich für ein Glück, dass der Sturm Sabine bei mir keinen Schaden angerichtet hat“ oder „was für einen grossartig milden Winter wir doch heuer hatten. Nicht ein einziges Mal musste ich den Frost von den Scheiben kratzen“.
oder „Wie schön, dass die Sonne scheint. Da dürfen sich die Vögel bereits in ihr erwärmen, als kleinen Ausgleich für die kalten Nächte“.

Jeder Mensch, denke ich mir eben, braucht doch eine Aufgabe. Vorallem jene Menschen, deren Gehirn noch bestens funktioniert, die dieses aber nicht mehr voll einsetzen können, weil sie bereits in Pension sind – wie ich z.B.

Na jetzt hätte ich doch eine Aufgabe mir zu zeigen, was mir alles an positiven Überlegungen, im Laufe eines langen Tages einfällt.

So wie es glücklich macht, denke ich mir eben, sich neu zu verlieben, also eine neue Perspektive für die Zukunft zu haben, so müsste sich doch im mentalen Bereich genauso etwas freudvoll ändern lassen, wenn man es sich zur Aufgabe macht, für alles Traurige sofort Trostvolles, und für alles Unglückliche etwas Glückliches, und für alles Ärgerliche etwas Aufbauendes zu finden.

Hmmm …..

GEDANKENSPLITTER – LIEBESABENTEUER

Es geht um eine zweifellos immer noch sehr attraktive Frau mitte sechzig, die seitdem sie denken kann, auf der Suche nach Freude ist.
Irgendwie muss ihr der Hang zu Depressionen in die Wiege gelegt worden sein, denn echte Freude konnte sie in ihrem ganzen Leben nur in ihrer Kindheit fühlen, erinnert sie sich jetzt.

Und vor einigen Tagen passierte etwas sehr ungewöhnliches. Sie begegnet einem Mann, der wie sie verheiratet, und in der gleichen Reihenhaussiedlung wohnt. Vor 15 Jahren hatte sich eine Gemeinschaft von 4 Familien gebildet, die regelmässig Radtouren unternahmen, an dieser diese beiden Menschen beteiligt waren.

Dieser besagte Mann fragt sie, wie es ihr denn geht, und sie antwortet ehrlich „nicht so toll, denn ich finde keine Freude mehr in meinem Leben“.

„Mir ergeht es ganz genauso“, antwortete darauf er. „Seitdem ich in Pension bin, komme ich mit meinem Leben nicht mehr klar. Und ausserdem brennt mir etwas seit 15 Jahren in der Seele, was ich jetzt mal endlich loswerden will. Ich bin seit damals, wo wir miteinander radfahren waren, bis über beide Ohren in Dich verliebt. Welche Chance habe ich Dich endlich näher kennenlernen zu dürfen?“

Ihr blieb fürs erste mal die Luft weg, und sie verabschiedete sich von ihm mit einem Küsschen und den Worten „zwischen Wollen und Sichtrauen liegen aber Welten“.
Und er sagte: „lass uns doch einmal miteinander essen gehen und reden, und in Ruhe zusehen, was passiert. Möchtest Du? Ich lass den Kofferraum meines Wagens offen, dort kannst Du eine Nachricht hineingeben“.

Hmm, und jetzt sitzt sie hier und fragt sich: „was war das denn?“ Und sie erinnert sich daran, wie es früher war, als sie meinte, dass Liebesabenteuer ihr Freude ins Herz bringen müssten, und doch niemals der Fall war.

„Wieso eigentlich?“ fragt sie sich, „wieso eigentlich war es mir niemals möglich gewesen, mich an solchen Liebesabenteuern ehrlich zu erfreuen? Die ganze Welt dreht sich doch fast ausschliesslich nur darum, neue Menschen kennenzulernen, und mit ihnen Affairen zu beginnen? Wieso meine ich jetzt, dass es vielleicht ein paar Dates wären, die etwas Abwechslung bringen, doch schon sehr bald die selbe Bitterkeit im Herzen erzeugen werden, wie sie das immer taten?
Wieso eigentlich???? Wieso?

„Wieso kann ich nicht sein, wie alle anderen, und solche Gelegenheit mit Freude annehmen, noch dazu wo dieser Typ eigentlich gar nicht schlecht aussieht und eine sehr herzliche und dadurch anziehende Art hat?“

Tja, und jetzt überlegt sie, ob es diesesmal vielleicht doch anders laufen könnte? Ob sie vielleicht „reifer“ geworden ist, und besser mit Emotionen umzugehen weiss?
Ihr ja vielleicht doch noch ein Frühling mit Schmetterlingen im Bauch vergönnt wäre, wenn sie sich nur trauen würde?

MEIN GRÖSSTES WEIHNACHTSGESCHENK

ist, dass der Spendenmarathon für Tiere 2019 das vorgegebene Ziel, nämlich eine Million Kilo Futter zu sammeln, tatsächlich erreichen wird.
Und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr 😀
Denn es sind noch fast 2 Stunden bis die Zeit um ist, und es fehlt nur noch ganz wenig.

Spenden Marathon

Ein herzliches DAnkeschön und Gottes Segen allen diesen wunderbaren Menschen, die das zuwege gebracht haben.

UND DOCH NUR TRÄUME

Habe ich eben im Internet gefunden, und frage mich, ob Bernd Hoffmann es geschafft hat, diese Vision zu realisieren….werde ich aber vermutlich niemals erfahren.
Doch ich wünsche es Dir, lieber Bernd ❤

FREI VON ÄNGSTEN

Das Leben ist voll mit Ängsten.
Die Angst vorm Leben, vorm Alleinsein, vor Schmerzen und vor dem Sterben.
Ängste, die sich zu einem Berg türmen.
Ich möchte frei sein, frei von Ängsten.
Ich besteige den Berg.
Oben angekommen, schaue ich ins Tal.
Ich habe Angst.
Angst davor, loszulaufen, Angst davor meine Arme wie Flügel auszubreiten, Angst zu fliegen.
Ich nehme allen Mut zusammen und laufe los,
breite meine Arme aus und springe hinab.
Ich fliege – alle Ängste sind wie weggeblasen.
Alles ist auf einmal so unbedeutend, so klein. Eine himmlische Stille, unterbrochen von Rauschen des Windes, der sich um meinen Körper windet.
Das erste Mal frei von allen Ängsten.
Ich fühl mich frei wie ein Vogel.
Keine Angst
Keine Angst vor der Landung
Einfach nur frei!

© Bernd Hoffmann (*1960), Träumer und Poet