DANKBARKEITSTAGEBUCH 10

Noch vor einigen Wochen, würde ich meinen, dass da sehr viel mehr Gutes hätte passieren müssen, dass ich ein „Dankbarkeitstagebuch“ geschrieben hätte. Denn niemals zuvor hätte ich gedacht, dass in diesem Leben noch so ein massives Lernprogramm für mich am Plan stehen könnte. Ich war sicher, dass sich ausser irgendwann Sterben zu müssen, nur noch Langeweile breit macht. Doch davon ist seit anfangs dieses Jahres absolut keine Rede mehr.

Gestern war der erste Tag, nachdem der Schacht mit der Pumpe fertig war, und der Bausachverständige ebenfalls meinte, dass es sich um eine akzeptable Lösung handelt, wo ich meine Gedanken auf meine Wenigkeit lenken durfte. Und ich meinte mal schauen zu müssen, welche 17″ HP Lapis da so auf dem Markt wären.

In Österreich hat ja MediaMarkt den Saturn aufgekauft, als haben wir nur noch Cyberport zur Auswahl. Die beiden hatten mehrere Lapis meiner Wahl doch alle entweder nur € 450-600 oder € 1.200-1.600. Ich wollte aber weder billige noch so teure und war einigermassen enttäuscht.

Erst als ich herum googelte fiel mir der Hartlauer ein, der ja, früher jedenfalls, auch immer Lapis hatte. Und prompt hatte er auch genau diesen um € 800.- im Angebot (anstatt €990.-), den ich mir vorgestellt hatte.

Ich konnte es richtig geniesen, wie ich Freude hochkommen spürte, als ich im strahlenden Sonnenschein bei 15° in die Filiale in meinem Bezirk fuhr, und noch mehr freute ich mich zu hören, dass es der letzte war.

Zuhause angekommen läutete es gleich darauf an der Gartentüre und der Installateur stand draussen und fragte, ob die Pumpe eh noch gut arbeite. Also erfuhr ich von meinem Mann, dass dieser am Morgen beobachtet hatte, dass es Probleme beim Einschalten der Pumpe gegeben hatte.

Er hatte mir nichts davon erzählt, weil er wusste, dass ich sofort wieder von Panik überfallen werde….seufz. Also überfiel sie mich halt ein paar Stunden später. Denn was hätte ich denn anderes denken sollen, als dass die uns vielleicht eine bereits gebrauchte Pumpe angedreht hatten.

Also fing das Theater von neuem an, dass wir alle halbe Stunde beobachten mussten, ob sie auch ordentlich ansprang, soferne genug Wasser im Schacht war. Und wie es kommen musste, passierte es gegen 19h wieder, dass sie ihre Arbeit nicht tat.

ABER!!!mir fiel auf, dass der Schwimmschalter nicht frei schwimmen konnte, sondern leicht an der Schachtwand anlag. Also zog ich die Pumpe ein paar Zentimeter weiter von der Wand weg, der Schwimmschalter lag damit wieder frei im Wasser und es pumpte augenblicklich ab.

Und somit war es uns beiden möglich gewesen die richtige Funktion von so einer Tauchpumpe kennen zu lernen. Jetzt müssen wir nur beobachten, ob die Pumpe selbst auch an ihrem Platz stehen bleibt, oder ob dem Installateur etwas einfallen muss, wie er diese fixieren kann, damit der Schwimmschalter nicht nochmals von der Schachtwand blockiert wird.

Für alle Fälle war ich gestern dann noch einmal im Bauhaus und habe eine zweite, diesesmal eine Schmutzwasserpumpe besorgt, die jetzt einsatzbereit im Keller steht – für den schlimmsten Fall der schlimmen Fälle sozusagen. 😆

Wie sagte Ghandi doch gleich? „Lebe, als wäre es Dein letzter Tag, aber lerne, als wenn Du ewig leben würdest“.

Allen meinen Lesern ein herzliches Schabbat Schalom

Baruch ata Adonai, Elohejnu, Melech ha Olam – gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 9

Ich kann es kaum glauben, dass der Installateur eben gegangen ist, und eine Pumpe eingebaut hat, die sich selbständig aus- und einschaltet, und das auch noch äusserst leise.

Leider ist der Troll nicht auszuschalten, der mir immer wieder einflüstert, dass das Wasser ja ganz leicht auch noch an anderer Stelle durchkommen könnte. 😳

Aber wie ja schon erzählt, kommt am Donnerstag der Bausachverständige, und von dem werden wir dann hören, welche Alternativen noch infrage kommen.

Dem Himmel sei Dank, dass es auf pekuniärer Seite ja keine Probleme geben würde, egal für welche Art von Sanierung wir uns letztlich entscheiden.

Dass ich allerdings bereits an die 40 Stunden nicht mehr geschlafen habe, macht sich durch leichtes Schwindelgefühl bemerkbar, und deshalb werde ich heute alles anstrengende vermeiden. Ein einfaches Mittagessen zubereiten und nachmittags noch einen Pudding müsste ich hinkriegen. 😉 Abends gibts dann nur ein Camembert-Brot mit Tomaten für meinen Mann, und für mich eine Grosspackung Mon Cherie hihi . Nö, war ein Scherz.

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam, Jeaseh rezoncha.

Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, DU regierst die Welt. Dein Wille geschehe.

GEDANKENSPLITTER

Lese eben einen Eintrag in mein Tagebuch letztes Jahr bei Jom Kippur, wo ich Gott um Hilfe bat mir dabei zu helfen, weniger zu trinken. Mich von der Sucht zu befreien, dass ich schon am frühen Nachmittag glaube, den Tag nicht ohne Alkohol durchzustehen.

Und in diesem Zusammenhang wenigstens 5-7 kg weniger auf die Waage zu bringen, damit ich viele Kleidungsstücke, die mir nun zu eng sind, wieder tragen kann.

Und ich erinnere mich sehr gut daran, als ich dies niederschrieb, wie mir klar wurde, dass ich vom Alkohol wohl nur dann wegkommen werde, wenn mich der Einbruch meiner Gesundheit dazu zwingen würde.

Erinnere mich, wie ich tief geseufzt hatte, als mir klar wurde, dass Gott doch letztlich dann genau zu solchen Massnahmen greifen müsste, um mir meine Wünsche zu erfüllen.

Und heuer hat Gott alle meine Wünsche erfüllt. Mit dem Stroke zeigt die Waage jetzt 10 kg weniger als im Vorjahr, und ich darf alle meine Sachen wieder tragen, die mir viele Jahre lang zu eng waren.

Ebenso ist Alkohol kein Thema mehr, und ich freue mich täglich schon auf den Nachmittag, wo ich eine heisse Schokolade , und über den Tag verteilt einen Liter Pfirsich-Maracuja-Tee geniessen darf.

Finde es auch äusserst angenehm auch noch abends klare Gedanken und vorallem keine Wassereinlagerungen mehr in den Beinen zu haben.

Also zweifellos ein Riesenerfolg auf der ganzen Linie….könnte man da doch letztlich sagen?

Wieso fällt es mir dann so schwer, das Geschehene als reine Wunscherfüllung, als Geschenk Gottes an mich, zu sehen? Ist doch jetzt alles genauso, wie ich es mir vor einem Jahr so sehr gewünscht hatte?

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam – gepriesen seist Du ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

JOM KIPPUR – VERSÖHNUNGSTAG

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam

Verzeihe uns, unser Vater, wir haben gesündigt, vergib, unser König, wir haben gefrevelt. Denn du, Herr, bist gütig und verzeihend, groß an Gnade allen, die dich anrufen.

Der Ewige, unser Gott, ist barmherzig und liebevoll, langmütig, groß an Gnade und Wahrheit. Er vergibt alle Schuld, Missetat und Sünde. Verzeihe unsere Schuld und unsere Sünde und nimm uns zum Eigentum an.

Der HERR segne dich und behüte dich; Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

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DANKBARKEITS – TAGEBUCH 7

LIEBER GOTT ICH DANKE DIR…

…dass ich meine Hände, Arme und Beine frei gewegen kann, und hingehen kann wo immer ich möchte, und werken und schaffen kann, wonach mir ist. Denn das ist nach einem Stroke nicht selbverständlich.

…für die vielen Sonnenstunden in diesem Sommer, und deren Wärme ich spüren durfte.

…für meine Schutzengel Chaamiah, Ariel und Jezalel, die Du für mich bereit gestellt hattest bei meiner Geburt. Nur sie alleine wissen, welch aufwendigen Job sie zu erledigen hatten.

…dass Du mir meine Verfehlungen immer wieder vergibst, und mir die Chance gibst, es an jedem neuen Tag besser zu machen, als am Tag davor.

Lieber Gott segne mich und behüte mich, lass Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig; hebe Dein Angesicht über mich und gib mir Frieden.

EIN WIRKLICHER LICHTBLICK

war dieser Anblick für mich, als ich im Krankenhaus nach 5 Tagen Intensivstation in der Stroke-Unit zum ersten Mal das Bett verlassen und im Garten spazieren gehen durfte.

Trotz jüdischem Glauben bin ich sicher, dass Jesus Christus der Messias war, auf den die gläubigen Juden immer noch warten, weil sie davon ausgehen, dass er alle ihre Feinde vernichten wird, so wie es aufgrund einer Fehlinterpretation der Tanach verspricht.

Doch Gewalt kann niemals Gottes Lösung sein !

JÜDISCHE DENKWEISE 3

Bete und Bitte nicht!

Gebet bedeutet, um etwas zu bitten. Manchmal gibt es etwas zu verlangen, also betest du. Manchmal gibt es nichts zu verlangen. Also betest du nicht.

Aber gläubige Juden beten nicht. Juden praktizieren „Tefillah“.

Tefillah bedeutet verbinden. Verbinde dich mit dem unendlichen Licht, aus dem alle Dinge kommen. Weil dein essentielles Innerstes Selbst in ständiger Verbindung mit diesem Licht steht.

Es ist nur so, dass du jetzt an einen Körper gebunden bist. Der Körper hat Bedürfnisse und Wünsche, und Du wirst davon abhängig. Sie fesseln Dich. Womit die Bindung an das Licht geschwächt wird.

Jedoch gibt es jeden Tag Zeiten für die Wiederverbindung; diese Bindung aufzufrischen, sie wieder festzuziehen. Und somit ist Tefillah zu jeder Zeit und für jedermann möglich.

Selbst jemand, der keine Bedürfnisse hat, muss sich jeden Tag neu verbinden, um die Energie des Lichts konstant zu erhalten.

Deshalb verbinde dich mit dem unendlichen Licht, damit göttliche Energie durch dich, in unsere Welt kommt, um die Kranken zu heilen, und Freude zu bringen wo Depressionen und Hoffnungslosigkeit sind.

aus: https://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/147435/jewish/Dont-Pray.htm#utm_medium=email&utm_source=5_daily_dose_en&utm_campaign=en&utm_content=content

JÜDISCHE DENKWEISE 1

Sei nicht wohltätig, praktiziere keine Nächstenliebe!

Wohltätigkeit bedeutet nett zu sein. Es bedeutet, dass der andere es nicht verdient, und Du nichts geben musst, denn in dieser Welt gilt „was Du hast gehört Dir auch, und was der andere hat, das gehört ihm“.

Aber gläubige Juden praktizieren keine Wohltätigkeit, Juden geben „Tzedakah“. Und Tzedakah bedeutet, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Tzedakah bedeutet, dass Dein Geld nie wirklich Dir gehörte, dass Du nur der Schatzmeister bist, und dass in dem Geld das Vertrauen Gottes in Dich gesteckt wurde, um für gute Dinge ausgezahlt zu werden, sowohl für Dich selbst, als auch für andere, wenn sie Not haben.

Tzedakah ist etwas, das du jeden Tag erhältst, obwohl Gott dir gegenüber keine Verpflichtungen hat, aber er versorgt dich trotzdem ständig mit allem, was du brauchst.

Und da Gott alles widerspiegelt, was Du unten auf Erden tust, solltest Du das Bedürfnis haben, mehr zu geben, als Du geben musst, damit ER Dir mehr gibt, als Du verdienst.

Think it over!

aus: https://www.chabad.org/library/article_cdo/aid/147434/jewish/Dont-Give-Charity.htm#utm_medium=email&utm_source=5_daily_dose_en&utm_campaign=en&utm_content=content

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 6

Nach zwei herbstlichen Tagen mit nur 15° und Unmengen an Regen, scheint heute wieder die Sonne und mit 20° Temperaturansage.

Der Vormittag war sehr anstrengend für mich, denn ich musste in die Apotheke, um mir die von meinem Hausarzt über ELGA verordneten Medikamente abzuholen.

Und anschliessend zu Saturn ins Einkaufscenter, um mir einen neuen Drucker zu besorgen. Leider treten seit Corona immer öfter Panikattacken auf, wenn ich mich unter vielen Menschen befinde, und ich muss oft während des Gehens stehen bleiben, um die entsprechenden Atemübungen zu praktizieren, die mir helfen wieder ruhig zu werden.

Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, welch befreiendes Gefühl es sein wird, wieder angstfrei unter Menschen sein zu dürfen. Wieder mit Freude durch die Mall zu laufen, auf der Suche nach schönen Dingen.

Unser Gesundheitsminister sagte gestern, dass die ersten 300.000 Menschen in Österreich bereits im Jänner geimpft werden können. Was natürlich den Ärzten und dem Pflegepersonal zugute kommen wird. Aber trotzdem ist es ein schöner Gedanke, dass mit kommendem Jahr vielleicht doch wieder alles gut wird.

Aber zu danken habe ich trotz allem unglaublich viel:

Ich danke dafür, dass ich in einem Land leben darf, welches über ein unglaublich gutes Gesundheitssystem verfügt. Und dass ich ganz einfach nur in die Apotheke fahren muss, um alle nötigen Medikamente zu bekommen, die ich benötige, um meine Gesundheit aufrecht zu erhalten.

Ich danke dafür, dass ich über soviel Einkommen verfüge, das es mir nicht nur ermöglicht mir vieles zu leisten, was ich mir wünsche, sondern ich damit sogar andere Menschen, die mir wichtig sind, unterstützen kann – das ist nämlich ein ganz besonders schönes Gefühl, wenn ich ehrlich sein darf.

Und ich danke dafür, dass es morgen bereits 10 Wochen sind nach dem Minor Stroke, und die Gefahr eines Major Stroke immer kleiner wird. Die Ärzte sagen, dass nach drei Monaten die Gefahr soweit minimiert ist, dass man auch wieder die Erlaubnis bekommt, einen Wagen zu fahren. Und darauf freue ich mich ganz besonders, um nicht immer meinen Mann bemühen zu müssen mich zu chauffieren.

Die Liste aller Danksagungen wäre ellenlang, wenn ich mir bewusst machen würde, wieviele Obdachlose es alleine in den USA gibt, wo ich viele Jahre in einem wundervollen Haus mit Garten leben durfte. Ganz zu schweigen von den vielen Menschen z.B. in Indien und Brasilien, und in allen Entwicklungsländern, die sterben weil sie nicht genug Nahrung bekommen.

Baruch ata Adonai, elohenu, melech haOlam – Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Herrscher des Universum – Dein Wille geschehe!