DIE SCHÖNSTEN GEBETE – HEILIGER GEIST

Die Gaben des Heiligen Geistes

mögen Feuer zur Erde bringen,

sodass die Gegenwart Gottes

in neuem Licht gesehen werden kann,

an neuen Orten, auf neuen Wegen.

Mögen unsere eigenen Herzen entflammt werden,

sodass kein Hindernis, wie groß es auch sein mag,

sich der Botschaft Gottes darin in den Weg stellen kann.

Mögen wir von ganzem Herzen dem Wort Gottes trauen,

um es mutig auszusprechen,

um ihm gläubig zu folgen,

um es in anderen zur Flamme zu entfachen.

Möge Jesus,

der Frauen mit seinem Heiligen Geist erfüllte,

die Welt und die Kirche mit neuem Respekt beschenken

für die Kraft und die Gegenwart des Geistes.

(Sr. Joan Chittister, OSB)

Die 7 Gaben des Heiligen Geistes:

  • Weisheit
  • Einsicht
  • Rat
  • Erkenntnis
  • Stärke
  • Frömmigkeit
  • Gottesfurcht

DIE KOLLEKTIVE MENSCHENSEELE

Wer sich mit Spiritualität beschäftigt, der weiss, dass wir Menschen alle eine Einheit sind. Leidet einer, dann leiden alle. Denn wie sonst ist es zu erklären, dass in den „reichen Ländern“ das meistverkaufteste Medikament Antidepressiva und Benzodiazepine (Angstlöser) sind?

Es ist eine Illusion zu glauben, dass wir Herr unseres eigenen Schicksals sind, indem wir nur dafür sorgen müssen, dass es uns an nichts fehlt, und dann fühlen wir uns gut, dann haben wir ein schönes Leben.

Wer letzte Nacht „zufällig“ nicht gut oder gar nicht schlafen konnte, und den Grund dafür wissen möchte, der denke an die Reichskristallnacht vom 9. zum 10. November 1938.

Es waren 42 Wiener Synagogen, die am 9. und 10. November 1938 und in der dazwischenliegenden Nacht dem Erdboden gleichgemacht wurden. 27 Wiener Juden waren getötet und 88 schwer verletzt worden. Dazu kamen 2000 Wohnungen, die „judenrein“ gemacht und 4000 Geschäfte, die – bereits Tage davor mit „Judensternen“ gekennzeichnet – vernichtet wurden. Tausende Menschen wurden verhaftet und nach Dachau verschleppt. Nicht anders erging es den Juden in Graz, Linz, Innsbruck und in den anderen ehemals österreichischen Städten, und dem Rest des ganzen „Deutschen Reichs“, wo man insgesamt 20.000 Juden gefangen genommen und 91 ermordet hatte.

Corona ist schlimm – sehr schlimm! Doch wie schlimm erging es in den darauf folgenden sieben Jahren Millionen von politisch verfolgten Menschen und Soldaten an vorderster Front?

Mir dieses Leid im Detail vorzustellen übersteigt mein Vorstellungsvermögen über Grausamkeiten, die Menschen imstande sind einander anzutun.

Hilf uns, Vater im Himmel, unsere Herzen füreinander zu öffnen, und zu helfen, wo immer es uns möglich ist. Amen

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 9

Ich kann es kaum glauben, dass der Installateur eben gegangen ist, und eine Pumpe eingebaut hat, die sich selbständig aus- und einschaltet, und das auch noch äusserst leise.

Leider ist der Troll nicht auszuschalten, der mir immer wieder einflüstert, dass das Wasser ja ganz leicht auch noch an anderer Stelle durchkommen könnte. 😳

Aber wie ja schon erzählt, kommt am Donnerstag der Bausachverständige, und von dem werden wir dann hören, welche Alternativen noch infrage kommen.

Dem Himmel sei Dank, dass es auf pekuniärer Seite ja keine Probleme geben würde, egal für welche Art von Sanierung wir uns letztlich entscheiden.

Dass ich allerdings bereits an die 40 Stunden nicht mehr geschlafen habe, macht sich durch leichtes Schwindelgefühl bemerkbar, und deshalb werde ich heute alles anstrengende vermeiden. Ein einfaches Mittagessen zubereiten und nachmittags noch einen Pudding müsste ich hinkriegen. 😉 Abends gibts dann nur ein Camembert-Brot mit Tomaten für meinen Mann, und für mich eine Grosspackung Mon Cherie hihi . Nö, war ein Scherz.

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam, Jeaseh rezoncha.

Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, DU regierst die Welt. Dein Wille geschehe.

TAGEBUCH – 2. November 2020

Gestern nachmittags fing es neuerlich an mit starken Regenfällen, und gegen 20h war es bereits so, dass mit der kleinen Behelfspumpe alle 15 – 20 Minuten der volle Schacht auspumpt werden musste.

Nachdem es sich ja um keine Schmutzwasserpumpe handelt, konnten wir es nicht riskieren, sie auf Dauerpumpen in den Schacht zu stellen. Sondern wechselten uns ab, sodass letztlich jeder von uns immer 30-40 Minuten ruhen konnte.

Von schlafen war natürlich keine Rede, es war lediglich eine ausgiebige Gelegenheit sich im Autogenen Training zu üben.

Jetzt ist es 07.07 und wir hoffen gegen 07.30 unseren Installateur zu erreichen, um dem gründlich unsere Meinung zu geigen, was er sich dabei gedacht hat, von dem Maurer einen Schacht zu stemmen, ohne anschliessend sofort die Pumpe zu montieren.

Und dann können wir nur hoffen, dass er mit der dafür vorgesehenen Pumpe schnellstens vorbeikommt, denn wir sind am absoluten Ende unserer physischen Kräfte – von den psychischen ganz zu schweigen.

Im Augenblick kann ich mir eigentlich gar nicht wirklich vorstellen, dass dieser Keller jemals wieder „normal“ genutzt werden kann, und ich denke, dass es Zeit wird, mir Gedanken darüber zu machen, wo ich die Gefrierschränke und die Waschmaschine jeweils im Haus unterbringen könnte, falls sich meine Befürchtung bewahrheitet.

Doch jetzt fällt mir ein, dass meine Blogfreundin Tanja immer die Engel anruft, wenn sie in Not ist – vielleicht helfen sie ja mir auch.

ICH FÜRCHTE

dass es dann vermutlich wirklich der letzte Sommer war für meinen Fliederbaum, denn eben lese ich in den Nachrichten, dass es in Europa Massen an Kastanienbäumen trifft, die mit einer Herbstblüte noch das letzte aus sich herausholen möchten.

Philipp Schönfeld vom Projekt „Stadtgrün 2021“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) sagt: „Salopp formuliert gilt das Prinzip: Wenn ich ohnehin sterben muss, möchte ich bis dahin wenigstens noch möglichst viele Nachkommen zeugen.“ Die Herbstblüte ist ein letztes Aufbäumen eines Baumes, der den Frühling vielleicht nicht mehr erlebt.

Als ich diese Formulierung las, wurde mir sehr schwer ums Herz, denn ein Kastanienbaum war es, der mich durch meine Kindheit begleitete. Er stand unmittelbar vor unseren Fenstern im 3. Stock eines Wiener Gemeindebaues, und ich konnte jeden Abend die vielen Vögelchen hören, die in seinen Ästen sassen und ihr Abendlied sangen.

Ich komme nur sehr schwer klar damit zur Kenntnis nehmen zu müssen, dass so vieles, was mir in meinem Leben wichtig war, bald nicht mehr existieren wird.

Muss aber auch zugeben, dass ich im Augenblick keine stabile Seelenstimmung habe, denn nach einer fast sommerlichen Woche kam gestern Abend der Herbst mit Regen und starkem Temperaturrückgang nach Wien.

Und die Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind in der letzten Woche förmlich explodiert. Waren es vor zwei Wochen noch 6-700 am Tag so sind wir jetzt bei über 1.200 angekommen, Tendenz steigend, von denen sich zwei Drittel nicht zurück verfolgen lassen. Mit einem Wort: die Sache ist ausser Kontrolle und die Regierung trägt sich mit dem Gedanken ab 16. November einen erneuten dreiwöchigen Lockdown zu starten.

Und ich muss ehrlich zugeben, dass mir das ganze eine Scheissangst macht…..Gott sei uns gnädig!

GEDANKENSPLITTER

Lese eben einen Eintrag in mein Tagebuch letztes Jahr bei Jom Kippur, wo ich Gott um Hilfe bat mir dabei zu helfen, weniger zu trinken. Mich von der Sucht zu befreien, dass ich schon am frühen Nachmittag glaube, den Tag nicht ohne Alkohol durchzustehen.

Und in diesem Zusammenhang wenigstens 5-7 kg weniger auf die Waage zu bringen, damit ich viele Kleidungsstücke, die mir nun zu eng sind, wieder tragen kann.

Und ich erinnere mich sehr gut daran, als ich dies niederschrieb, wie mir klar wurde, dass ich vom Alkohol wohl nur dann wegkommen werde, wenn mich der Einbruch meiner Gesundheit dazu zwingen würde.

Erinnere mich, wie ich tief geseufzt hatte, als mir klar wurde, dass Gott doch letztlich dann genau zu solchen Massnahmen greifen müsste, um mir meine Wünsche zu erfüllen.

Und heuer hat Gott alle meine Wünsche erfüllt. Mit dem Stroke zeigt die Waage jetzt 10 kg weniger als im Vorjahr, und ich darf alle meine Sachen wieder tragen, die mir viele Jahre lang zu eng waren.

Ebenso ist Alkohol kein Thema mehr, und ich freue mich täglich schon auf den Nachmittag, wo ich eine heisse Schokolade , und über den Tag verteilt einen Liter Pfirsich-Maracuja-Tee geniessen darf.

Finde es auch äusserst angenehm auch noch abends klare Gedanken und vorallem keine Wassereinlagerungen mehr in den Beinen zu haben.

Also zweifellos ein Riesenerfolg auf der ganzen Linie….könnte man da doch letztlich sagen?

Wieso fällt es mir dann so schwer, das Geschehene als reine Wunscherfüllung, als Geschenk Gottes an mich, zu sehen? Ist doch jetzt alles genauso, wie ich es mir vor einem Jahr so sehr gewünscht hatte?

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam – gepriesen seist Du ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

JOM KIPPUR – VERSÖHNUNGSTAG

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam

Verzeihe uns, unser Vater, wir haben gesündigt, vergib, unser König, wir haben gefrevelt. Denn du, Herr, bist gütig und verzeihend, groß an Gnade allen, die dich anrufen.

Der Ewige, unser Gott, ist barmherzig und liebevoll, langmütig, groß an Gnade und Wahrheit. Er vergibt alle Schuld, Missetat und Sünde. Verzeihe unsere Schuld und unsere Sünde und nimm uns zum Eigentum an.

Der HERR segne dich und behüte dich; Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

animiertes-kerzen-bild-0076

TAGEBUCH – 26. September 2020

Mit dem heutigen Tag würde ich meinen, dass dieser Horrorsommer 2020 zu Ende ist, denn die Temperaturen sanken von etwa 25° zuletzt auf ganze 9°.

Fühlte sich heute Nacht irgendwie seltsam an, erinnere ich mich, als ich gegen 02h morgens aufstand, und mir ein eiskalter Wind durch das offene Fenster entgegen wehte. Viel zu schnell gewöhne ich mich immer daran, wenn es nachts immer noch warm ist, und ich barfuss laufen kann ohne zu frieren.

Vor einigen Tagen erinnerte ich mich an die späten 80er und daran, als Bachblüten in aller Munde waren. Vorallem aber daran, dass ich mir damals alle 38 Stockbottles besorgte, und damit auf Teufel komm raus herum experimentierte.

Also beschloss ich mich nochmals an eine solche Selbsttherapie heran zu wagen, und erstellte eine Liste aller infrage kommenden Blüten. Es waren sieben an der Zahl.

Star of Bethlehem zur Aufarbeitung von Traumata, von denen es ja speziell in diesem Jahr mehr als genug gab.

Hornbeam zur Regenerierung mentaler Erschöpfung.

Gorse, Willow, Larch und Sweet Chestnut, die jeweils auf andere Art und Weise helfen sollen wieder Hoffnung zu schöpfen, dass es doch noch schöne Zeiten geben kann, und das Leben wieder Sinn bekommt.

Und Cherry Plum, das Panikattacken abfangen und Kurzschlusshandlungen verhindern soll, was in meinem Fall der Rückfall in den Alkohol wäre.

Morgens jeweils 2 Tropfen aus der Stockbottle in ein Glas Wasser und über den Tag verteilt getrunken, sollte nach 3-4 Wochen eine merkliche Erleichterung der Seelenqualen bewirken……so sagt man.

In der ersten Oktoberwoche habe ich meine erste Ablesung des Herzmonitors, wo ich erfahren werde, ob Vorhofflimmern die Ursache des Schlaganfalls war. Einen Tag später ist ein Besuch beim Neurologen angesagt, um mir die Freigabe zum Lenken eines Fahrzeugs zu holen.

Und im November steht eine neuerliche Blutuntersuchung an, die zeigt ob die Medikamente wie geplant das LDL-Cholesterin weiter gesenkt haben. Demnach also auch der Besuch bei meinem Internisten/Kardiologen.

Sollte es keine Hiobsbotschaften geben, hiesse das, dass ich erst Mitte kommenden Jahres wieder zu Ärzten muss. Ob ich soviel Glück habe, bestimmt aber jemand anderes.

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech ha Olam – Gepriesen seist Du Ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

DANKBARKEITS – TAGEBUCH 7

LIEBER GOTT ICH DANKE DIR…

…dass ich meine Hände, Arme und Beine frei gewegen kann, und hingehen kann wo immer ich möchte, und werken und schaffen kann, wonach mir ist. Denn das ist nach einem Stroke nicht selbverständlich.

…für die vielen Sonnenstunden in diesem Sommer, und deren Wärme ich spüren durfte.

…für meine Schutzengel Chaamiah, Ariel und Jezalel, die Du für mich bereit gestellt hattest bei meiner Geburt. Nur sie alleine wissen, welch aufwendigen Job sie zu erledigen hatten.

…dass Du mir meine Verfehlungen immer wieder vergibst, und mir die Chance gibst, es an jedem neuen Tag besser zu machen, als am Tag davor.

Lieber Gott segne mich und behüte mich, lass Dein Angesicht leuchten über mir und sei mir gnädig; hebe Dein Angesicht über mich und gib mir Frieden.

ROSCH HA SCHANAH 5781

Es sei Dein Wille, Ewiger, mein Gott, dass Du mich und meine Lieben begnadest.

Gib uns und allen, die auf Dich vertrauen, ein gutes und langes Leben, und gedenke unser zum Guten und zum Segen.

Bedenke uns mit Hilfe und Barmherzigkeit, segne uns mit allen Segnungen, und lass Deine Gegenwart unter uns weilen.

Bitte erhöre jetzt mein Bitten und lass unser Licht leuchten, dass es nie erlösche.

Lass Dein Antlitz leuchten, damit uns geholfen werde.

AMEN

animiertes-kerzen-bild-0072