SCHENKE DEINEN SEGEN

Diesen Tag – mein Gott
diesen einen, kostbaren, von mir gelebten Tag.

Diesen Tag – mein Gott
will ich Dir am Abend, wenn die Nacht mich umfängt, zurückgeben.

Zeichne ihn ein in mein Lebensbuch.
Erfreue Dich mit mir am Schönen.
Nimm weg das Traurige

Wache über mir und schenke Deinen Segen.

DAS WORT GOTTES

trägt man nicht in einem Köfferchen bis ans Ende der Welt.

Man trägt es bei sich, man nimmt es mit sich auf den Weg.

Man lässt es bis auf den Grund seines Selbst sinken. Bis zu dem Dreh- und Angelpunkt, in dem sich unser ganzes Selbst dreht.

Diese Menschwerdung Gottes in uns, diese Einwilligung, uns von ihm modelieren zu lassen, das nennen wir Zeugnis geben.

Madeleine Delbrèl (1904-1964)

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GLAUBEN-HOFFNUNG- LIEBE

Ich möchte Glauben haben,der über Zweifel siegt, der Antwort weiß auf Fragen und Halt im Leben gibt.

Ich möchte Hoffnung haben für mich und meine Welt, die auch in dunklen Tagen die Zukunft offenhält.

Ich möchte Liebe haben, die mir die Freiheit gibt, zum andern Ja zu sagen, die vorbehaltlos liebt.

Herr, du kannst alles geben, dass Glauben in mir reift, dass Hoffnung wächst zum Leben, und Liebe mich ergreift.

Text und Melodie: Eberhard Borrmann 1977

WIR KÖNNEN ES NICHT SELBST BEWIRKEN

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – dieses Sprichwort entspringt nicht der Weltklugheit eines Unverbesserlichen, sondern hier enthüllt sich tiefe christliche Einsicht.

Wer an der Jahreswende z.B. den Beschluss fasst „von nun an“ (wieviele „von nun an“ hat es schon gegeben?) mit besseren Vorsätzen anzufangen, wird bald erkennen, dass der Mensch alleine überhaupt nicht in der Lage ist, einen neuen Anfang zu machen, sondern er kann nur darum beten.

Wo der Mensch bei sich selbst ist und aus sich heraus lebt, da ist immer nur das Alte, das Vergangene.

Alleine wo Gott ist, ist das Neue und der Anfang. Und Gott kann man nicht kommandieren, man kann um ihn nur beten.

Aber beten kann der Mensch nur, wenn er begreift, dass er etwas nicht kann, dass er an seiner Grenze ist, dass ein anderer anfangen muss.

Dietrich Bonhoeffer

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GEBET UM AUFLÖSUNG VON DEPRESSIONEN

PSALM 13

Herr, wie lange willst du mich noch vergessen? Wie lange willst du dich noch von mir abwenden?
Wie lange soll meine Seele noch sorgen und mein Herz täglich aufs Neue trauern? Wie lange wird mein Feind (Depressionen) noch die Oberhand behalten?
Wende dich mir zu und erhöre mich, Herr, mein Gott! Mach es wieder hell vor meinen Augen, damit ich nicht sterbe.
Ich vertraue auf deine Gnade. Ich freue mich, dass du mich retten wirst. Ich will dem Herrn ein Loblied singen, weil er so gut zu mir war.

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DANKBARKEITS-TAGEBUCH 11

Es ist alles andere als selbverständlich, denke ich mir eben, dass man sich ins Auto setzt und sich mit allem was man braucht im nächsten Laden eindecken kann.

Denn da tauchen die Bilder aus dem Fernsehen in mir auf, wo um Spenden aufgerufen wird für die Kinder in Afrika, die jeden Tag mit so wenig Essen auskommen müssen, dass ihre Körper keine Widerstandskraft gegenüber Infektionen haben.

Hier kann keine Rede von einer menschenwürdigen Versorgung und einer gesicherten Existenz sein. Für diese Menschen sind Notstandshilfe-Empfänger in den EU Ländern reich, denn auch wenn diese nur das Nötigste haben, so müssen ihre Kinder nicht verhungern, so wie das Tag täglich in afrikanischen Ländern passiert.

Es gelingt mir beim besten Willen nicht mir vorzustellen wie sich eine Mutter fühlen muss, die ihr hungerndes Kind im Arm hält und zusehen muss wie es stirbt.

Gott helfe uns zu erkennen, das wir Gold und Geld nicht essen können.