GEDANKENSPLITTER – ANGST und LEID

Jedes Jahr kaufe ich mir einen jüdischen Kalender, und schreibe alle Gedanken hinein, die in Verbindung mit meinem Glauben an Gott im Laufe eines Tages auftauchen.

Eben schlug ich den heutigen Tag 2019 auf und war einigermassen überrascht zu lesen, was ich da geschrieben hatte. Denn seltsamerweise war ich der Meinung, dass ich eigentlich ohne Corona, ohne Schlaganfall und ohne Grundwasser in meinem Keller sehr glücklich, oder sagen wir wenigstens sehr unbeschwert gewesen sein musste.

Da steht: „Je weniger Leid ich fühlen würde, umso grösser wäre die Distanz zu Gott“ . Neues Mantra für mich: Was Du mir gibst an Angst und Leid, zieht mich näher zu Dir, mein Gott“

Welcher Unterschied besteht also zwischen begründeter Angst und der Angst vor der Angst?

Ich fürchte, es gibt keinen.

Jetzt erinnere ich mich an die Aussage eines sehr weisen alten Mannes, den ich in jungen Jahren meinen Freund nennen durfte. Er sagte: Die Angst ist für mich wie eine Mahlzeit in meiner Kindheit, wo meine Mutter sagte: „wos aufn Tisch kommt wird gfressn, und erst wenn da Teller leer is derfst spieln gehn“. 😆

GEDANKENSPLITTER-ANGST

Sah soeben im Internet ein Riesenposter mit Donald Trump als Rambo, also als Kampfmaschine mit Maschinengewehr. Und mit diesem Bild ziehen die Menschen in Michigan durch die Strassen, und machen Werbung für ihren Präsidenten.

Wo liegt hier wohl die Grundlage dieses Posters?

Ich würde meinen in der Furchtslosigkeit!

Doch wenn man sich das Bild eines Furchtlosen zum Vorbild macht, dann hiesse das doch, dass diese Menschen Angst haben! Doch wovor? Was ist ihre grösste Angst? Ich glaube nicht, dass es das Coronavirus ist, wenn ich mal spekulieren darf, sondern dass es sich weitverbreitet um ihre Mitmenschen handelt.

Diese Mitmenschen, die einer anderen Rasse angehören und die eine andere Hautfarbe haben als sie selbst.

Diese Menschen, von denen sie erwarten, dass es ihre Feinde sind, und die nichts anderes im Sinn haben, als ihnen Böses zu tun.

Und genau diese Ängste sind in uns Menschen tief verankert, und werden seit tausenden von Jahren praktiziert und gelebt – ohne dass es irgend jemanden jemals gelungen war, dieses Schreckgespenst aus der Welt zu schaffen.

Wer z.B. frage ich mich, käme auf die Idee Tiere gemeinsam in einem Käfig zu halten, von denen bekannt ist, dass sie keinerlei Gemeinsamkeiten haben, sondern ganz im Gegenteil, sich einen erbitterten Kampf auf Leben und Tod liefern würden?

Doch bei uns Menschen setzen viele voraus, dass es möglich sein müsste, alle auf einen gleichen Nenner zu bringen – und das obwohl die Praxis seit vielen Jahrtausenden anders aussieht.

Mag sein, dass ich da eine Milchmädchenrechnung im Sinn habe, doch könnte es denn nicht viel einfacher sein für uns alle, wenn wir räumliche Unterschiede machen würden?

Hmm….Österreich hat z.B. 9 Bundesländer. Also könnte man doch die Österreicher in 9 verschiedene Meinungsvertreter aufteilen? Und dass wir Menschen dann nicht einfach nur nach Wohnungen und Häusern suchen, die uns gefallen, sondern uns dort niederlassen, wo Gleichgesinnte leben?

Wenn es in Wien z.B. einen Bezirk gäbe, in dem ausschliesslich Türken leben, und einen anderen in dem ausschliesslich Menschen gleicher Rassen leben etc, dann hätten alle ihr Territorium, in dem sie sich wohlfühlen, und die Ängste vor einander würden sich immens minimieren.

Hmm….hmm ??? Wie gesagt – einfach nur Gedankensplitter.

GEDANKENSPLITTER

Lese eben einen Eintrag in mein Tagebuch letztes Jahr bei Jom Kippur, wo ich Gott um Hilfe bat mir dabei zu helfen, weniger zu trinken. Mich von der Sucht zu befreien, dass ich schon am frühen Nachmittag glaube, den Tag nicht ohne Alkohol durchzustehen.

Und in diesem Zusammenhang wenigstens 5-7 kg weniger auf die Waage zu bringen, damit ich viele Kleidungsstücke, die mir nun zu eng sind, wieder tragen kann.

Und ich erinnere mich sehr gut daran, als ich dies niederschrieb, wie mir klar wurde, dass ich vom Alkohol wohl nur dann wegkommen werde, wenn mich der Einbruch meiner Gesundheit dazu zwingen würde.

Erinnere mich, wie ich tief geseufzt hatte, als mir klar wurde, dass Gott doch letztlich dann genau zu solchen Massnahmen greifen müsste, um mir meine Wünsche zu erfüllen.

Und heuer hat Gott alle meine Wünsche erfüllt. Mit dem Stroke zeigt die Waage jetzt 10 kg weniger als im Vorjahr, und ich darf alle meine Sachen wieder tragen, die mir viele Jahre lang zu eng waren.

Ebenso ist Alkohol kein Thema mehr, und ich freue mich täglich schon auf den Nachmittag, wo ich eine heisse Schokolade , und über den Tag verteilt einen Liter Pfirsich-Maracuja-Tee geniessen darf.

Finde es auch äusserst angenehm auch noch abends klare Gedanken und vorallem keine Wassereinlagerungen mehr in den Beinen zu haben.

Also zweifellos ein Riesenerfolg auf der ganzen Linie….könnte man da doch letztlich sagen?

Wieso fällt es mir dann so schwer, das Geschehene als reine Wunscherfüllung, als Geschenk Gottes an mich, zu sehen? Ist doch jetzt alles genauso, wie ich es mir vor einem Jahr so sehr gewünscht hatte?

Baruch ata Adonai, Elohenu, Melech haOlam – gepriesen seist Du ewiger, unser Gott, Du regierst die Welt.

GEDANKENSPLITTER

Tischlermöbel nach Mass
echte Teppiche an der Wand
Vertraute Umgebung, und doch so kalt.

Suche nach Wärme
Suche nach Verstehen
Suche nach Geborgenheit

Hoffnung, Träume von Licht und Sonne
Ich liebe Dich – nur ein Wort
für Dich würde ich putzen gehen – leere Versprechen

Dunkelheit, Leere – kein Traum
Kein Erwachen mehr
Erkennen – no way out

GEDANKENSPLITTER – FRIEDEN FINDEN

Wann genau, fragte ich mich heute, hatte es begonnen, dass ich mich ernsthaft für Spiritualität im Sinne von diversen Religionen und Philosophien interessierte?
Und die Antwort war, als ich eine Art geistigen Leidensdruck empfand, den ich loswerden wollte.
Also Fragen nach etwas, das mir nicht klar war, und das ich heraus finden wollte.
Um etwa 40 Jahre später erkennen zu müssen, dass es nicht nur keine allgemein gültigen Antworten gibt, sondern Antworten, die heute befriedigen, morgen keine Wirkung mehr zeigen.

Doch eines steht zweifellos fest für mich.
Der Grund all dieses Suchens war immer die Nichtbereitschaft den Schmerz einfach zu akzeptieren.
Einfach zu akzeptieren, dass es IMMER einen Schmerz geben wird, solange wir leben.

Und mit dieser Erkenntnis und Akzeptanz erübrigt sich alles weitere Suchen, und der Mensch könnte Frieden finden.

Is’nt it ???????

GEDANKENSPLITTER – BEGRÄBNISSE

Als ich vor ein paar Tagen googelte, da las ich, dass es z.B. 2018/2019 weltweit bis zu 650.000 Menschen gab, die am Grippevirus starben.

Bekanntlich dauert so ein Grippevirus 3-4 Monate, also meistens von Dezember bis März.

Und soweit meine Rechenkünste reichen, hiesse das in etwa 180.000 tote Menschen weltweit pro Monat. Und soweit ich weiss, wurden diese wie gewohnt in aller Stille von ihren Familien in ihren Gräbern beerdigt.

Wie kommt es, dass es bei 65.000 tote Menschen weltweit im März 2020, die an dem Coronavirus erkrankten, plötzlich keine Beerdigungsmöglichkeiten gibt?
Wieso werden diese irgendwo „gestapelt“, oder sollen in Stadtparks vergraben werden, so wie das N.Y.-City jetzt meldet?

Was also hat man vor einem Jahr mit den 180.000 Menschen gemacht, die jeden Monat am Grippevirus starben?

Hat da jemand eine Antwort?

GEDANKENSPLITTER – ERINNERUNGEN

Heute morgen, gleich nach dem Aufwachen, fiel es mir natürlich gleich wieder ein, welcher Hexenkessel die Welt derzeit ist, und meine Gedanken flüchteten sich in die Zeit der 80/90er, wo ich noch richtig lachen und vergnügt sein konnte.

Und ein Lachersong von damals wurde auch gleich mitgeliefert.
Vielleicht kann ja der eine oder andere noch immer drüber lachen.

GEDANKEN ZU DIESEM ZITAT

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Rahmen von Pixabay

Dieses „man selbst“ soll ja bekanntlich den Namen „ATMAN“ haben, das man findet, wenn man das EGO erkannt und sich davon distanziert hat?

Doch dieses EGO lässt sich ja nur dann erkennen, wenn man den Mut gefunden hat, es sich in seiner Ganzheit anzusehen. Wenn man das Leid und den Schmerz zugelassen hat, das es im Geist, in der Seele und im Körper verursacht.

Doch was ist, wenn ich nicht weiter komme als bis an diesen Punkt, wo ich all den Schmerz bis ins letzte fühlen kann, doch von Atman nichts zu sehen ist?
Bin ich dann verdammt dazu bis an mein Lebensende diese Hölle in mir ertragen zu müssen?

Doch da wäre noch eine Überlegung.
Finde ich mich tatsächlich selbst, dann heisst es doch, dass man nichts anderes mehr braucht. Nichts anderes heisst aber auch keinen anderen mehr.

Was geschieht dann mit den Menschen und Tieren, die ich bislang „gebraucht“ hatte, weil ich sie liebte?

Sind die dann aus meinem Herzen verschwunden?
Weine ich dann nicht mehr um sie, wenn sie sterben?
Habe ich dann keine Angst mehr, dass sie sterben könnten?
Habe ich dann auch keine Angst mehr vor Schmerzen oder davor selber zu sterben?

Wie also sollte sich diese Glückseligkeit wirklich anfühlen, die Atman verspricht?

GEDANKENSPLITTER – WAHRE LIEBE

Wir konnten immer nur die sein, die wir waren, und können auch jetzt nur die sein, die wir sind.
Damit müsste sich doch jede Frage erübrigen: (so denke ich mir eben)“warum tue ich dieses und jenes, und warum tue ich dieses und jenes nicht?“
Und all dies müsste dann doch in dem Ergebnis aufgehen, dass wir alles, absolut alles, was geschieht und was nicht geschieht, LIEBEN dürfen.

Was LIEBEN heisst, ist in dem Spruch von Dieter gestern Abend sehr gut ausgedrückt. Dort heisst es: „ES IST WAS ES IST“

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Und was heisst damit LIEBE wirklich? Eine unvoreingenommene und bedingungslose Akzeptanz aller menschlichen Schwächen und Unvollkommenheiten in seiner Gesamtheit.

Wollen wir heute damit anfangen?????

Wollen wir heute damit anfangen andere und uns selbst ehrlich zu LIEBEN?????

Wollen wir uns das trauen???

GEDANKENSPLITTER – SICH TRAUEN

Einfach wird es nicht, denke ich mir eben, zu verbalisieren, was da eben durch meinen Kopf geht.
Doch es handelt sich um das Thema: „sich trauen“.
Also nicht lange nachzudenken, welchen Eindruck man bei anderen hinterlässt, sondern sich einfach zu trauen, das zu tun, was man sich wünscht.

Da sind natürlich viele Dinge damit gemeint, doch für mich persönlich wäre es z.B. dass ich mich einfach traue, in einen Club zu gehen, wo es Veranstaltungen gibt, die mich interessieren – OHNE vorher zu überlegen, ob ich dort überhaupt willkommen wäre.

Ja, ein wirklich grosses Thema für mich, wenn ich ehrlich bin. Weil es einen grossen Teil meiner Interessen betrifft, die ich viel besser ausleben könnte, wenn ich nicht immer diese Scheu hätte, mich zu trauen, einfach hinzugehen.

Doch noch ein weitere Punkt ist da in meinem Leben. Und das betrifft einige Menschen, die ich irgendwann einmal kennen gelernt und wieder aus den Augen verloren hatte.
Immer wieder denke ich an sie, und frage mich, wie es ihnen jetzt wohl geht?

Einer ist da allerdings dabei, der war vor gut zehn Jahren mein Couch; also mein Psychotherapeut, der mich fast zwei Jahre lang betreute, bevor ich meinte, dass ich jetzt eigentlich austherapiert wäre, und die „Beziehung“ beendete.
Obwohl wir eine wirklich gute Beziehung zueinander hatten, in der es – so schien es mir – manchmal sogar ein bisschen „geknistert“ hatte.

Und jetzt fiel mir auf, dass ich mich immer wieder frage, wie geht es ihm eigentlich? Was ist aus ihm geworden? Damals war seine Ehe in Brüche gegangen, erinnere ich mich. Doch keine Ahnung wieso und ob es weiterhin zu einer beruflichen Gemeinsamkeit geblieben ist, denn sie war ebenfalls Psychologin gewesen.

Doch genau das ist das Thema, was mich heute beschäftigt. Wieso frage ich mich nur solches, anstatt ihm z.B. einfach eine Mail zu schreiben, um ihn selbst zu fragen?
Eine Mail zu schicken, mit der Frage: „Hey Du, sag mal, wie geht es Dir eigentlich? Hast Du gefunden, was Du gesucht hast? Bist Du glücklich, Karli?“

Und ich habe zum ersten Mal diese Angst überwunden, dass der sich jetzt fragen könnte, wie ich dazu komme, ihm so eine Frage zu stellen. Sondern ich habs einfach gemacht! Ich habe diese Mail losgeschickt und ihm genau diese Frage gestellt: „Sag mir bitte mein Freund, hast Du Dein Glück gefunden?“

Welche Antwort bzw. ob ich überhaupt eine Antwort bekommen werde – na man wird sehen…. doch ich habe mich getraut!

Und ich werde mich auch zukünftig trauen einfach zu einer genannten Adresse hinzugehen, wo Veranstaltungen meines Interesses stattfinden, ohne zu überlegen, ob ich dort überhaupt willkommen bin.

Ja, ich werde mich das trauen.