EINE NEUE WELT ERSCHAFFEN ….

….könnte sowas möglich sein? frage ich mich heute zum zweiten Mal. Denn ich erinnere mich, dass ich diese Gedanken schon einmal hatte.
Keine Ahnung wieso ich sie nicht weiter verfolgt habe.
Vermutlich fand gleichzeitig ein anderes Ereignis statt, das mich wieder hinaus in die Welt trieb.
Solche Gedanken sind hypersensibel, konnte ich ebenso schon einmal feststellen. Wenn man sie, vorallem zu anfangs, wieder aus dem Kopf lässt, verschwinden sie wieder.

Meine Gedanken drehen sich um die Überlegung, ob es möglich wäre eine negative Gedankenwelt in eine positive zu verwandeln – und das augenblicklich?
Quasi working on the job.
Und zwar indem man es sich zur Aufgabe macht, für alles sofort eine positive Erklärung zu finden.

Zum Beispiel: Ich werde mit einem Menschen konfrontiert, der sich nicht benehmen kann – egal wie sich das ausdrückt. Bislang kam augenblicklich der Gedanke: „was für ein Ungustl. Hoffentlich haut ihm bald einer eins in die Fresse“ oder sonstwas Ungutes.

Wenn ich jetzt also genauso augenblicklich ganz bewusst das genaue Gegenteil in mein Denken aufnehmen würde, wie z.B. „Das ist sicher ein ganz Lieber. Hat vermutlich heute nur einen Scheisstag gehabt. Passiert jedem mal.“

Aber auch Gedanken wie ich sie heute beim Nachhausekommen hatte, nachdem ich gut zwei Stunden im Einkaufscenter Massen an Lebensmittel, Bücher, Kosmetika und Hundefutter kaufen, schleppen, in den Wagen räumen, aus dem Wagen räumen, ins Haus schleppen und einräumen musste, und die Hunde mir andauernd zwischen den Beinen herumliefen – die lauteten: „Ich kann nicht mehr, das halte ich nicht mehr aus. Und wenn sich die Hunde nicht gleich verpissen, dann tret ich sie in den Arsch“.

Ich hatte es sofort ausprobiert und polte augenblicklich um in: „Wow, war eine Spitzenleistung jetzt, das alles zu erledigen. Wie schön, dass wieder alles aufgefüllt ist. Und wie lieb von den Hunden, dass sie nachschauen kommen, ob ich was für sie mitgebracht habe“.

Es funktionierte !!!!

Da ist soooo viel Potential drinnen, überlege ich mir eben. Man könnte ja auch noch alles, was man so den ganzen Tag über treibt, mit positiven Worten „segnen“.
Hmmm – das Wort „segnen“ fiel mir grade eben ein – passt irgendwie, finde ich!

Habe eben meinen Hund aus dem Garten herein geholt und überlegt, wie ich dieses Tun interpretieren könnte. Und es fiel mir ein: „wie lieb von ihm, dass er sein Geschäft draussen macht“.

Da kommen viele gute Gedanken zusammen, wenn man ernsthaft drüber nachdenkt wie z.B. „Was habe ich für ein Glück, dass der Sturm Sabine bei mir keinen Schaden angerichtet hat“ oder „was für einen grossartig milden Winter wir doch heuer hatten. Nicht ein einziges Mal musste ich den Frost von den Scheiben kratzen“.
oder „Wie schön, dass die Sonne scheint. Da dürfen sich die Vögel bereits in ihr erwärmen, als kleinen Ausgleich für die kalten Nächte“.

Jeder Mensch, denke ich mir eben, braucht doch eine Aufgabe. Vorallem jene Menschen, deren Gehirn noch bestens funktioniert, die dieses aber nicht mehr voll einsetzen können, weil sie bereits in Pension sind – wie ich z.B.

Na jetzt hätte ich doch eine Aufgabe mir zu zeigen, was mir alles an positiven Überlegungen, im Laufe eines langen Tages einfällt.

So wie es glücklich macht, denke ich mir eben, sich neu zu verlieben, also eine neue Perspektive für die Zukunft zu haben, so müsste sich doch im mentalen Bereich genauso etwas freudvoll ändern lassen, wenn man es sich zur Aufgabe macht, für alles Traurige sofort Trostvolles, und für alles Unglückliche etwas Glückliches, und für alles Ärgerliche etwas Aufbauendes zu finden.

Hmmm …..

EINE ABSOLUTE WAHRHEIT

DANKE, LIEBE MONIKA, (https://monikatugutlu.com/2020/01/19/b-k-s-iyengar/#like-737) FÜRS ERINNERN 🙂 ❤

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B. K. S. Iyengar,

Rahmen von https://pixabay.com/de/images/search/rahmen/

TAGEBUCH – FREITAG, 10. Jänner 2020

Eben erfuhr ich vom Ehemann meiner Freundin, dass die Operation zwar gut verlaufen, und auch alles entfernt werden konnte, doch nun auch die Diagnose feststeht: GLIOBLASTOM. „Der Hirntumor, gegen den kein Kraut gewachsen ist“ im Ärztejargon ausgedrückt.
Und das Rezidiv sich innerhalb von 6-9 Monaten bilden und seine Ausläufer alle umliegenden Gehirnregionen zerstören wird.
Und der Einsatz von Chemotherapie lediglich eine Lebensverlängerung von den max. 9 auf max. 15 Monate bedeutet.
Und das natürlich jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er sich eine Chemo antun will, wo Erbrechen und extreme Müdigkeit die Nebenwirkungen sind.

Mein Mann fragte mich eben: „und wie fühlst DU Dich?“ und ich musste ehrlich sagen: „ich weiss es nicht“. Denn seltsamerweise fühlt sich alles in mir irgendwie „taub“ an …. so als ob es sich nicht um meine Freundin handeln würde, sondern um jemanden, den ich gar nicht kenne.

Heisst das, dass ich herzlos bin? oder gleichgültig? frage ich mich eben. Denn mich als „coolen Typen“ zu bezeichnen, wäre mMn ein Kompliment, das nur leider so überhaupt nicht zu mir passt.

Das Einzige, was ich im Augenblick denke ist, dass „Gott“ noch niemals irgend jemanden wirklich in seine Karten schauen liess. Und wir letztlich allesamt nur akzeptieren können, dass wir selbst keinerlei Einfluss darauf haben, wie sich ein Tumor dann letztlich wirklich entwickeln wird.

Lukas 12.25 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr damit euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? 26 Wenn ihr aber euer Leben nicht einmal um eine Sekunde verlängern könnt, was sorgt ihr euch um all die anderen Dinge?

Welch weise Überlegung, Jesus Christus!!! Wer immer Du auch warst!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein herzliches Schabbat Schalom, und möget Ihr alle die Kraft finden, Euch um nichts mehr zu sorgen, sondern vertrauensvoll zu glauben, dass alles perfekt ist, genauso wie es ist – im Hier und im Jetzt.

GEDANKENSPLITTER – SORGEN MACHEN

Heute morgen bin ich völlig entspannt aufgewacht, und konnte mich dabei beobachten, wie ich über diesen entspannten Zustand richtig verwundert war.
Und es mir nicht möglich war, diesen einfach nur zu geniessen, sondern wie ich sofort am Überlegen war, ob dieser überhaupt „gerechtfertigt“ ist?
Und sofort fing ich an herauszufinden, was denn von den gestrigen Sorgen abgehakt werden konnte.
Denn immerhin waren es ja mehr als genug gewesen.

Da war meine Creditcard, die ich nicht einsetzen konnte, weil ich mich mit dem angegebenen IBAN nicht im 3-D-Secure anmelden konnte. Und als ich mich im E-Banking anmeldete, ebenfalls lesen musste, dass meine Verfügernummer nicht mehr aktuell ist.

Da war meine beste Freundin Franziska, die im Spital liegt mit Verdacht auf einen Gehirntumor, und die Auswertung der MRT und CT noch offen ist.

Da war das Gespräch mit meinem Internisten, der äusserst verwundert war, dass mein Hoher Blutdruck so gar nicht auf das mir verschriebene Medikament reagiert, und ich deshalb auf ein anderes umgestellt werden musste. Von dem natürlich jetzt auch noch in den Sternen steht, ob es mir helfen wird oder nicht.

Da war mein Handyprovider, der mir die SIM-Card gesperrt hatte, obwohl ich noch ein Guthaben von über € 11.- hatte. Und zu allem Überfluss am selben Tag (ein Feiertag) mein zweites Handy meldete, dass sich der Akku nicht mehr aufladen lässt.

Und so ging ich alles durch, um mir ins Gedächtnis zu rufen, ob ich am Tag zuvor wirklich soviel Dinge klären konnte, damit ich meinen entspannten Zustand „rechtfertigen“ konnte, der sich natürlich am Ende meiner Gedächtniskontrolle bereits wieder in Nichts aufgelöst hatte.

Soviel zum Thema des „Sich Selbst Kennenlernen“ und der Erkenntnis, dass das Gehirn wohl niemals aufhören kann analysieren zu wollen, ob es auch einverstanden ist mit dem „WAS IST“.

GEDANKENSPLITTER – GESCHEHEN LASSEN

Etwa fünf Tage, so würde ich meinen, dass es waren, wo ich den Eindruck hatte, dass nichts meinen Seelenfrieden störte.
Vielleicht ein Weihnachtsgeschenk???
Dieser Gedanke jedenfalls wäre ein sehr schöner, meine ich.
Doch der Rückblick auf 2019 sieht ganz anders aus.
– Der Todesfall eines Menschen, der mir sehr nahe stand, weil er ein Teil des Menschen war, der mir das wichtigste ist auf dieser Welt.
– vielfache gesundheitliche Sensationen, die mich zum ersten Mal in meinem Leben zwangen, über den eigenen möglich bevorstehenden Tod nachzudenken.
– wochenlange gesundheitliche Probleme mit einem meiner über alles geliebten Hunde, gepaart mit der Angst, einen von ihnen bald zu verlieren, weil sein profanes Alter bald an die äusserste Grenze gelangt.
– die Erkenntnis, dass mein Traum mit einem ganz bestimmten Menschen zusammensein zu dürfen, sich niemals erfüllen wird, die mich zur Akzeptanz dieser Entscheidung, die nicht von mir getroffen wurde zwang, dass mein Leben keine lebenswerte Zukunft mehr hat.

Ja, das war 2019 für mich….und heute morgen wachte ich auf, und wusste plötzlich, dass ich keine Kraft mehr habe, die ich all dem entgegensetzen könnte, was mir zukünftig begegnen wird.

Doch das Interessante ist, dass ich genau diesen Zustand voll und ganz akzeptieren werde und auch möchte. Genauso soll es sein.

Es soll geschehen, was ganz offensichtlich geschehen muss, und ich werde mich nicht mehr „wehren“.
Ich werde nichts mehr dagegen unternehmen!!!

Wenn meine Zeit, oder die meiner über alles geliebten beiden Hunde Aaron und Daniel abgelaufen ist, dann sei es so.

Wer immer DU auch bist, mein lieber Gott, ob ein liebender Vater, der immer da ist, auch wenn es nicht zu spüren war, oder nur eine Energiequelle, deren Kraft ich nur äusserst selten erleben durfte, weil mir die profane Welt wichtiger erschien – keine Ahnung.

Es muss DEINE WELT sein, denn MEINE war es niemals, also bestimmst DU über alles.

Okay, ich habs kapiert….ich habs endlich kapiert !!!!

Doch die Auflagen um hier zu bestehen, die DU uns Menschen gibst – oder besser gesagt, die DU mir gegeben hast, die fand ich Scheisse.

VON DIR hatte ich mir mehr erwartet!!!!!

TAGEBUCH – FREITAG, 13. Dezember 2019

Sieben Wochen ist es her, dass ich zum letzten Mal in der Ordination meines Internisten war, dieser mich ins Labor schickte, und ich zwei Tage später diese Hiobsbotschaft erhielt, einen LPa Wert (Lipoproteine) siebenmal so hoch zu haben, als der Referenzbereich wäre.

Damals meinte ich, dass ich diese 7 Wochen nicht schaffe, bis ich die Möglichkeit habe alles mit meinem Internisten zu besprechen, und zu hören, was die geplanten Untersuchungen aussagen werden.

Heute war dieser Tag, und es stellte sich heraus, dass das EKG, die Ergometrie und das Herzecho einwandfreie Werte zeigten, ebenso die Durchblutung in den Beinarterien. Und der Ultraschall der Carotis, was den Durchfluss der Arterien noch am besten zeigt, als „zufriedenstellend“ beurteilt wurde.

Die Kontrolle der Cholesterine zeigte allerdings, dass die bisherigen Medikamente zu schwach sind, um ein Ziel von nur 70 LDL zu erreichen, und ebenso gilt das für die Medikamente der Blutdrucksenkung.
Also wurden beide gegen neue Medikamente ausgetauscht, von denen man sich eine weitere Senkung der Werte erhofft.

„Gelingt es uns, das schlechte Cholesterin von dato 136 auf unter 70 zu senken, und ebenso den Blutdruck konstant zwischen 130-140/85 zu halten, dann würde ich meinen, dass dieser hohe LPa Wert nicht massgeblich sein wird, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verursachen“ ….war die Aussage meines Internisten beim Abschied.

Allerdings wären da auch noch wichtige Punkte bei der Ernährung zu beachten:
1. Omega 3 sollte in hoher Dosierung beibehalten werden, mit 2-3 x eine Portion (12.5 dkg)frischen Lachs in Kokosfett gebraten in der Woche.
2. Alle Fette müssen durch Kokosfett ausgetauscht werden d.h. keine frittierten Produkte mehr, sondern schonendes Garen von Fisch und Fleisch mit ausschliesslich Kokosöl.
3. Süsses muss auf ein Mindestmass von 1-2 Pralinen am Tag reduziert werden. Wobei ebenso Obst auf eine Handvoll reduziert werden sollte, wegen der hohen Fructosekonzentration.
4. Alle Produkte, die Weizen in irgend einer Form enthalten, müssen vermieden werden. Also Nudeln nur aus Dinkel, Buchweizen oder Reis. Kein Weizenbrot und keine Mehlspeisen.

Mein Alkoholproblem, dass ich etwa 1/2 l Rotwein am Tag trinke, akzeptierte er, weil er sagte, dass jeglicher Druck, mit dem Trinken aufzuhören, nur noch ein Mehr an Trinken bringen würde.
Doch er machte mich darauf aufmerksam, dass Rotwein „Lieblich“, also mein Favorit 45 g Zucker enthält pro Liter, wo Rotwein „Trocken“ nur 5 g Zucker enthält.

Also werde ich jetzt eben auf „Trocken“ umstellen, worin ich kein Problem sehe.

Jetzt kann ich natürlich nur hoffen, dass ich die neuen Medikamente genauso gut vertrage wie die bisherigen, und eine erneute Labor-Kontrolle in den ersten Apriltagen dem erwünschten Ziel näher kommt.

PS: Nachdem ich aber immer wieder einmal „Anfälle“ von Schokogier hatte, wobei ein Glas Nutella mit 20 dkg innerhalb eines Abends weggeputzt wurde wie nichts, und ebenso ein 1/2 l süsser Likör genauso so hurtig verschwand, wird es sehr wohl eine gewaltige Umstellung für mich sein, dies in Zukunft zu unterlassen.

TAGEBUCH – MONTAG, 18. November 2019

Nach einem kurzen Wärmeeinbruch von 15° mit Sonnenschein an diesem Wochenende, ist heute ein besonders trister wolkenverhangener Tag, aber wenigstens mit immer noch 12° und Regen in der Nacht.

Leider geht mir ein so massiv erhöhter Laborwert, den ich ein paar Tage nach meinem Besuch beim Kardiologen erfuhr, nicht aus dem Kopf.

Sprach man ja bislang immer nur vom „bösen“ Cholesterin LDL, das bei einem Wert von 136 bei mir keinen besonderen Risikofaktor darstellte, weil das „gute“ HDL immer besonders hoch war.

Doch offenbar spielt jetzt auch noch ein gewisser LPa Wert mit, von dem im Internet steht, dass er weit aggressiver sein soll als das LDL, und der ist bei mir auf 466, obwohl die maximale Akzeptanz bei 75 liegt.

Nur dass die Höhe dieses LPa Wertes bei jedem Menschen angeboren sein soll, und sich damit durch nichts senken lässt, als durch eine Blutwäsche!!! laut Internet.

Das einzige, was mich einigermassen beruhigte war die Reaktion meines Arztes, als ich ihm diesen Wert telefonisch mitteilte. Denn er zeigte keine Reaktion.
Er meinte, dass es genügen würde, wenn wir uns in 7 Wochen wiedersehen, und ich lediglich zu diesem Termin eine neuerliche Kontrolle aller Cholesterinwerte mitbringe, um zu sehen, ob das LDL auf die höhere Gabe des Medikamentes angesprochen hat.

Irgendwie ein „seltsames“ Gefühl zu wissen, einen dermassen hohen Risikofaktor im Blut zu haben, der für Herzinfarkte und Schlaganfälle verantwortlich sein soll.

Und ich frage mich, ob diese ständig empfohlenen jährlichen Gesundenuntersuchungen, wo alle möglichen und unmöglichen Werte gemessen werden, obwohl keine störenden Symptome vorliegen, ab einem gewissen Alter wirklich sinnvoll sind?

Ob es Sinn macht, Menschen mit „Gewalt“ zu einer Lebensdauer in Richtung 100, wie mir scheint, zu bringen, doch dabei den psychischen Faktor ausser Acht zu lassen.

Denn ich habe z.B. niemals darauf geachtet, wenn es in meiner Brust ein bisschen „gerumpelt“ hat, doch jetzt macht es mir Angst, wenn ich merke dass der Herzschlag sich nicht rhythmisch anfühlt – aus welchen Gründen auch immer.

Na mal sehen, wie es weitergeht, denn eine kleine Hoffnung habe ich, dass der Laborant sich vielleicht vertan hat, was sich bei der nächsten Kontrolle in 3 Wochen ja herausstellen würde.