GEDANKEN ZU DIESEM ZITAT

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Rahmen von Pixabay

Dieses „man selbst“ soll ja bekanntlich den Namen „ATMAN“ haben, das man findet, wenn man das EGO erkannt und sich davon distanziert hat?

Doch dieses EGO lässt sich ja nur dann erkennen, wenn man den Mut gefunden hat, es sich in seiner Ganzheit anzusehen. Wenn man das Leid und den Schmerz zugelassen hat, das es im Geist, in der Seele und im Körper verursacht.

Doch was ist, wenn ich nicht weiter komme als bis an diesen Punkt, wo ich all den Schmerz bis ins letzte fühlen kann, doch von Atman nichts zu sehen ist?
Bin ich dann verdammt dazu bis an mein Lebensende diese Hölle in mir ertragen zu müssen?

Doch da wäre noch eine Überlegung.
Finde ich mich tatsächlich selbst, dann heisst es doch, dass man nichts anderes mehr braucht. Nichts anderes heisst aber auch keinen anderen mehr.

Was geschieht dann mit den Menschen und Tieren, die ich bislang „gebraucht“ hatte, weil ich sie liebte?

Sind die dann aus meinem Herzen verschwunden?
Weine ich dann nicht mehr um sie, wenn sie sterben?
Habe ich dann keine Angst mehr, dass sie sterben könnten?
Habe ich dann auch keine Angst mehr vor Schmerzen oder davor selber zu sterben?

Wie also sollte sich diese Glückseligkeit wirklich anfühlen, die Atman verspricht?

WIRKLICH UNGLAUBLICH

und doch ist es wahr.
Noch vor ganz kurzem war ich sicher, absolut nichts mehr empfinden zu können, doch gerade eben musste ich zugeben, dass ich mich total verliebt habe. 😳
Total verliebt habe in den Darsteller einer Serie.
Liev Schreiber (richtig Isaac Liev Schreiber) spielt in Ray Donovan einen Typen, der nicht nur vom Aussehen her, sondern in seiner ganzen Art und Weise so dermassen perfekt meinem Vorstellungsbild von dem Mann meiner Träume entspricht, was mir diese berühmten Schmetterlinge im Bauch schenkt, die ich soooo lange schon vermisst habe.

Und nachdem ich ja bereits gelernt habe, dass es keinen wirklichen Unterschied gibt zwischen Realität und Virtuellem – zwischen Zeit und Raum, geniesse ich es einfach, noch einmal ein richtiges Verliebtsein erleben zu dürfen.

GESPRÄCH ZWISCHEN SEELE UND EGO

Seele: Du bist so traurig, was ist los?
Ego: Bin so gekränkt.

Seele: Wieso das denn?
Ego: Ist einfach nichts so wie ich es mir vorstelle.

Seele: Und was meinst Du konkret?
Ego: Da ist jemand, der mir sooo viel bedeutet. Ich wünschte, ich würde für ihn genauso viel sein.

Seele: Wieso meinst Du, dass dem nicht so ist?
Ego: Seine Reaktionen auf meine Wünsche und Vorstellungen passen nicht.

Seele: Du meinst er funktioniert nicht so wie Du das gerne hättest? Passt sich nicht Deinen Träumen und Vorstellungen an?
Ego: So ist es.

Seele: Und Du? Passt Du Dich seinen Vorstellungen an?
Ego: Wenn er die selben hätte wie ich, dann natürlich. Dann liefe ja alles perfekt.

Seele: Aber Menschen sind niemals gleich in ihren Wünschen und Vorstellungen. Hier spielen unglaublich viele Faktoren eine Rolle. Angefangen von ihrem finanziellen Status, über ihre Gesundheit bis hin zu all dem bisher Erlebten. Hier müssen nicht nur immer wieder Konzessionen geschlossen werden, sondern auch die Bereitschaft zu vergeben.
Ego: Du redest Dir aber sehr leicht. Was mach ich denn, wenn ich mich gekränkt fühle? Wenn ich meine, dass ich ihm viel zu wenig bedeute?

Seele: Du fragst ihn danach. Du sagst ihm was genau Dich so kränkt, und hörst Dir an, was er dazu meint.
Ego: Haben wir schon so oft gemacht, und es schien dann auch immer irgendwie alles verständlich für mich. Doch leider eben nur irgendwie. Eine wirklich befriedigende Lösung für eine Gemeinsamkeit kam nie zustande.

Seele: Deshalb nicht, weil er es gar nicht möchte, oder weil es die Umstände nicht ermöglichen?
Ego: Hmm … ich denke letzteres.

Seele: Und Du meinst nicht, dass man widrige Umstände, die nicht zu ändern sind, eben nur akzeptieren muss? Als undurchführbar erkennen und abhaken muss?
Ego: Okay, das wird wohl so sein. Doch irgendwie würde ich mir dann wünschen, dass er wenigstens das sagt, was ich gerne hören möchte. Mir das Gefühl gibt, dass er mich versteht. Dass er auf mich eingeht, wenns mir schlecht geht !!!

Seele: Tut er das nicht?
Ego: Als ich ihn vor zwei Wochen so dringend gebraucht hatte, als mich die stärksten Depressionen, die ich jemals hatte, überfielen, war er nicht da. Er hatte mich überhaupt nicht ernst genommen, so schien es mir. Meine Not ist an ihm abgeprallt. Und seither glaube ich nicht mehr an seine Beteuerung von grosser Liebe. Ich glaube nicht mehr daran, dass er mich ehrlichen Herzens liebt, denn sonst hätte er doch ganz anders reagiert.

Seele: Und Du meinst, dass er auch wirklich erkannt hatte, wie gross Deine Not war? Dass er erkennen konnte, dass es sich diesesmal um eine ganz aussergewöhnliche Situation gehandelt hat?
Ego: Ich denke ja, denn ich sagte ihm, dass ich mich bereits in mein Zimmer zurück gezogen hatte, und die Schlaftabletten bereits neben mir lagen. Ich sagte ihm, dass ich so nicht weiterleben könnte, wenn sich diese tiefe Dunkelheit in meinem Kopf nicht wieder lichtet.

Seele: Und dass es ihm vielleicht selbst so schlecht ging, und deshalb seine Aufmerksamkeit so weit eingeschränkt war, dass er meinte, es handle sich wieder nur um eine Deiner typischen Schübe, die Du, wie ihm bereits seit Jahren bekannt ist, lieber mit Dir alleine ausmachst???
Ego: Ja natürlich kann es auch so gewesen sein …seufz….. ich weiss, dass ICH mir selbst mein Leben so schwer mache. Und dass alles viel leichter wäre, wenn ich mich selbst im Griff hätte.
Und ich lerne auch schon seit Jahren mich selbst zu bewältigen. Doch nichts scheint schwerer zu sein auf dieser Welt, als sich selbst zu begreifen, und noch viel schwerer, sich selbst zu überwinden.

ERINNERUNGEN UND FRAGEN….SO VIELE FRAGEN ….

Ein weiser Mann sagte einmal zu mir: „Man begegnet im Leben vielen, sehr vielen Menschen, von denen man die meisten sofort wieder vergisst. Doch wenn man Glück hat, dann begegnet man auch Menschen, die man nie mehr vergisst“.

Damals war ich 30 und er war 60, und ich hatte diese Erfahrung noch nicht gemacht gehabt, und konnte diese Aussage auch nicht nachvollziehen.
Er ist nicht mehr am Leben, um dass ich ihm sagen könnte: „Du Bobi, ich hatte wirklich dieses Glück, sogar zwei solcher Menschen begegnen zu dürfen. Einer davon warst Du, und der Zweite ist der Mann, auf den ich mein ganzes Leben lang gewartet hatte. Doch als ich ihm begegnete, sagte das Schicksal „sorry, es ist zu spät für Euch“.

Ich weiss, dass Du mehr, viel mehr wusstest, als die meisten anderen Menschen. Und ich sehe Deine wissenden stahlblauen Augen jetzt vor mir, die mich ernst ansehen auf meine Frage: “ Wieso kann es keine Barmherzigkeit geben in dieser Welt? „Wieso ist das so Bobi?“

Heute ist wieder ein Tag, wo es ganz besonders weh tut erkennen zu müssen, dass wir Menschen „OFFENSICHTLICH“ nichts, absolut nichts wirklich ändern können in unserem Leben. Es läuft genauso ab, wie es für jeden einzelnen von uns vorbestimmt ist.
Alles Hoffen und Wünschen und Sehnen ist lediglich kräfteraubend, doch „SCHEINT“ letztlich völlig sinnlos.
Nur dass wir das erst erkennen, wenn wir am Ende unserer Tage angekommen „zu sein scheinen“; weil wir uns gefügt, weil wir resigniert haben.

Und hier frage ich mich: „und wo bitte liegt hier der Sinn? Wo liegt hier die Wahrheit, nach der doch so viele Menschen suchen – mich eingeschlossen?
Im Verzicht? Im Leiden? In der Überwindung des Physischen?
Werden wir Menschen in diese Welt gerotzt, in einem materiellen Körper, um diesen zu überwinden?“

ABER was wäre denn, wenn wir endlich den Mut fassen würden, unsere Angst zu überwinden?
Was wäre, wenn wir alle destruktiven Gedanken überwinden, und nur dem Weg unseres Herzens folgen würden?
Was wäre, wenn wir den Mut aufbrächten, alle Schranken zu durchbrechen, und dem Weg folgen würden, von dem alle weisen Menschen sprechen – dem Weg DER LIEBE?

Was wäre, wenn wir uns fragen würden: „Wurden wir so dermassen beschenkt, dass es da jemanden gibt, den wir ehrlichen Herzens lieben? Und wenn wir diese Frage mit einem eindeutigen „JA“ beantworten können, uns dann ohne Angst und Sorge dazu bekennen?

JA, WAS WÄRE WENN WIR DIESEN MUT AUFBRÄCHTEN????

Hätten wir dann nicht den einzig wahren Sinn unseres Lebens erfüllt???

UND NUN EINE BESONDERE FRAGE AN EINEN BESONDEREN MENSCHEN (to whom it concerns!)

„Bist Du sooooo sicher, dass es nicht an Deinem fehlenden Mut liegt, dass Du seit hunderten von Jahren immer den selben Auftrag bekommst, in dieser Welt? Und dass der Auftrag nicht lautet, mich in Deine Angst hinein zu ziehen, sondern Dich selbst endlich von dieser Angst zu befreien?“
THINK IT OVER, MY LOVE

PS: Ein Leben unter der Brücke, doch in Deinen Armen, scheint für mich mehr wärmeschenkend und damit lebenswerter, als ein Leben in Luxus, doch ohne Deine wärmende Nähe.

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GEDANKENSPLITTER – SORGEN MACHEN

Heute morgen bin ich völlig entspannt aufgewacht, und konnte mich dabei beobachten, wie ich über diesen entspannten Zustand richtig verwundert war.
Und es mir nicht möglich war, diesen einfach nur zu geniessen, sondern wie ich sofort am Überlegen war, ob dieser überhaupt „gerechtfertigt“ ist?
Und sofort fing ich an herauszufinden, was denn von den gestrigen Sorgen abgehakt werden konnte.
Denn immerhin waren es ja mehr als genug gewesen.

Da war meine Creditcard, die ich nicht einsetzen konnte, weil ich mich mit dem angegebenen IBAN nicht im 3-D-Secure anmelden konnte. Und als ich mich im E-Banking anmeldete, ebenfalls lesen musste, dass meine Verfügernummer nicht mehr aktuell ist.

Da war meine beste Freundin Franziska, die im Spital liegt mit Verdacht auf einen Gehirntumor, und die Auswertung der MRT und CT noch offen ist.

Da war das Gespräch mit meinem Internisten, der äusserst verwundert war, dass mein Hoher Blutdruck so gar nicht auf das mir verschriebene Medikament reagiert, und ich deshalb auf ein anderes umgestellt werden musste. Von dem natürlich jetzt auch noch in den Sternen steht, ob es mir helfen wird oder nicht.

Da war mein Handyprovider, der mir die SIM-Card gesperrt hatte, obwohl ich noch ein Guthaben von über € 11.- hatte. Und zu allem Überfluss am selben Tag (ein Feiertag) mein zweites Handy meldete, dass sich der Akku nicht mehr aufladen lässt.

Und so ging ich alles durch, um mir ins Gedächtnis zu rufen, ob ich am Tag zuvor wirklich soviel Dinge klären konnte, damit ich meinen entspannten Zustand „rechtfertigen“ konnte, der sich natürlich am Ende meiner Gedächtniskontrolle bereits wieder in Nichts aufgelöst hatte.

Soviel zum Thema des „Sich Selbst Kennenlernen“ und der Erkenntnis, dass das Gehirn wohl niemals aufhören kann analysieren zu wollen, ob es auch einverstanden ist mit dem „WAS IST“.

GEDANKENSPLITTER – LIEBESABENTEUER

Es geht um eine zweifellos immer noch sehr attraktive Frau mitte sechzig, die seitdem sie denken kann, auf der Suche nach Freude ist.
Irgendwie muss ihr der Hang zu Depressionen in die Wiege gelegt worden sein, denn echte Freude konnte sie in ihrem ganzen Leben nur in ihrer Kindheit fühlen, erinnert sie sich jetzt.

Und vor einigen Tagen passierte etwas sehr ungewöhnliches. Sie begegnet einem Mann, der wie sie verheiratet, und in der gleichen Reihenhaussiedlung wohnt. Vor 15 Jahren hatte sich eine Gemeinschaft von 4 Familien gebildet, die regelmässig Radtouren unternahmen, an dieser diese beiden Menschen beteiligt waren.

Dieser besagte Mann fragt sie, wie es ihr denn geht, und sie antwortet ehrlich „nicht so toll, denn ich finde keine Freude mehr in meinem Leben“.

„Mir ergeht es ganz genauso“, antwortete darauf er. „Seitdem ich in Pension bin, komme ich mit meinem Leben nicht mehr klar. Und ausserdem brennt mir etwas seit 15 Jahren in der Seele, was ich jetzt mal endlich loswerden will. Ich bin seit damals, wo wir miteinander radfahren waren, bis über beide Ohren in Dich verliebt. Welche Chance habe ich Dich endlich näher kennenlernen zu dürfen?“

Ihr blieb fürs erste mal die Luft weg, und sie verabschiedete sich von ihm mit einem Küsschen und den Worten „zwischen Wollen und Sichtrauen liegen aber Welten“.
Und er sagte: „lass uns doch einmal miteinander essen gehen und reden, und in Ruhe zusehen, was passiert. Möchtest Du? Ich lass den Kofferraum meines Wagens offen, dort kannst Du eine Nachricht hineingeben“.

Hmm, und jetzt sitzt sie hier und fragt sich: „was war das denn?“ Und sie erinnert sich daran, wie es früher war, als sie meinte, dass Liebesabenteuer ihr Freude ins Herz bringen müssten, und doch niemals der Fall war.

„Wieso eigentlich?“ fragt sie sich, „wieso eigentlich war es mir niemals möglich gewesen, mich an solchen Liebesabenteuern ehrlich zu erfreuen? Die ganze Welt dreht sich doch fast ausschliesslich nur darum, neue Menschen kennenzulernen, und mit ihnen Affairen zu beginnen? Wieso meine ich jetzt, dass es vielleicht ein paar Dates wären, die etwas Abwechslung bringen, doch schon sehr bald die selbe Bitterkeit im Herzen erzeugen werden, wie sie das immer taten?
Wieso eigentlich???? Wieso?

„Wieso kann ich nicht sein, wie alle anderen, und solche Gelegenheit mit Freude annehmen, noch dazu wo dieser Typ eigentlich gar nicht schlecht aussieht und eine sehr herzliche und dadurch anziehende Art hat?“

Tja, und jetzt überlegt sie, ob es diesesmal vielleicht doch anders laufen könnte? Ob sie vielleicht „reifer“ geworden ist, und besser mit Emotionen umzugehen weiss?
Ihr ja vielleicht doch noch ein Frühling mit Schmetterlingen im Bauch vergönnt wäre, wenn sie sich nur trauen würde?

TAGEBUCH – FREITAG, 13. Dezember 2019

Sieben Wochen ist es her, dass ich zum letzten Mal in der Ordination meines Internisten war, dieser mich ins Labor schickte, und ich zwei Tage später diese Hiobsbotschaft erhielt, einen LPa Wert (Lipoproteine) siebenmal so hoch zu haben, als der Referenzbereich wäre.

Damals meinte ich, dass ich diese 7 Wochen nicht schaffe, bis ich die Möglichkeit habe alles mit meinem Internisten zu besprechen, und zu hören, was die geplanten Untersuchungen aussagen werden.

Heute war dieser Tag, und es stellte sich heraus, dass das EKG, die Ergometrie und das Herzecho einwandfreie Werte zeigten, ebenso die Durchblutung in den Beinarterien. Und der Ultraschall der Carotis, was den Durchfluss der Arterien noch am besten zeigt, als „zufriedenstellend“ beurteilt wurde.

Die Kontrolle der Cholesterine zeigte allerdings, dass die bisherigen Medikamente zu schwach sind, um ein Ziel von nur 70 LDL zu erreichen, und ebenso gilt das für die Medikamente der Blutdrucksenkung.
Also wurden beide gegen neue Medikamente ausgetauscht, von denen man sich eine weitere Senkung der Werte erhofft.

„Gelingt es uns, das schlechte Cholesterin von dato 136 auf unter 70 zu senken, und ebenso den Blutdruck konstant zwischen 130-140/85 zu halten, dann würde ich meinen, dass dieser hohe LPa Wert nicht massgeblich sein wird, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu verursachen“ ….war die Aussage meines Internisten beim Abschied.

Allerdings wären da auch noch wichtige Punkte bei der Ernährung zu beachten:
1. Omega 3 sollte in hoher Dosierung beibehalten werden, mit 2-3 x eine Portion (12.5 dkg)frischen Lachs in Kokosfett gebraten in der Woche.
2. Alle Fette müssen durch Kokosfett ausgetauscht werden d.h. keine frittierten Produkte mehr, sondern schonendes Garen von Fisch und Fleisch mit ausschliesslich Kokosöl.
3. Süsses muss auf ein Mindestmass von 1-2 Pralinen am Tag reduziert werden. Wobei ebenso Obst auf eine Handvoll reduziert werden sollte, wegen der hohen Fructosekonzentration.
4. Alle Produkte, die Weizen in irgend einer Form enthalten, müssen vermieden werden. Also Nudeln nur aus Dinkel, Buchweizen oder Reis. Kein Weizenbrot und keine Mehlspeisen.

Mein Alkoholproblem, dass ich etwa 1/2 l Rotwein am Tag trinke, akzeptierte er, weil er sagte, dass jeglicher Druck, mit dem Trinken aufzuhören, nur noch ein Mehr an Trinken bringen würde.
Doch er machte mich darauf aufmerksam, dass Rotwein „Lieblich“, also mein Favorit 45 g Zucker enthält pro Liter, wo Rotwein „Trocken“ nur 5 g Zucker enthält.

Also werde ich jetzt eben auf „Trocken“ umstellen, worin ich kein Problem sehe.

Jetzt kann ich natürlich nur hoffen, dass ich die neuen Medikamente genauso gut vertrage wie die bisherigen, und eine erneute Labor-Kontrolle in den ersten Apriltagen dem erwünschten Ziel näher kommt.

PS: Nachdem ich aber immer wieder einmal „Anfälle“ von Schokogier hatte, wobei ein Glas Nutella mit 20 dkg innerhalb eines Abends weggeputzt wurde wie nichts, und ebenso ein 1/2 l süsser Likör genauso so hurtig verschwand, wird es sehr wohl eine gewaltige Umstellung für mich sein, dies in Zukunft zu unterlassen.

TAGEBUCH – Donnerstag, 5. Dezember 2019

Morgen in einer Woche bin ich wieder in der Ordination meines neuen Arztes, eines Internisten/Kardiologen, wo u.a. ein Carotis Ultraschall gemacht wird, um zu prüfen, wie es nun wirklich mit der Erkrankung meiner Arterien aussieht.

Eine Woche vorher, so sagte mir dieser Arzt, möchte er neuerliche Laborwerte über die Cholesterine haben, um zu sehen, ob es zu einer weiteren Senkung dieser, durch die erhöhte Dosierung der Medikamente gekommen war.

Der Blutdruck senkte sich jetzt dauerhaft von 145/88 – 165/95 um rund 10%, dank der doppelten Dosierung. Doch bin ich nicht sicher, ob das genug sein wird.

Beim praktischen Arzt erfuhr ich montags, dass der Proteinlipid a Wert nur ein einziges Mal gemessen wird, weil sich dieser angeblich nicht verändern lässt. Doch er ging auf meine Angst ein, dass ja auch ein Fehler im Labor passiert sein kann, und ich gar keine Werte von 466 habe …seufz, und so wurde dieser ebenfalls heute nochmals geprüft.

Es war sehr mühsam heute, denn es gab weder einen Parkplatz in der Nähe, noch hatte ich den Eindruck, dass die Leute dort wirklich bemüht waren, ihre Arbeit so schnell wie möglich zu erledigen.
Und so dauerte es eine Dreiviertelstunde bis ich wieder beim Wagen war, obwohl ich nur einen Parkschein von einer halben Stunde ausgefüllt hatte. Also hatten sich meine Befürchtungen, dass ich bereits einen Strafzettel habe, doch nicht bestätigt.

Anschliessend musste ich leider auch noch auf die Post um drei Erlagscheine aufzugeben, in die Buchhandlung, und ein paar Einkäufe beim Merkur (Rewe) erledigen, bis ich endlich wieder nach Hause konnte.

Es muss äusserst strapaziöse gewesen sein für meine Nerven, denn als direkt vor mir ein Autofahrer meinte, die Spur wechseln zu müssen, bin ich voll ausgerastet, und habe ihn mit Schimpfwörter bedacht, von denen ich nicht einmal wusste, dass ich sie kannte. 😳
Zum Glück hörte er mich ja nicht. 🙂

Tja, es ist mein erster Winter ohne Psychopharmaka, und die ständige Muskelverspannung, hervorgerufen durch eine Eiseskälte in den letzten Tagen in Wien, zeigt deutlich, dass mein Nervenkostüm nicht das beste ist.

Mehrmals passierte es im letzten Monat, dass ich aus heiterem Himmel in Tränen ausbreche, und nur eine heisse Dusche half, das Zittern zu beruhigen, das mich im Griff hatte, und ich begann zu überlegen, ob ich überhaupt imstande sein werde, mein Leben ohne ADs weiter zu führen.
Doch meine Entscheidung blieb fest – keine Psychopharmaka mehr.

Eine heisse Dusche und warm eingepackt mit der Bhagavad Gita zum Lesen in den Fauteuil kuscheln, bis sich alles wieder von selbst beruhigt…..oder auch nicht – man wird sehen.

Allerdings eines konnte ich heraus finden. Keine Proteine und keine Süssigkeiten zum Abendessen, sondern ausschliesslich Kohlehydrate, wenn ich eine erholsame Nacht haben möchte.
Fleischreiches oder viel Süsses putscht meinen Körper dermassen auf, dass ein einschlafen unmöglich ist.
Auf einen Teller Spaghetti, Reis-oder Kartoffelgerichte oder Gemüselaibchen werde ich schnell müde, und schlafe tief und fest gute 8 Stunden lang.

Hmm…ist ja auch nicht schlecht zu wissen 😀