DIE WAHRHEIT

Es ist ein paar Jahre her, da schrieb Geno (https://campogeno.wordpress.com/) auf die Frage eines Followers, warum er denn soviel trinke wortwörtlich: „nüchtern halte ich Euch alle nicht aus“.

Das hatte mir sehr zu denken gegeben, denn da war von Covid noch keine Spur, und auch sonst schien es mir einigermassen ruhig in dieser Welt zugegangen zu sein…..hmm, ich meine, dass es so 2016/17 gewesen sein muss.

Doch dann kam der Brand im Urwald von Australien, wo Millionen von Tieren elend zugrunde gingen, der von Menschen verursacht wurde, nur um sich die Taschen daraus zu füllen.

Seit 2 Jahren sucht Covid die ganze Welt heim, und tötete bereits Massen von Ärzten und Schwestern, die nichts anderes wollten, als einfach nur helfen. Und tausende Menschen haben nichts anderes im Sinn, als diese Hilfestellung zu torpentieren, indem sie vor Krankenhäusern demonstrieren, und diese Menschen bedrohen.

Und vom Volk gewählte Politiker nützen ihre Positionen um in die eigene Tasche zu arbeiten, während tausende kleine Firmen ums Überleben kämpfen oder bereits verloren haben, und jetzt nicht wissen, wie es für sie weitergehen soll.

Damals, als Geno das schrieb, konnte ich seinen Schmerz nicht wirklich nachvollziehen, doch heute kann ich das sehr wohl.

Geno hat vor 5 Monaten diese Welt verlassen, und ich hoffe von ganzem Herzen, dass es dort lebenswerter ist, wo er sich jetzt befindet.

Doch heute sage ich an seiner Stelle hier:

„TUT MIR SO LEID, DOCH NÜCHTERN HALTE ICH DIESE WELT NICHT MEHR AUS“

Gott sei unser aller Seelen gnädig.

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GEDANKENSPLITTER-ERINNERUNGEN

Ein seltsamer Tag ist heute mit dunklen Wolken doch fast 20°, und sooo viele Erinnerungen besuchen mich.
Doch die an den 24. April 2002 ist wohl die bedeutendste überhaupt, denn an diesem Tag musste ich in einer kleinen Gasse parken, die ich nur vom Vorbeifahren kannte, weil im Einkaufsgrätzel kein Platz mehr war.

Und so fand ich das Haus der Baptistengemeinde, wo ich in ihrem Ausstellungsfenster lesen konnte, dass an jedem Mittwoch um 19h ein Treffen zum gemeinsamen Bibellernen stattfand. Es war 18.15h. Und als ich vom Einkaufen zurückkam war es 18.55h.

Keine Ahnung wo ich den Mut hernahm dort einfach anzuläuten, doch ich tats. Eine alte Dame mit schlohweissem Haar öffnete mir die Türe. Ich stotterte irgendwas von Dabeiseinwollen beim Bibellesen oder ähnliches, und war sehr erleichtert als sie mich hereinbat ohne weiter zu fragen.

Sie führte mich in einen Raum mit mehreren alten Damen und einem etwas jüngeren Mann, der sich als Pastor der Gemeinde herausstellte. Alle hatten so dermassen freundliche Gesichter, als sie mich willkommen hiessen, dass mir ganz warm ums Herz wurde.

Dieser Tag war der Beginn einer wundervollen Freundschaft mit noch viel mehr unglaublich liebenswerten Menschen, und ich danke Gott von ganzem Herzen, dass ich das in meinem Leben erfahren durfte.

Seither sind fast 20 Jahre ins Land gezogen, und alle diese wundervollen Menschen weilen nicht mehr unter uns, was mir fast das Herz zerreisst, wenn es mir bewusst wird – wie eben heute.

Ich darf davon ausgehen, dass ihre Freundlichkeit und Herzenswärme nun im Himmelreich weiter leuchten, und ich kann es nicht einmal annähernd richtig ausdrücken, was ich dafür geben würde, noch einmal einen gemeinsamen Abend zum Bibellesen mit ihnen haben zu dürfen. Muss aber trotz noch so viel Sehnsucht nach ihnen akzeptieren, dass es nur noch die Erinnerung ist, die den Himmel auf die Erde bringt.

In Memoriam an Lisa, Dagny, Irmgard und Heidi

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LASS DICH FALLEN

Lass dich fallen.

Es ist ein Netz ausgelegt, nach deinem Herzen.
Ein Netz, dass dich hält, wenn du den Boden unter den Füssen verlierst.
Ein Netz, dass dich auffängt wenn du abstürzt aus deiner Sicherheit.
Ein Netz, dass dich auffischt, wenn du ertrinkst im Meer der Zweifel.

Lass dich fallen, fangen, festmachen, es ist nicht Kette sondern Halt.

Wolfgang Poeplau aus „Öffne das Fenster ins Weite“ Christophorus Verlag

AUF UNSERE SEELE HÖREN

Wir müssen auf unsere Seele hören, wenn wir gesund werden wollen!
Letztlich sind wir hier, weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und im Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht.
Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es keine Geborgenheit.
Solange er fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich selbst noch andere erkennen – er wird allein sein.

Hl. Hildegard von Bingen

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DEINE KINDER SIND NICHT DEINE KINDER

Deine Kinder sind nicht Deine Kinder,
sie sind die Söhne und Töchter
der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Sie kommen durch Dich, aber nicht von Dir,
obwohl sie bei Dir sind, gehören sie Dir nicht.
Du kannst ihnen Deine Liebe geben, aber nicht
Deine Gedanken; denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Du kannst ihrem Körper ein Heim geben,
aber nicht ihrer Seele, denn ihre Seele wohnt im
Haus von morgen, das Du nicht besuchen kannst,
nicht einmal in Deinen Träumen.
Du kannst versuchen, ihnen gleich zu sein,
aber nicht, sie Dir gleich zu machen,
denn das Leben geht nicht rückwärts
und verweilt nicht beim Gestern.
Du bist der Bogen, von dem Deine Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.
Lass Deine Bogenrundung in der Hand
des Schützen Freude bedeuten!

Kahlil Gibran aus „Der Prophet“

HELLO DARKNESS MY OLD FRIEND

Kann mich nicht erinnern diese grossartige Beschreibung der Stille jemals zur Kenntnis genommen zu haben.

Viel zu unbeschwert waren die 60er und 70er gewesen, als dass ich meine Zeit damit vergeudet hätte, über die Stille nachzudenken. Welch süsser Vogel Jugend !!!

The Sound of Silence Songtext

Hello, darkness, my old friend
I’ve come to talk with you again
Because a vision softly creeping
Left its seeds while I was sleeping
And the vision that was planted in my brain still remains
Within the sound of silence

In restless dreams I walked alone
Narrow streets of cobblestone
‚Neath the halo of a streetlamp
I turned my collar to the cold and damp
When my eyes were stabbed by the flash of a neon light
That split the night
And touched the sound of silence


And in the naked light I saw
Ten thousand people, maybe more
People talking without speaking
People hearing without listening
People writing songs that voices never shared
No one dared
Disturb the sound of silence

„Fools“, said I, „You do not know“
„Silence like a cancer grows
Hear my words that I might teach you
Take my arms that I might reach you“
But my words like silent raindrops fell
And echoed in the wells of silence

And the people bowed and prayed
To the neon god they made
And the sign flashed out its warning
In the words that it was forming
And the sign said
„The words of the prophets are written on the subway walls
And tenement halls
And whispered in the sounds of silence“

ICH STELLE MIR GERADE VOR …..

wie ein Mensch sich fühlen müsste, könnte er über einen solchen Glauben verfügen, den 91. Psalm vollends auf sich selbst zu beziehen.

Welch unvorstellbare Glückseligkeit würde da wohl in seinem Herzen wohnen!

PSALM 91

Unter dem Schutz des Höchsten
1 Wer im Schutz des Höchsten wohnt, der ruht im Schatten des Allmächtigen. 2 Ich sage zum HERRN: Du meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue. 3 Denn er rettet dich aus der Schlinge des Jägers und aus der Pest des Verderbens. 4 Er beschirmt dich mit seinen Flügeln, unter seinen Schwingen findest du Zuflucht, Schild und Schutz ist seine Treue. 5 Du brauchst dich vor dem Schrecken der Nacht nicht zu fürchten, noch vor dem Pfeil, der am Tag dahinfliegt, 6 nicht vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die wütet am Mittag. 7 Fallen auch tausend an deiner Seite, dir zur Rechten zehnmal tausend, so wird es dich nicht treffen. 8 Mit deinen Augen wirst du es schauen, wirst sehen, wie den Frevlern vergolten wird. 9 Ja, du, HERR, bist meine Zuflucht. Den Höchsten hast du zu deinem Schutz gemacht. [1] 10 Dir begegnet kein Unheil, deinem Zelt naht keine Plage. 11 Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu behüten auf all deinen Wegen. 12 Sie tragen dich auf Händen, damit dein Fuß nicht an einen Stein stößt; 13 du schreitest über Löwen und Nattern, trittst auf junge Löwen und Drachen. 14 Weil er an mir hängt, will ich ihn retten. Ich will ihn schützen, denn er kennt meinen Namen. 15 Ruft er zu mir, gebe ich ihm Antwort. In der Bedrängnis bin ich bei ihm, ich reiße ihn heraus und bring ihn zu Ehren. 16 Ich sättige ihn mit langem Leben, mein Heil lass ich ihn schauen.

TAGEBUCH – 2. November 2020

Gestern nachmittags fing es neuerlich an mit starken Regenfällen, und gegen 20h war es bereits so, dass mit der kleinen Behelfspumpe alle 15 – 20 Minuten der volle Schacht ausgepumpt werden musste.

Nachdem es sich ja um keine Schmutzwasserpumpe handelt, konnten wir es nicht riskieren, sie auf Dauerpumpen in den Schacht zu stellen. Sondern wechselten uns ab, sodass letztlich jeder von uns immer 30-40 Minuten ruhen konnte.

Von schlafen war natürlich keine Rede, es war lediglich eine ausgiebige Gelegenheit sich im Autogenen Training zu üben.

Jetzt ist es 07.07 und wir hoffen gegen 07.30 unseren Installateur zu erreichen, um dem gründlich unsere Meinung zu geigen, was er sich dabei gedacht hat, von dem Maurer einen Schacht stemmen zu lassen, ohne anschliessend sofort die Pumpe zu montieren.

Und dann können wir nur hoffen, dass er mit der dafür vorgesehenen Pumpe schnellstens vorbeikommt, denn wir sind am absoluten Ende unserer physischen Kräfte – von den psychischen ganz zu schweigen.

Im Augenblick kann ich mir eigentlich gar nicht wirklich vorstellen, dass dieser Keller jemals wieder „normal“ genutzt werden kann, und ich denke, dass es Zeit wird, mir Gedanken darüber zu machen, wo ich die Gefrierschränke und die Waschmaschine jeweils im Haus unterbringen könnte, falls sich meine Befürchtung bewahrheitet.

Doch jetzt fällt mir ein, dass meine Blogfreundin Tanja immer die Engel anruft, wenn sie in Not ist – vielleicht helfen sie ja mir auch.