TAGEBUCH – Mittwoch, 27. November 2019

Welch eine Horrornacht!!!

Gegen 01h wurde ich von einer Art „Gerumpel“ aufgeweckt, dass sich unmittelbar darauf wiederholte.

Nachdem ich sah, dass nur Daniel neben mir lag, stand ich auf und drehte das Licht auf.

Da lag Ari seltsam zusammengekauert am Teppich, und schien völlig verwirrt. Als ich ihn hochhob merkte ich, dass sein ganzer Körper hart und steif ist, und er kaum, dass er stand mit heftigen Zuckungen auf den Rücken fiel.

Einen Augenblick stand ich wie versteinert, bis mir in den Sinn kam, dass es sich hier womöglich um einen epileptischen Anfall handeln könnte?
Und so fing ich an, die völlig verspannte Muskulatur meines Hundes zu massieren, was auch relativ bald seine Wirkung zeigte, denn er beruhigte sich zusehends.

Anschliessend trug ich ihn hinunter ins Wohnzimmer, und liess ihn in den Garten, wo er dann, allerdings immer noch seltsam geduckt, hinaus lief und Pipi machte.

Wieder zurück im Schlafzimmer liess ich dann die ganze Nacht das Licht auf kleinster Stufe brennen, um gleich sehen zu können, was los ist.
Denn es hat ja auch sein können, dass er im Schlaf aus dem Bett gefallen, und darüber so dermassen erschrocken war.
Hmmm, keine Ahnung, was wir beide da erleben mussten?

Der Rest der Nacht verlief unauffällig und Ari ist auch weiterhin der, der er immer ist, was mir Hoffnung macht, dass es sich um ein einmaliges Ereignis handelt.
Denn DAniel ist es, der im Frühling 14 Jahre wird, und wo ich mich schon darauf eingestellt habe, dass es bald dem Ende zugeht.
Wo Ari in 5 Wochen aber erst 9 Jahre ist !!!

Der Schrecken sitzt mir allerdings noch immer in den Gliedern, und ich fühle mich traurig und leer, akzeptieren zu müssen, dass alles vergänglich ist.

TAGEBUCH – FREITAG, 18. Oktober 2019

Eine Horrornacht ist endlich vorbei, denn ich hatte gegen 04h einen Traum, wie ein grosser Hund auf meinen Ari zuspringt und ihn schwer verletzt. Ich spürte diesen enormen Schmerz der Panik und Hilflosigkeit, der mich hat nicht mehr einschlafen lassen, und meine Angst wuchs bei der Vorstellung, dass das einmal wirklich passieren könnte.

Es muss eine Assoziation gewesen sein, als ich gestern erleben musste, dass auf der Wiese ein Border Collie aus einer Laune heraus auf den DAniel zusprang, um nach ihm zu schnappen, und dieser vor Erschrockenheit laut aufschrie. Es war nichts passiert, doch es hatte mich gedanklich weiter beschäftigt, indem ich mich fragte, was wohl in so einem Hund vorgeht, wenn er meint einen anderen attackieren zu müssen.

Da lag ich dann gute drei Stunden und versuchte das Gelernte zu praktizieren, nämlich in diese Angst hinein zu gehen. Sie nicht weghaben zu wollen, sondern sie anzuschauen und zu fragen, was sie mir sagen möchte.

Und sie sagte mir viel, sehr viel, und zeigte mir auf, wie ich mein ganzes Leben lang versucht habe, die Welt und ihre Geschehnisse nach meinen Vorstellung zurecht zu rücken, ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, das jede Reaktion die Folge einer Aktion ist.
Und dass alle Aktionen, die ich jemals setzte ausschliesslich egobezogener Art waren.

Nach und nach wurde ich zwar ruhiger und konnte mich mit den Gedanken arrangieren, dass ich keine Chance habe auch nur irgendwas abzuwenden, was die Zukunft für mich vorgesehen hat – doch eine wirkliche Entspannung konnte ich nicht verzeichnen, die ich mir vorgestellt hätte, wenn ich bereit bin, absolut alles voll zu akzeptieren.

Doch möglicherweise hatte ich es ja nicht „wirklich“ akzeptiert, sondern es war nur ein kläglicher Versuch – keine Ahnung! Eine wirkliche Klarheit lässt mein tiefstes Inneres zwar im Kopf immer wieder zu, gedoch die dazugehörige Entspannung der Nerven und Muskeln bleibt aus.

Jetzt werde ich mal einen kleinen Spaziergang mit meinen Hunden machen, doch vermutlich nur durch die Gassen, um nicht Gefahr zu laufen, diesem Border Collie wieder zu begegnen …. seufz.

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SO SCHWER UMS HERZ

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Mein Havaneserbub war im April 13 Jahre, und seit rund einem Jahr ist zu bemerken, dass die Kraft in seinen Beinchen immer weniger wird.

Einige Wochen schien er allerdings besonders gut drauf gewesen zu sein, denn er rannte die Stiegen im Haus wieder selbständig rauf und runter, wo er ansonsten immer darauf gewartet hatte, dass ich ihn trage.

Doch heute morgen passierte das scheinbar Unumgängliche – er verlor die Kontrolle und fiel die Holzstiegen hinunter, was ich nicht mehr verhindern konnte.

Mir kam es vor, als ob er mehrmals hart aufschlug, und ich rechnete damit, dass er am Ende der Stiege liegen bleiben würde.
Doch er blieb nur kurz verdutzt sitzen, schüttelte sich und ging weiter, als ob nichts passiert wäre.

Mein Verstand sagt mir: „na dann lach doch und freu Dich, dass nichts passiert ist!“

Doch mein Gemüt spielt da leider nicht mit.
Obwohl es jetzt schon drei Stunden her ist, und ich während des Spaziergangs deutlich sehen konnte, dass offensichtlich nichts passiert war, löst sich diese innere Lähmung nicht.

Habs auch schon Dieter erzählt, und auch er meinte, dass alles in Ordnung wäre, wenn er sich normal bewegt, und sonst keinerlei Symptome zeigt.

Und doch bin ich nicht imstande diesen Schrecken zu überwinden.
Möglicherweise ist es aber auch die mich überfallende Bewusstheit, dass seine Zeit langsam zu Ende geht, und ich mir so unglaublich schwer tue mit dieser Tatsache.

Da helfen keine weisen Erkenntnisse und gscheite philosophische Erklärungen, denn diese haben ganz offensichtlich nicht die Macht, den Schmerz im Herzen zum Verschwinden zu bringen, der sich unweigerlich einstellt, beim Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres.

Hatte gehofft, dass es leichter wird, wenn ich es auch hier reinschreibe, doch das genaue Gegenteil ist eingetreten. Ich fühle mich jetzt noch beschissener.

TAGEBUCH – 16. MAI 2019

Nach laaanger Zeit endlich wieder ein Tag ohne Regen mit Temperaturen Nahe der 20°. Nicht zu glauben, welches Wohlbefinden sich da plötzlich eingestellt hatte.

Doch der Zirkus mit dem neuen Huawei Smartphone war noch nicht zu Ende, denn ich hatte das Bedürfnis ein schönes Video von meinen beiden Hunden zu machen, was auch gelang.
Doch als ich dieses im Lapi speichern wollte, wurde ich auf eine Odyssee geschickt, was ich alles einzugeben und zu erlauben hatte. Bis ich merkte, dass ich mich hier mit einem Programm herum zu schlagen hatte mit Namen HiSuite.

Nun gut, HiSuite und Lapi waren endlich verbunden, da musste ich feststellen, dass damit mein Video allerdings nicht gleichzeitig in meinen üblichen Bilderordner importiert wurde.
Und das Video auch nur am Lapi anzusehen war, wenn gleichzeitig das Smartphone mit diesem verbunden war.

Nachdem mir keiner aus dem Huawei-Forum helfen konnte, jammerte ich halt wieder meinen Nachbarn und Freund Ivo an, dem mein Problem nur einen breiten Grinser kostete.
Denn ich hatte nicht darauf geachtet, dass in HiSuite oberhalb des Buttons vom Video ein kleines Kästchen war, wo nach dem Anklicken desselbigen eine weitere Option „Exportieren“ zur Verfügung stand.

Wieso „exportieren“ fragte ich? Ich will das Video doch importieren?

Das ist ja schon importiert, meinte Ivo, nämlich in HiSuite. Und wenn ich das nicht dort, sondern in meinen gewohnten Bilderordner haben möchte, dann muss ich von dort eben dorthin „exportieren“.

Es liess sich allerdings beim besten Willen nicht herausfinden, warum meine Bilder jetzt immer einen Ausflug nach HiSuite machen müssen, denn die Alternative eines Direktimports vom Handy auf meinen Lapi wird nicht angeboten.

Wenn ich es jetzt also geschafft haben sollte, mit diesem Smartphone telefonieren und fotografieren zu können – mehr verlange ich ja gar nicht – dann kann ich nur hoffen, dass dieses sehr langlebig ist.
Denn ich fürchte, dass als Nächstes nur noch ein Seniorenhandy infrage kommen wird, denn ewig werde ich wohl meinen Nachbarn auch nicht haben, der in ein paar Wochen 76 wird.

burst
Was quasselt Frauchen da dauernd von Huawei? Ist das nicht eine Insel mit tanzenden Hullamädchen? Tztztztz