DAS LICHT IN DER DUNKELHEIT

Wenn ich im Dunkeln bin
und keinem dafür die Schuld zuweise

Wenn ich das Dunkel zulasse
und nicht davor fliehe

Wenn ich das Dunkel aushalte
und dabei die Hoffnung nicht verliere

Wenn ich das Dunkel lebe
und trotzdem die Liebe leben lasse

Wenn ich das Dunkel achte
weil ich Teil des Dunkels bin

Wenn ich mich in das Dunkel hinein begebe
aus Mut zum Leben

Dann leuchtet mitten im Dunkel
ein Licht, das den Weg weist

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Phil Bosmans, Anselm Grün, Andrea Schwarz
Für jeden leuchtet ein Stern


DAS WORT GOTTES

trägt man nicht in einem Köfferchen bis ans Ende der Welt.

Man trägt es bei sich, man nimmt es mit sich auf den Weg.

Man lässt es bis auf den Grund seines Selbst sinken. Bis zu dem Dreh- und Angelpunkt, in dem sich unser ganzes Selbst dreht.

Diese Menschwerdung Gottes in uns, diese Einwilligung, uns von ihm modelieren zu lassen, das nennen wir Zeugnis geben.

Madeleine Delbrèl (1904-1964)

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GLAUBEN-HOFFNUNG- LIEBE

Ich möchte Glauben haben,der über Zweifel siegt, der Antwort weiß auf Fragen und Halt im Leben gibt.

Ich möchte Hoffnung haben für mich und meine Welt, die auch in dunklen Tagen die Zukunft offenhält.

Ich möchte Liebe haben, die mir die Freiheit gibt, zum andern Ja zu sagen, die vorbehaltlos liebt.

Herr, du kannst alles geben, dass Glauben in mir reift, dass Hoffnung wächst zum Leben, und Liebe mich ergreift.

Text und Melodie: Eberhard Borrmann 1977

GOTTES ZEICHEN FINDEN

Soviele Sterne stehen am Himmel, denoch sind die drei Weisen einem ganz bestimmten Stern gefolgt, der für sie soviel heller leuchtete.

Sie schenkten einer Stimme Gehör, die sie in ihrem Inneren dazu antrieb, jenem Licht, das so hell leuchtete zu folgen. Das war die Stimme des Heiligen Geistes, die in allen Menschen wirkt.

Und es führte sie, bis sie den König der Juden in einem ärmlichen Haus in Bethlehem fanden.

Diese Geschichte sollte eine Lehre für uns sein, damit wir uns die Frage der drei Weisen auch heute noch stellen: „Wo können wir Jesus Christus heute finden?“

Wir werden angeregt, vorallem in einer Zeit wie der unsrigen, uns auf die Suche nach den Zeichen zu begeben, die Gott anbietet.

Papst Franziskus

WIR KÖNNEN ES NICHT SELBST BEWIRKEN

„Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert“ – dieses Sprichwort entspringt nicht der Weltklugheit eines Unverbesserlichen, sondern hier enthüllt sich tiefe christliche Einsicht.

Wer an der Jahreswende z.B. den Beschluss fasst „von nun an“ (wieviele „von nun an“ hat es schon gegeben?) mit besseren Vorsätzen anzufangen, wird bald erkennen, dass der Mensch alleine überhaupt nicht in der Lage ist, einen neuen Anfang zu machen, sondern er kann nur darum beten.

Wo der Mensch bei sich selbst ist und aus sich heraus lebt, da ist immer nur das Alte, das Vergangene.

Alleine wo Gott ist, ist das Neue und der Anfang. Und Gott kann man nicht kommandieren, man kann um ihn nur beten.

Aber beten kann der Mensch nur, wenn er begreift, dass er etwas nicht kann, dass er an seiner Grenze ist, dass ein anderer anfangen muss.

Dietrich Bonhoeffer

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WELCH BEDINGUNGSLOSER GLAUBE – aus PSALM 16

Ein Lied Davids.

„Schütze mich, Gott! Ich vertraue dir.
Ich sage zu dir: »Du bist mein Herr. Mein Glück finde ich allein bei dir!

Du bist mir nahe, das ist mir immer bewusst. Du stehst mir zur Seite, ich fühle mich ganz sicher.

Darum bin ich voll Freude und Dank, ich weiß mich beschützt und geborgen.
Du, Herr, wirst mich nicht der Totenwelt preisgeben! Du wirst nicht zulassen, dass ich für immer im Grab ende; denn ich halte in Treue zu dir![

Du führst mich den Weg zum Leben. In deiner Nähe finde ich ungetrübte Freude; aus deiner Hand kommt mir ewiges Glück.“

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