DANKBARKEITS-TAGEBUCH 5

Diese Woche war leider eher nervenzerrend, denn an den ersten drei Wochentagen schüttete es ohne Unterlass mit nur noch 15°, und keiner wollte wirklich hinaus.
Und die letzten zwei Tage inklusive heute brannte die Sonne mit 33° vom wolkenlosen Himmel, und Spaziergänge mit den Hunden waren nur abends möglich gewesen.
In meiner Verzweiflung packte ich ein vor langem gekauftes Puzzle mit 1.000 Teile aus, und versuchte mich darin um Erfolg, doch ebenso vergebens.
Die Farben waren viel zu wenig unterschiedlich, als dass man richtig erkennen konnte, wo welches Stück hingehören könnte.
Und so musste ich nach einigen Tagen auch hier erfolglos aufgeben.
Erfolgreich war ich allerdings beim Zusammenbau eines bei Amazon bestellten neuen Vogelhäuschens mit Ständer, das jetzt im Keller darauf wartet eingesetzt zu werden, sobald eines der beiden, die jetzt in meinem Vorgarten stehen, undicht wurden, was leider relativ oft passiert.
Irgendwie löst sich immer sehr rasch die Dachpappe, oder das Holz verzieht sich.
Doch der August ist irgendwie nie mein Monat, erinnere ich mich, denn genauso wie der Jänner habe ich immer das Gefühl, das alles nur sehr träge abläuft.
Es tut sich quasi nix, was irgendwie als Abwechslung unterzubringen wäre.

Doch auch in solchen Zeiten ist es mir voll bewusst, wie dankbar ich sein darf, ruhige Tage verbringen zu können, ohne gesundheitlicher oder sonstiger Probleme.
Was ich mit folgendem Gebet zum Ausdruck bringen möchte:

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GEBET DER DANKBARKEIT
Tief im Kern meines Wesens gibt es eine unendliche Quelle der Dankbarkeit.
Ich lasse jetzt zu, dass diese Dankbarkeit mein Herz, mein Bewusstsein, meinen Verstand, und mein Wesen erfüllt.
Diese Dankbarkeit strahlt von mir in alle Richtungen,
sie berührt alles in meiner Welt und kehrt zurück zu mir,
um meine Dankbarkeit zu mehren.
Je mehr Dankbarkeit ich empfinde, desto bewusster wird mir,
dass ich über einen unerschöpflichen Vorrat verfüge.
Wenn ich mich dankbar erweise, fühle ich mich gut.
Dankbarkeit ist ein Ausdruck meiner inneren Freude.
Sie ist eine warme Kuscheldecke in meinem Leben.
Ich bin dankbar für mich und meinen Körper.
Ich bin dankbar für meine Fähigkeit zu hören, zu sehen, zu riechen, zu schmecken und zu berühren.
Ich bin dankbar für mein Zuhause und ich kümmere mich liebevoll darum.
Ich bin dankbar für meine Familie und für meine Freunde und ich genieße ihre Gesellschaft.
Ich bin dankbar für meine Arbeit und gebe zu jeder Zeit mein Bestes.
Ich bin dankbar für meine Begabungen und Fähigkeiten und ich bringe sie ständig
auf erfüllende Art und Weise zum Ausdruck.
Ich bin dankbar für mein Einkommen und ich weiß, dass es mir immer gut gehen wird, wohin mein Weg auch führt.
Ich bin dankbar für alle meine Erfahrungen in der Vergangenheit,
denn ich weiß, dass sie ein Teil des Wachstums meiner Seele waren.
Ich bin dankbar für heute, und ich bin dankbar für die Tage, die kommen werden.
Ich bin dankbar für das Leben,
jetzt und immerdar.

Louise L. Hay

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DANKBARKEITS-TAGEBUCH 4

Nachdem die letzte Woche mit einer Affenhitze gesegnet war, konnten wir uns nicht aufraffen, in das bereits morgens aufgeheizte Auto zu steigen, um einkaufen zu fahren.

Doch über Nacht kam eine totale Abkühlung von 37° auf 23° mit Regengüssen, die sich gegen mittags einbremsten, und so gings auf in die nahe gelegene Mall.

Doch nicht einmal annähernd so locker und unbeschwert waren die Besuche in der Buchhandlung und im DM, wo ich früher immer herum suchte nach Besonderheiten, über die ich mich freuen könnte.
Nein, das genaue Gegenteil war der Fall. Immer ängstlich besorgt, dass mir niemand zu nahe kommt, schlich ich durch die Gänge, und konnte mich kaum auf das konzentrieren, was ich unbedingt benötigte.

Rückblickend hätte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen können, dass soetwas in Mitteleuropa jemals passieren könnte. Und ich kann es kaum erwarten, einmal zu hören oder zu lesen, dass diese Gefahr wieder gebannt ist, und wir uns so wie früher frei und unbeschwert bewegen dürfen.

Und doch gibt es auch heute etwas zu danken, nämlich dass es nach wie vor selbverständlich ist für mich, mir alles leisten zu können, was in den Geschäften angeboten wird.
Und nicht nur das, sondern es ist genauso selbverständlich für uns alle, dass es nach wie vor alles weiterhin im Übermass gibt, was wir brauchen, und uns wünschen, auch wenn wirs nicht brauchen würden.

Und das obwohl genau das für Milliarden Menschen in dieser Welt keinesfalls selbverständlich ist.

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 2

Gestern war ein äusserst heisser Tag (35°) mit totaler Windstille in Wien, der sich bei mir mit extrem niedrigen Blutdruck und leichtem Schwindel zeigte, und es mir bis 20h unmöglich machte, wenigstens einen kurzen Spaziergang mit meinen Hunden zu machen.

Also lief der ganze Tag im Schneckentempo ab, was mir immer sehr, sehr schwer fällt, denn ich war immer und bin auch heute noch ein ausgesprochener Bewegungstyp.

Das Mittagessen kochen (gebratenes Fischfilet, Bratkartoffel, Fisolensalat) war also das absolute Highlight gewesen. Umso mehr freute es mich, als der Tag endlich um war, und ich mich in mein Zimmer zurückzog, um noch ein bisschen zu lesen vorm Schlafengehen.

Doch war von einer anschliessenden Nachtruhe keine Rede gewesen, denn kaum dass ich im Bett lag, machten sich Herzrhythmusstörungen bemerkbar. Ich weiss ja, dass sowas immer wieder bei mir vorkommt, und mein Internist mir auch den Unterschied erklärte zwischen dieser Art, die eher harmlos ist, und z.B. Vorhofflimmern.

Und doch war es mir nicht möglich gewesen, es zu ignorieren und so musste ich wieder raus aus dem Bett, und erinnerte mich an ein Gespräch mit meinem Freund und Nachbarn Ivo, der mir sagte, dass viele Herzrhythmusbeschwerden an der Fehlstellung einer Wirbelsäule liegen, und leichte Gymnastik hier Abhilfe schaffen kann.

Und so legte ich mich flach auf den Boden, mit angewinkelten Knien und hob langsam das Gesäss so weit, bis der Oberkörper ganz flach und fest auflag. Dabei war ein deutlicher Schmerz zu spüren gewesen, der sich nach und nach löste, je öfter ich diese Bewegung ausführte.

Anschliessend begab ich mich wieder in meinen Lesefauteuil und machte meine Panikatemübungen. Am meisten hilft mir 4-7-8 d.h. Mit der Nase einatmen und bis 4 zählen, die Luft anhalten und bis 7 zählen und anschliessend tief und fest durch den Mund ausatmen, das bis mindestens 8 zählen dauern sollte. Ich schaffe sogar 12 um die Lungen völlig leer zu bekommen.

Und somit möchte ich für diesen Tag meinen Dank aussprechen dafür, dass ich einen gemütlichen Abendspaziergang mit meinen Hunden geniessen durfte.
Mir mit Fernsehen, Lesen und Internet meine Zeit vertreiben durfte.
Ohne pekuniärer Sorgen in einem Haus mit Garten leben darf.
Keinen weiteren Stroke erleiden musste, und dass mein Körper auf die gemachten Übungen reagierte, und ich eine gute Nacht hatte, ohne Panikattacken und weiterer Herzrhythmusstörungen.

Baruch ata Adonai, elohejnu, Melech ha Olam animiertes-blumen-bild-0290

DANKBARKEITS-TAGEBUCH 1

Schon sooo lange möchte ich ein Dankbarkeits-Tagebuch führen, indem ich mich für alles Gute, das mir an diesem Tag wiederfahren ist, bedanke.

Immer wieder bin ich davon abgekommen, weil ich befürchtete nicht genug positives oder gutes erlebt zu haben, und dann nicht weiss, was ich schreiben sollte.

Aber kommt es denn hierbei nicht vielmehr darauf an, welche Einstellung ein Mensch zum Leben hat, denke ich mir jetzt eben?

Gibt es nicht irgendwo in dieser Welt Menschen, für die es schon alleine ein guter Tag ist, wenn sie morgens lebendig aufgewacht sind? Oder Menschen, für die es ein guter Tag ist, wenn sie eine oder vielleicht sogar zwei Mahlzeiten haben durften?

Mit dieser Betrachtung der Realität gäbe es doch für mich Dankbarkeit im Übermass, würde ich meinen.
Also fang ich einfach mal damit an, dass ich dankbar bin dafür, dass ich heute morgen gesund aufwachen durfte, was ganz und gar nicht selbverständlich ist, denn ein Schlaganfall kann genauso gut nachts passieren.

Und habe ich eigentlich schon dafür gedankt, dass ich augenblicklich Hilfe bekam, als mich ein Minor Stroke vor 6 Wochen erwischte? Und dass ich in einem Land leben darf, mit den besten gesundheitlichen Aus- und Einrichtungen und Ärzten, und Krankenhauspersonal, die man sich wünschen kann?
Und dass absolut nichts an Lähmungen zurück geblieben ist?

Und was gäbe es da denn noch alles?
Vielleicht Dankbarkeit dafür, dass mein Haus nicht unter Wasser stand, oder abgedeckt wurde, nachdem gestern ein Hagelgewitter mit Regenmassen und Sturm über Wien hinzog.
Viele Menschen in anderen Bundesländern hatten nicht soviel Glück.

Jetzt will ich diese Dankbarkeit in meinem Herzen behalten, und mich in mein wunderbar bequemes Bett mit Satinbettwäsche zurück ziehen, und Gott bitten, dass einmal eine Zeit kommt, wo es uns allen auf dieser Welt so gut gehen möge, dass wir abends nur noch danken können für soviel Glück und Herrlichkeit.